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Kapelle Herrenweide

CD-Release Kapelle Herrenweide – Elend und Verschwendung

1 Kommentar

Die fünf Herren Kapellmeister, personell ein gelebtes Nord-Süd-Gefälle zwischen tiefstem Bayern und höchstem Norden, bleiben eine Ausnahmeerscheinung in der hanseatischen Musiklandschaft. Augenzwinkernde Poesie, bezauberndes Charisma und der nachbarschaftliche Charme einer lange gewachsenen Freundschaft stürzen sich in ein verzückend tanzbares Gerangel, dessen leidenschaftliche Dynamik sich nur schwer in Worte kleiden lässt. Dieser Tage holt die Band zwischen Balkanbeats und Heimathafen das Silbertablett aus der hochseetauglichen Kajüte.

Darauf: „Elend und Verschwendung“, einst geheime Losung, um einen angesagten Hamburger Indie-Club durch die Hintertür betreten zu dürfen, heute vielzitierter Schlachtruf der Kapellmeister und ihrer Fans. Vor allem aber Titel des neuen Albums der fünf Krawattenträger. Der Ballon, den die Band nicht nur auf dem Albumcover steigen lässt, enthält mehr als heiße Luft.

Kapelle Herrenweide – Elend und Verschwendung

Wie ein Querschläger außerhalb ballistischer Grenzen, surrende Haken schlagend, kreiselnd und tanzend Löcher ins Mauerwerk zeitgenössischer Popmusik reißend, gebärdet sich dieser Tonträger, dessen Name roter Faden und Programm zugleich ist. Mit schulterzuckendem Selbstverständnis verschmelzen in Kapellmeister Ralf Kornmanns eloquent abstrahierenden Texten Systemkritik, Verlust und Entfremdung in den Armen kratzbürstiger Gitarren und eines treibenden Offbeat -Akkordeons zu dringlichen Statements und liebevoller Herzlichkeit. Sei es die ungestüm reißende Punk-Brandung in „Ganz großes Kino“, die sensible Verneigung vor dem alten Singspiel des weltumsegelnden Matrosen in der „Moritat vom kleinen Kapellmeister“, die verzweifelte, fast gewalttätige Energie des Walzers „Dein Herz Alabaster“, das von Blasinstrumenten getriebene „Feierabendland“ oder die Entschlossenheit des Titelsongs „Elend und Verschwendung“: Die Kapelle Herrenweide verknüpft all diese Elemente leichtfüßig zu einem charmanten Parkett auf dem Paartanz, Pogo und Polonaise grinsend bei Schnaps und Bier Händchen halten und sich gegenseitig den gestreckten Mittelfinger zeigen.

„Elend und Verschwendung“ erscheint am 23. Mai 2014 als Download, CD im schicken Digipack und Vinyl mit exklusivem Bonustrack plus Downloadcode.
www.kapelleherrenweide.de

Foto: © Ralph Richardson

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1 Kommentar

  • 6. Juni 2014 zu 08:58
    Mediennerd

    das Album begleitet mich jetzt einige Tage und ich hab es immer mal wieder drinne. Leider sind mit 11 Tracks ein paar wenige nur drauf, was in meinen Augen für ein Album leider viel zu wenig ist. Das ärgert mich dann immer am meisten wenn der Rest des Album sehr gut ist, wie hier auch. Ich hätte mir also durchaus noch einige Tracks mehr gewünscht, kann euch aber trotzdem zu einem Kauf raten, weil du hier wirklich gute Musik gepaart mit super Texten bekommst. Hör einfach mal rein.

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