Walls Can Dance 2020

Walls Can Dance 2020

Vier neue Wandgemälde im Hamburger Süden – Hamburgs erste zusammenhängende Freiraumgalerie für Urban Art wächst weiter. Die Walls Can Dance Festivalwoche wurd jetzt erfolgreich beendet.

Wer vor dem 20 x 8 m großem Störtebeker des Künstlerduos DXTR & Rookie am Kanalplatz steht, sollte Zeit mitbringen. Wie in einem Wimmelbild wird der
Betrachter immer weiter hineingesogen und entdeckt so allerhand interessante Einzelheiten. Aber der bekannte Hamburger Seemann ist nicht der einzige, der ab sofort Kunstbegeisterte und die Harburger Nachbarschaft gleichermaßen anzieht. Schon von weitem ist der Taucher von Innerfields sichtbar, der am Kanalplatz über Menschen, Häusern und Booten thront. Auch die international bekannten Künstler-/innen Dave the Chimp und JuMu Monster haben in diesem Jahr beeindruckende neue Werke für die seit 2017 stetig wachsende Freiraumgalerie in Harburg erschaffen, die im Rahmen des Kunstprojekts Walls Can Dance entstehen.

Insgesamt zieren nun bereits neun großflächige Fassadengestaltungen (sogenannte Murals) die zuvor tristen Hauswände im Harburger Binnenhafen und der Harburger Innenstadt. Begeisterung bei den Passanten, die während der Festivalwoche die Entstehung der Kunstwerke live an den Wänden verfolgten. Am Wochenende nahmen zahlreiche Besucher/-innen am Walls Can Dance Rahmenprogramm teil. Vor zauberhafter Kulisse unter historischen Hafenkränen tummelten sich zahlreiche Interessierte bei Graffiti Workshops oder Open Air Kino im Harburger Binnenhafen und konnten dabei die Fertigstellung der Murals live verfolgen. Ein großer Erfolg waren auch die 12 ausgebuchten geführten Rundgänge zu den einzelnen Kunstwerken. Aufgrund der großen Nachfrage werden in den nächsten Wochen weitere Rundgänge angeboten: Termine zeitnah hier: www.wallscandance.de

Ein letztes Highlight für dieses Jahr bildet der Schulworkshop „Kinderrechte – Was hat das mit mir zu tun“, bei dem die Freiraumgalerie um ein weiteres Kunstwerk wachsen wird. Gemeinsam mit dem Künstlerduo Various & Gould entwickeln Schüler/innen der Goethe Schule in Harburg Collagen für die künstlerische Gestaltung eines fast 40m langen Bauzauns in der Harburger Innenstadt.

Jana Fux (Künstlerische Koordination & Vermittlung): „Wir sind sehr stolz und glücklich über den Verlauf und Ausgang der letzten sehr spannenden und ereignisreichen Woche. Die künstlerischen Interventionen in der Harburger Innenstadt und im Binnenhafen bilden einen gelungenen symbolischen Brückenschlag zwischen beiden Stadtteilen. Das Urban Art Institute schmiedet bereits Pläne für die Fortsetzung des Projekts in 2021.“

Mit Kreativität Brücken schlagen

Walls Can Dance will Brücken schlagen: Ziel der Freiraumgalerie ist es, die räumlich separierten Teile Harburgs, den Binnenhafen sowie die Innenstadt durch die Kraft der Kunst symbolisch miteinander zu verbinden und Interaktionspunkte in beiden Stadtteilen zu schaffen. Interessierte, die die Kunstwerke in beiden Stadtteilen entdecken möchten, finden hier eine digitale Karte, die alle Mural-Standorte anzeigt: (wallscandance.de/karte).

Walls Can Dance Karte

Wer steckt hinter Walls Can Dance?

Walls Can Dance wird vom Urban Art Institute Hamburg kuratiert. Das Projekt bringt großformatige Kunst in Hamburgs Süden. Das Urban Art Institute Hamburg fördert und pflegt zeitgenössische Erscheinungsformen von Kunst und Kultur im städtischen Raum. Der 2016 gegründete, gemeinnützige Verein trägt zur diesbezüglichen öffentlichen Meinungsbildung bei und fördert den Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen. Das Urban Art Institute handelt aus der Überzeugung, dass Kunst und Kultur wichtige Faktoren für eine soziale und inklusive Stadtgesellschaft darstellen und agiert in diesem Sinne.

Walls Can Dance hat eine Reihe von Unterstützern und Freunden und wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Harburg und das ahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung.

Titelfoto: (c) Urban Art Institute, Jerome Gerull

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