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Cover: Hammonia Stadtvilla Hoheluft

Buch: Hammonia Stadtvilla Hoheluft von Kai Lüdders

5 Kommentare

Mit dem neuen Buch über die „Stadtvilla Hoheluft“ des Hamburger-Autors handelt es sich um den ersten Teil der Hamburg-Trilogie „Hammonia“. Ich verlose hier drei Exemplare des Romans.

Hammonia – Stadtvilla Hoheluft: Unsere Mütter, unsere Väter

Hamburg 1991: In Zeiten deutscher Wiederver- einigung und immer stärker werdendem Konkur- renzkampf in der Handelsbranche, versucht die Chefin eines der größten Firmenimperien Ham- burgs und Haupteigentümerin tausender BEST- KAUF-Supermärkte, Adele Bartelsen, ihr Erbe an ihre Söhne zu übergeben. In „Hammonia – Stadtvilla Hoheluft“zeichnet Kai Lüdders den Auftakt einer atmosphärisch dichten Familiensaga vor der Kulisse Hamburgs im 20. Jahrhundert.

Während sich der mittlere Sohn der Familie, Konstantin, und der Adop- tivsohn Gero aus den Firmengeschäften heraushalten, wird die brüder- liche Rivalität zwischen den anderen beiden Söhnen Claus und Hans immer stärker. Obwohl Claus der Ältere ist, fühlt er sich von der Mutter vernachlässigt, vom Bruder hintergangen und von seiner Frau ausge- nutzt. Als ein scheinbar lukratives Immobiliengeschäft in Berlin an ihn herangetragen wird, sieht er seine Chance, sich vor den Augen der Familie zu profilieren und hinter deren Rücken einen entscheidenden Deal auszuhandeln. Allerdings muss er bald feststellen, dass mächtige Feinde sowohl das Unternehmen als auch ihn bedrohen. Und als aus dem Nichts ein alter Bekannter seiner Mutter auftaucht, wird seine Welt endgültig auf den Kopf gestellt. Die Matriarchin Adele Bartelsen ver- sucht ein letztes Mal die Familie zusammen zu halten und ihr Lebens- werk zu retten.

Mit viel Tempo schildert Kai Lüdders, inspiriert von wahren Begeben- heiten eines großen deutschen Supermarktkonzerns, die Abgründe und Dramen der Familie Bartelsen inmitten detailreicher Ortsbeschreibun- gen der Hansestadt. Gespickt ist die Erzählung mit plastischen Schilde- rungen von Hamburgs Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aus der Sicht der jungen Adele – ein grandioser Auftakt zur neuen Hamburg-Trilogie.

Kai Lüdders wurde 1977 in der wunderschönen Hansestadt Hamburg geboren und wuchs dort mit seinen beiden älteren Brüdern auf. Nach dem Abitur studierte er Rechts- und Politikwissenschaften. Nachdem er mehrere Jahre als Rechtsanwalt gearbeitet hatte und in diesem Beruf viele menschliche Abgründe kennen lernen durfte, zog es den Hanseaten beruflich in das politische Berlin in dem er noch mehr menschliche Abgründe antraf.

Ich mag historische Stoffe, bin aber kein Freund von Familiensagas. Auch hanseatische Kaufmannsfamilien interessieren mich nicht wirklich. Die Geschichte Hamburgs und einzelner Gebäude und Unternehmen ist aber sicher spannend und wertvoll. Ich bin nur nicht sicher, ob ich darüber in einem Roman lesen möchte. Kai Lüdders bietet nun mit dem ersten Band seiner Hammonia-Trilogie genau das an: Familiendrama und Hamburger Historie.

Der Name Hammonia ist schon solch eine Historie. Als alter Hamburger kann ich mich zwar kaum damit identifizieren – schon mit der Zitronenjette – aber jeder sollte wissen, was damit gemeint ist. Eine Hammonia-Skulptur steht auf der Brooksbrücke und wurde von Jörg Plickat 2003 entworfen. Wikipedia schreibt zu dem Begriff. „Hammonia – ist eine neulateinische Bezeichnung für die Stadt Hamburg. Als bildliche Allegorie in Form einer Frauenfigur repräsentiert die Hammonia die Stadt Hamburg (Stadtallegorie).“

Halten wir uns also lieber an die „Stadtvilla Hoheluft“. Jeder kennt Hohluft, den Stadtteil zwischen dem schnöden Eimsbüttel und dem mondänen Eppendorf mit seinem sich wichtig machenden „Generalsviertel“. Die Hamburger Arroganz hat viele Ort, Hoheluft ist einer davon. Man verbindet es nicht unbedingt mit Stadtvilla, da solch ausverschämten Gebäude heute eher in Othmarschen und Wellingsbüttel grassieren. Aber es es drum. Der Roman beginnt ja auch nach dem Krieg, also vor rund 70 Jahren, als es in Hamburg noch ganz anders aussah.

Der Roman ist gut geschrieben. Er geht zügig los und nimmt uns mit in die verwobene Familiengeschichte der Bartelsens. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Figuren eher Klischees sind, als tatsächliche Kaufleute. Aber wer sich in unserer Stadt auskennt und vielleicht die andere oder andere vornehme Dame samt Entourage live erlebt hat, der weiß, dass Klischees zu Fleisch werden können und eine erschreckend reale Basis haben. Daher meine instinktive Ablehnung gegen eine Geschichte, die sich mit solch einer Familie beschäftigt.

Ich bin aber sehr fest davon überzeugt, dass dieser Roman für historisch Interessierte Leser*innen und Hamburg-Fans ein unbedingte Bereicherung ist und daher eine sehr gute Urlaubslektüre. Man braucht dann unser wundervolles Hamburg nicht allzu sehr vermissen, wenn man im Flugzeug, am Strand oder im Zelt von den Konflikten der Kaufsmannsfamilie aus Hoheluft erfährt.

Ich verlose drei Exemplare des Romans „Hammonia – Stadtvilla Hoheluft“

Was meint ihr? Welche „hanseatische Kaufmannsfamilie“ verbirgt sich hinter der Geschichte der Familie Bartelsen? Einfach einen Kommentar hier drunter hinterlassen und/oder den Beitrag hier auf Facebook teilen. Mit etwas Glück erhälst du Ende des Monat ein Buch zum Hammonia – Stadtvilla Hoheluft von Kai Lüdders!

Hammonia – Stadtvilla Hoheluft

Buch hier kaufen
von Kai Lüdders
406 Seiten, Velum Verlag (28. Mai 2019)
Broschiert 14,- Euro
ISBN 3947424035

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5 Kommentare

  • 19. Juni 2019 zu 06:49
    Karin Walter

    Vielleicht handelt es sich um die Familie Otto?
    Ich würde mich jedenfalls sehr über einen Roman freuen!

    Antwort
  • 21. Juni 2019 zu 13:01
    Petra Hofmann

    ja Familie Otto ist naheliegend, aber vielleicht hat man auch die Familien Burda oder Albrecht nach Hamburg verfrachtet
    LG Petra

    Antwort
  • 23. Juni 2019 zu 15:38
    mabel

    Familie Otto vielleicht? Ich komme nicht aus Hamburg, deshalb nur geraten.

    Antwort
  • 27. Juni 2019 zu 13:42
    Michael Freyer

    Ich vermute eher die Streitigkeiten der Herz-Geschwister
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/streit-bei-tchibo-diese-herz-brueder-1463048.html
    sind das Vorbi´ld für diesen Roman

    Antwort
  • 6. Juli 2019 zu 20:57
    Kerstin

    Auch ich meine, dass es die Ottos sein könnten…

    Antwort

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