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Green Food Festival Hamburg 2026: Genuss trifft Verantwortung

5. September 2026 @ 12:00 20:00

Banner: Green Food Festival Hamburg 2026

Gutes Essen beginnt lange vor dem gedeckten Tisch. Es beginnt auf dem Acker, im Stall, in Gärtnereien und kleinen Manufakturen. Es hängt davon ab, wie Lebensmittel angebaut, verarbeitet, transportiert und verkauft werden – und davon, welchen Preis wir als Gesellschaft dafür zu zahlen bereit sind.

Das Green Food Festival möchte diese Zusammenhänge sichtbar machen. Am Samstag, dem 5. September 2026, bringt seine fünfte Ausgabe landwirtschaftliche Betriebe, Lebensmittelproduzenten, Start-ups, Fachleute und ein genussfreudiges Publikum auf St. Pauli zusammen.

Von 12 bis 20 Uhr verteilt sich das Festival auf zwei nahe beieinanderliegende Orte: Der Genussmarkt findet in der Rindermarkthalle statt. Die Green Talks, Workshops und weitere Programmpunkte ziehen in den resonanzraum im ersten Obergeschoss des Grünen Bunkers.

Der Eintritt ist frei.

Genussmarkt in der Rindermarkthalle

Auf dem Genussmarkt präsentieren Bio-Höfe, Manufakturen und nachhaltige Food-Start-ups ihre Produkte. Viele der beteiligten Betriebe stammen aus Hamburg und Norddeutschland.

Im Mittelpunkt stehen Lebensmittel, die nicht anonym für einen möglichst großen Markt produziert werden. Hinter ihnen stehen Menschen, die sich mit ökologischer Landwirtschaft, regionalen Kreisläufen, gutem Handwerk und verantwortungsbewusster Produktion beschäftigen.

Das Angebot umfasst regionale und pflanzenbasierte Köstlichkeiten, handwerklich verarbeitete Lebensmittel sowie neue Produktideen. Bei Tastings können Besucher probieren, was die Betriebe herstellen, und unmittelbar mit den Menschen sprechen, die dafür verantwortlich sind.

Genau darin liegt eine Stärke des Festivals: Zwischen Erzeugern und Verbrauchern steht für einen Tag kein Supermarktregal. Fragen zu Herkunft, Zutaten, Tierhaltung, Anbaumethoden oder Verpackungen können direkt gestellt werden.

Stadt und Land kommen miteinander ins Gespräch

Das Green Food Festival steht unter dem Gedanken, Stadt und Land wieder stärker miteinander zu verbinden.

In einer Großstadt erscheinen Lebensmittel häufig als fertige Produkte. Sie liegen verpackt im Regal, werden geliefert oder stehen wenige Minuten nach der Bestellung auf dem Tisch. Wie viel Arbeit, Boden, Wasser, Energie und Wissen in ihnen steckt, bleibt dabei leicht unsichtbar.

Das Festival holt die Menschen hinter den Lebensmitteln in die Stadt. Landwirtschaftliche Betriebe treffen auf Gastronomie, Lebensmittelhandwerk, Wissenschaft, Politik und ein Publikum, das genauer wissen möchte, was es eigentlich isst.

Dabei geht es nicht um den erhobenen Zeigefinger. Nachhaltige Ernährung muss schließlich mehr können, als moralisch einwandfrei zu wirken. Sie sollte schmecken, alltagstauglich und möglichst bezahlbar sein. Sonst bleibt sie ein schönes Konzept für jene, die genug Zeit, Geld und Bioläden in Laufweite haben.

Green Talks im Grünen Bunker

Parallel zum Genussmarkt finden im resonanzraum im Grünen Bunker die Green Talks statt. Sie bilden den inhaltlichen Mittelpunkt des Festivals.

Auf der Bühne kommen Menschen aus Landwirtschaft, Gastronomie, nachhaltiger Wirtschaft, Lebensmittelproduktion, Wissenschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen miteinander ins Gespräch.

Diskutiert werden unter anderem folgende Fragen:

  • Was machen nachhaltig arbeitende Lebensmittelunternehmen anders?
  • Wie können Betriebe wirtschaftlich erfolgreich sein und zugleich Verantwortung für Umwelt, Beschäftigte und Gesellschaft übernehmen?
  • Wie sieht eine zukunftsfähige Landwirtschaft aus?
  • Welche Rolle werden Tiere künftig in der Landwirtschaft spielen?
  • Was verändert sich durch die Hamburger Ernährungsstrategie?
  • Wie hängen Ernährung und seelisches Wohlbefinden zusammen?
  • Wie kann gesundes Essen zugleich unkompliziert, genussvoll und bezahlbar sein?

