Traditionell an dieser Stelle meine Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2026. Mein kleine Jazzvermittlung zu Hamburgs größtem Festival.
NDR Bigband & John Beasley – Main Stage am Freitag, 10.7.26 von 17:45 – 18:45 Uhr
Die NDR Bigband gehört ohne jeden Zweifel zu den besten Big Bands, zu den besten Jazzbands Deutschlands. Es ist immer wieder eine große Freude, diese große Band in Hamburg zu erleben. Auf dem ELBJAZZ mit John Beasley als Gaststar am frühen, heißen Freitragabend. Es war fantastisch. Leider habe ich davon keine Videoaufnahmen, aber vielleicht kommen die noch. Bis dahin hier dieses kleine Promo-Video:
Herbert & Momoko – Helgen Stage am Freitag, 10.7.26 von 18:45 – 19:45 Uhr
Jamie Cullum – Main Stage am Freitag, 10.7.26 von 19:45 – 21:15
Jamie Cullum braucht man nicht entdecken, den hat man schon entdeckt. Er ist der zweite Weltstart, der beim Elbjazz 2026 in Hamburg auftrat. Seine leichte, unterhaltsame und sehr humorvolle Art, schlägt alle in ihren Bann. Und erstrecht seine unvergleichliche Stimme, die Art zu singen, der charmante Bariton, mit dem der seinen Jazz unterpretiert. Was mir besonders gut gefallen hat und was ich leider nicht dokumentieren konnte, was seine Version des Jazz-Klassikers: I get a Kick out of you von Cole Porter, bekannt geworden in der Version von Frank Sinatra! Ich kannte Jamies Version schon, aber an diesem Abend habe ich sie neu entdeckt und somit gehört auch dies zu meinen Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2026
Christone “Kingfish” Ingram – Helgen Stage am Samstag, 11.7.26 von 19:00 – 20:00 Uhr
Christone spielt Bluesrock mit einer fantastischen Band. Schlagzeug (Christopher Blac), Bass (Paul Rogers), Keyboard (Deshawn „D’Vibes“ Alexander ) und er an der Leadgitarre. Seine Solis ist sehr fein gespielt, in seiner Erscheinung er erinnert er, wenn er richtigen amerikanischen Blues spielt an den legändären B.B. King, der sicher sein Vorbild ist. Mr Kingfish bietet aber einiges mehr an Körperumfang. Ich hörte hier aber auch den besten Basssound des gesamten Festivals. Paul Rogers hat einen extrem guten, Funk-Blues-Rock-Bass gespielt, dass ich wieder richtig Bock gekriegt habe, mir eine Band zu suchen. Denn das war und ist eine richtige Band, ein richtig geile Rock-Band, Blues-Band, Funkband. Insgesamt geht das nicht besser. Fantastischer Auftritt
Mir gelang es noch dieses kleine Video zu machen, als Mr Ingram von der Bühne kam und sich, umringt von drei Security-Leuten, durch das Publikum solierte. Das war überrascht und super. Passt zu siener Musik. Vor allem, weil die Band sehr stabil den Song durchspielt. Aus meiner Sicht getragen von einem hervorragenden Bass, der mich zu jeder Zeit und nachhaltig begeisterte.
Eine solche Bluesrock-Kapelle hatte ich zum ELBJAZZ nicht erwartet. Und vielleicht gerade deshalb gehört Christone “Kingfish” Ingram zu meinen tollsten Entdeckungen auf dem ELBJAZZ Festival 2026. Ich hatte in der Hitze des ausklingenden Sommertages auf dem alten Helgen in Blohm+Voss eine brillante Stunden. 1000 Dank!
Hier seine Website: https://www.christonekingfishingram.com/
Snarky Puppy – Main Stage am Samstag, 11.7.26 von 20:00 – 21:15 Uhr
Snarky Puppy kannte ich bisher nicht. Es gehört zu meinen Top-Meine Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2026. Die 10-köpfige Band durfte sogar 1.15 spielen und das auf jeden Fall mit Recht. Es dauerte etwas, denn die große Band spielt komplexe Arrangement, aber irgendwann hat es mich gepackt. Die große Spielfreude dieser Musiker übertrug sich auf das gesamte Publikum. Bandleader und Bassist Michael League stand auf der Bühne und fühlte, fühlte seine Band, die Töne, die Musik, die Rythmen, die Magie dieser einzigartigen Truppe. Die “bissigen Puppen” muss man als Jazz- und Musikfan gesehen haben. Ich war jedenfalls hellauf begeistert und hätte die stundenlang weiterhöhren können.
