Demo: Neue Schulen – Platz für alle! Altona wehrt sich gegen Mega-Schulen

Demo: Neue Schulen – Platz für alle! Altona wehrt sich gegen Mega-Schulen

Save the Date in Hamburg: Am 30. März 2019 veranstalten die Eltern und Schüler verschiedener Altonaer Schulen eine Demo unter dem Motto „Neue Schulen – Platz für alle! Altona wehrt sich gegen Mega-Schulen“.

Treffpunkt: Samstag, 30.03.19 um 11:00 vor der Theodor-Haubach-Schule, Haubachstraße 55

Der Aufruf

Eltern und Schüler fordern die Politik auf, städtische Grundstücke für neue Grund- und weiterführende Schulen zu sichern und dem (sich schon lange ankündigenden) Anstieg der Schülerzahlen mit einer guten und sozial verträglichen Schulentwicklung zu begegnen, bei der auch Bürger und Bezirk beteiligt werden.

Die Politik will, dass vorhandene Schulen in Innenstadtgebieten viel mehr Schüler aufnehmen und dafür die Schulen massiv baulich nachverdichten und will dafür die für die Schüler so wichtigen Schulhofflächen opfern. Und das obwohl es auch im Altonaer Kerngebiet noch Grundstücke und Gebäude gibt, die man nachweislich für den Neubau und die Umnutzung zu Schulen nutzen könnte. Senator Rabe hat zwar im Februar auch auf unseren Druck hin ein Schulneubauprogramm angekündigt, will aber an den Plänen festhalten, die bestehenden Schulen zu verdichten und Freiraum für Schüler in Innenstadtgebieten weiter zu verknappen. Deshalb protestieren wir weiter, verbünden uns mit anderen Schulen und machen solange weiter, bis die Politik im Altonaer Kerngebiet neue Schulplätze mit neuen Schulen schafft – denn mindestens eine neue Grundschule und eine neue Stadtteilschule fehlen im Zentrum von Altona, in Ottensen.

Anlass für den Protest, ist u. a. die Erweiterungen der Max-Brauer-Grundschule am Rande nach Bahrenfeld. Die Max-Brauer-Schule ist sehr beliebt und eine Reformschule. In unmittelbarer Umgebung dieser Schule sind viele neue Wohnungen gebaut worden. Die Grundschule soll nun 6-zügig werden – also 6 Erste Klassen bekommen – und muss entsprechend erweitertet werden, aus Sicht des Elternrats der Schule auf Kosten des Schulhofs und damit der Schüler. Siehe Hamburger Abendblatt

Hauptproblem dabei ist jedoch die weiterführende Schule ab Klasse 5. Die Max-Brauer-Schule oder Stadtteilschulen mit angeschlossener Grundschulen, sind dazu verpflichtet, die Kinder aus der Grundschule in Klasse 5 zu übernehmen, wenn die Eltern dies wollen. Das bedeutet bei der Max-Brauer-Schule dass bei der Max-Brauer-Stadtteilschule künftig zu wenig freie Plätze für Kinder aus anderen Schulen Altonas zur Verfügung stehen werden, was sehr ungerecht ist. Nun sagt die Behörde, dass dann eben die Züge der 5. Klassen erhöht werden, was weitere Baumaßnahmen auf Kosten des Freiraums und des Schulhofs erfordern würde. So entstünde eine „Mega-Schule“, die für Lehrer und Kinder unübersichtlicher und anonymer wäre. Dagegen wehren sich die Altonaer Eltern und fordern eine neue Schule im Kerngebiet Altonas. Siehe auch den Beitrag auf NDR.DE

Ich erinnere mich noch sehr gut, als wir Bürger damals die CDU-Regierung abwählten und Olaf Scholz – jetzt Bundesfinanzminister – zum Bürgermeister machten. Das taten wir auch aufgrund der großen Wohnungsnot gerade in den zentralen und beliebten Viertel der statt – vorgeblich Altona und St. Pauli. Der SPD-Senat nahm sich der Sache an und seit dem wird gebaut und gebaut, das es nur so kracht. Es sind kaum noch Betriebe zu bekommen, die bauen können, es sind in den letzte 10 Jahren sehr viele Wohnungen entstanden. Das wollten die Bürger so. Nur in Altona – und anderen sehr verdichteten Viertel – hat man das mit den Schulplätzen aus verschiedenen Gründen unterschätzt und die Problematik übersehen. Jetzt haben wir den Salat. Es sieht so aus, als würde sich der Senat und allen voran Schulsenator Thies Rabe die Sache sehr einfach machen – und als agiere der Elternrat der Max-Brauer-Schule am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Um etwas zu bewegen, gehen die Eltern nun am Wochenende auf die Straße, machen sich ihrem Ärger Luft und fordern vom Senat eine neue Schule in Altona.

Treffpunkt
Samstag, 30. März 2019 um 11:00
Vor der Theodor-Haubach-Schule, Haubachstraße 55, 22765 Hamburg

Demo-Route
Start an der Theodor-Haubach-Schule, Neue-Mitte-Altona, 11.30 Uhr Gymnasium Allee, 12.00 Uhr Grundschule Bahrenfelder Straße / Vivo , 12.30 Uhr Kundgebung Mottenburger Twiete (gegenüber Spritzenplatz/Wochenmarkt), 13.15 Uhr Grundschule Rothestraße, 13.30 Uhr Abschluss am Altonaer Balkon (bei schönem Wetter mit Picnic. Gerne Essen + Trinken mitbringen).

Website: www.dasmussandersgehen.de

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