Die Gespräche machen deutlich, dass die Zukunft unserer Ernährung nicht allein beim individuellen Einkauf entschieden wird. Auch landwirtschaftliche Rahmenbedingungen, Bodenpreise, öffentliche Verpflegung, Förderpolitik, Handel und Gastronomie bestimmen, welche Lebensmittel produziert werden und wer sie sich leisten kann.

Ernährung, Landwirtschaft und psychische Gesundheit

Als Eröffnungsgast ist Fritjof Nelting angekündigt. Der Therapeut für klinische Psycho-Neuro-Immunologie und Experte für Psychosomatik beschäftigt sich mit der Verbindung von Ernährung, landwirtschaftlicher Produktion und Gesundheit.

Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf einzelne Nährstoffe oder vermeintlich perfekte Ernährungspläne. Entscheidend ist auch, unter welchen Bedingungen Lebensmittel entstehen und wie sich Ernährung auf den gesamten Menschen auswirkt.

Gerade der Zusammenhang zwischen Essen und psychischem Wohlbefinden erhält inzwischen mehr Aufmerksamkeit. Ernährung kann die seelische Gesundheit nicht allein steuern und schon gar keine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung ersetzen. Sie ist jedoch ein wichtiger Teil des körperlichen und sozialen Umfeldes, in dem Gesundheit entsteht.

Beim Festival wird dieses Thema mit der Frage verbunden, wie eine nachhaltige Landwirtschaft zur Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt beitragen kann.

Workshops und Tastings

Neben Markt und Gesprächsrunden gehören Workshops und Tastings zum Programm. Besucher können dabei Produkte nicht nur probieren, sondern sich intensiver mit ihrer Herstellung und Verwendung beschäftigen.

Das Festival richtet sich ausdrücklich nicht nur an Fachleute. Auch Menschen, die sich bislang wenig mit nachhaltiger Landwirtschaft oder der Struktur unseres Ernährungssystems beschäftigt haben, können einen unkomplizierten Zugang finden.

Dazu kommen Kunst und Musik. So bleibt der Tag kein achtstündiger Fachkongress über Bodenqualität und Lieferketten. Das wäre zwar wichtig, könnte aber spätestens am frühen Abend selbst ausgesprochen engagierte Menschen in die Flucht schlagen.

Angebote für Kinder und Familien

In der Rindermarkthalle ist auch ein Kinderprogramm vorgesehen. Damit eignet sich das Green Food Festival für einen gemeinsamen Familienbesuch.

Kinder können Lebensmittel, Landwirtschaft und Verarbeitung auf eine andere Weise kennenlernen als über Verpackungen, Werbefiguren oder den schnellen Einkauf im Supermarkt. Workshops und spielerische Angebote schaffen einen konkreteren Bezug zu dem, was täglich auf dem Teller liegt.

Für Familien bietet die Kombination aus Markt, Probiermöglichkeiten und Mitmachprogramm genügend Abwechslung. Während Erwachsene mit Erzeugern und Produzenten sprechen, müssen Kinder nicht geduldig danebenstehen und so tun, als interessierten sie sich brennend für Zertifizierungsverfahren.

Zwei Veranstaltungsorte auf St. Pauli

Der Genussmarkt findet in der Rindermarkthalle St. Pauli am Neuen Kamp statt. Die Markthalle liegt unmittelbar am Heiligengeistfeld und ist mit der U-Bahn über die Station Feldstraße erreichbar.

Die Green Talks werden im resonanzraum im Grünen Bunker veranstaltet. Er befindet sich im ersten Obergeschoss des ehemaligen Flakbunkers an der Feldstraße.

Beide Veranstaltungsorte liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Besucher können deshalb problemlos zwischen Markt, Workshops und Gesprächsprogramm wechseln.

Wer bestimmte Green Talks besuchen möchte, sollte vorher einen Blick auf die aktuellen Anfangszeiten werfen. Das gilt besonders dann, wenn zwischendurch noch ausgiebig probiert, eingekauft und über die erstaunlich komplizierte Zukunft des Mittagessens gesprochen werden soll.

Green Food Festival Hamburg 2026: Termin und Orte

Datum: Samstag, 5. September 2026
Uhrzeit: 12 bis 20 Uhr
Eintritt: frei

Genussmarkt und Kinderprogramm:
Rindermarkthalle St. Pauli
Neuer Kamp 31
20359 Hamburg

Green Talks, Tastings, Workshops, Kunst und Musik:
resonanzraum St. Pauli, 1. Obergeschoss des Grünen Bunkers
Feldstraße 66
20359 Hamburg

Weitere Programminformationen veröffentlicht das Green Food Festival auf seiner offiziellen Website.

Kostenlos

Rindermarkthalle St. Pauli

Neuer Kamp 31
Hamburg, 20359 Germany
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