Zufällig trag ich eine alte Freundin auf dem ELBJAZZ Festival, eine Sängerin, die mit ihrem Mann, einem Pianisten, dort war. Dieser erzählte mir von der Band, die er schon lange kannte und dessen Fan der war. Er hat sie schon in den USA, Londong und Rotterdamm gesehen.
Snarky Puppy ist ein US-amerikanisches Musiker-Kollektiv für Jazzrock und Fusion. Der Bassist Michael League gründete die Gruppe im Jahr 2004 in Denton, Texas. Das Kollektiv besteht aus etwa 25 Mitgliedern (wie gesagt: beim Elbjazz waren es 10, man spiel in unterschiedlicher Besetzung, je nach Bedarf und Verfügbarkeit). Bekannt wurde die Band durch ihre Live-im-Studio-Alben. Die Band gewann bisher fünf Grammys.
Mehr zu diesem tollen und ungewöhnlichen Band-Kollektiv unter www.deutschlandfunk.de/snarky-puppy-1-2-jazz-funk-rock-kollektiv-100.html und natürlich auf ihrer Website: https://snarkypuppy.com/
Tom Jones – Main Stage am Samstag, 11.7.26 von 22:30 – 0.00 Uhr
Der unvergleiche Mr. Sexbomb Tom Jones ist schon 86 Jahre alt und gerade auf Tour. Eine große Freude, dass ELBJAZZ ihn als Headliner gewinnen konnte. Er ist zwar weniger Jazz, als internationaler Schlager, aber wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papst. Schön, dass es ihn gibt und dass ich ihn, das wir ihn erleben durften. So viele Touren und Konzerte wird er nicht mehr geben. Und so wollte ich seinen Auftritt auf der Main Stage am Samstagabend trotz Fußball-WM auf keinen Fall verpassen. Und er feierte dann auch seine Welthits ab. Man ist immer wieder erstaunt, wie viele das waren. Alles Ohrwürme, alles Musikgeschichte. Toll.
Er ließ sie jedoch von sein Band nicht mit voller Wucht spielen, sondern eher rythmisch gemäßigt, oft halbakkustisch und latent zurückgenommen. So kam natürlich seine “goldene Stimme” besser zur Geltung. Ich vermute aber, dass es eine konzession an sein Alter war. In der Tat brauchte er ein paar Songs, bis seine Stimme voll da war. Die Lightshow war toll, der Sound auch, Tom Jones ist eine lebende, sehr lebendige Legende und seine altbekannten Hits gehören auch irgendwie zu meinen neuen Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2026
Meine Entdeckungen auf dem ELBJAZZ Festival 2026: was toll war
- Die Auswahl der Bands
- Die sanitäre Situation
- Das Tanzen der New Swing Generation
- Das Timing (pünktliche Auftritte)
- Besetzung der Fahrstühle im Alten Elbtunnel
- Der Bus-Shuttle
Meine Entdeckungen auf dem ELBJAZZ Festival 2026: was Luft nach oben hat
- Zu wenig Sitzplätze
- Die Wege zur Hamburg Stage und zur Schiffbauhalle
- Fähre: viel zu wenig Kapazität (Samstag um 23.30 Uhr war die Fähre voll und fuhr 10 Minuten früher los). Überflüssigerweise schippern die noch eine kleine Hafenrundfahrt und nicht direkt von Anleger zu Anleger; und das bedeutet, dass man einem Wortschwall der Hafenrundfahrtslabertaschen ausgesetzt ist. Vielleicht, vielleicht etwas für Hamburg-Besucher. Für uns Hamburger absolut überflüssig. Das sollte man grundsätzlich ändern
- Die Eintrittspreise sind für Normalsterbliche kaum erschwinglich

