Von Hamburg an den Timmendorfer Strand – Ausflugstipp mit Bus & Bahn

Von Hamburg an den Timmendorfer Strand – Ausflugstipp mit Bus & Bahn

Ein echter Sommerausflug: Von Hamburg zum Timmendorfer Strand mit der Bahn. Kann man natürlich zu jeder Jahreszeit machen, aber ich habe den kürzlich an einem wunderschönen Frühlungswochenende genossen, das schon beinhahe Sommer war!

Vom Bahnhof Altona im Westen Hamburgs braucht der Zug zum Bahnhof Timmendorfer Strand fast 1,5 Stunden. Die Strecke ist gut gebucht und die Züge voll. Zumindest bis Lübeck. Was man aber manchmal von der Autobahn hört, die ja bekanntlich einen Großteil der Strecke dreispurig ist, ist dagegen keine Alternative. Die Fahrt kostet knapp 20,- Euro und ist mit mehreren auf dem Schleswig-Holstein-Ticket für jeden einzelns günstiger. Bei richtig gutem Wetter ist das aber nicht entscheidend, sondern dass man kurzfristig, also ganz spontan einfach ohne Auto an die Ostsee fahren kann und einen wundervollen Tag am Meer am Timmendorfer Strand verbringen kann.

Der Tag am Meer mit den Fantastischen Vier

Sehenswürdigkeiten am Timmendorfer Strand: Das Hunke-Haus

Wie das Manager Magazin weiß, hat „der Hamburger Unternehmer Jürgen Hunke, ehemaliger HSV-Präsident und heutiger Aufsichtsrat des Vereins, hat in Timmendorfer Strand an der Lübecker Bucht ein Wohnensemble errichtet, das in vielen Details asiatisch geprägt ist“. Wenn man die grellweißen Gebäude an der Timmendorfer Promenade vorm Ostsee-Strand so schimmern sieht, fällt einem alles Mögliche ein, aber nicht Asien. Es sieht ja auf Bildern ganz toll aus, aber Charme hat die Sache nicht. Das ganze Ensemble wird so dermaßen deplatziert, laut und protzig, so neureich und geschmacklos, dass man zwar zu staunen bereit ist, es aber auf keinen Fall bewohnen möchte. Was treibt einen erfolgreichen Mann in solche Mauern?

Hunke-Haus am Timmendorfer Strand

Wochenend-Haus von Jürgen Hunke am Timmendorfer Strand

Man kennt Jürgen Hunke hauptsächlich im Zusammenhang mit dem HSV. Viel mehr möchte man eigentlich gar nicht vom ihm wissen, gerade sympathisch wirkt der Mann nicht. Es gab ja auch immer mal Ärger um Hunke, auch um sein Teethaus auf dem Steg am Timmendorfer Strand. Da wird immer mit Geld hantiert, da geht es um Summen, mit denen die normalen Bürger nichts mehr zu tun haben. Und in der Tat ist die Ostsee an bestimmten Stellen zu einem edlen Pflaster verkommen, das sich kaum jemand noch leisten kann. Die Preise für die Eigentumswohnung in Timmendorf und die Mieten für die Bürger, die Sache mit der Kurtaxe und die unverschämten Getränkepreise passen zu den Hunke-Gebäuden wie die Faust aufs Auge.

Dabei hat der Timmendorfer Stand durchaus charmante Seiten, die sehens- und erlebenswert sind. Abgesehen von der Ostsee mit ihrem hier karibischen hellen Standstrand. Einige historischen Villen vom Anfang des letzten Jahrhunderts stehen noch, sind renoviert und fungieren teilweise als Hotels. Sie bilden einen brutalen Kontrast zu den Baussünden, die es hier natürlich auch gibt. Da fällt es zumindest mir leicht, zu behaupten, dass wenn ich Millionär wäre, ich eher ein solches Gebäude erwerben und restaurieren würde, als mit einem aalglatten Neubau den Bürger vor den Meeresblick zu protzen.

Historische Villa in Timmendorfer Strand

Historische Villa an der Promenade in Timmendorfer Strand

Ich noch ein paar Impression von einem Ausflug am letzten April-Tag des Jahres!

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