Altonale Kunstherbst 2019

Altonale Kunstherbst 2019

Altonale Kunstherbst bedeutet: über siebzig regionale und internationale Künstler*innen sind persönlich vor Ort und bieten aktuelle Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Grafik, Skulptur und Urban Art.

Erstmals wird Botanic Art Culture vom Künstlerduo Diehl & Wagenbach präsentiert. Diehl und Wagenbach arbeiten an der Schnittstelle Natur-Kunst-Mensch. Dabei entstehen Installationen, Objekte und experimentelle Werkformen, die die Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur fordern. Sie präsentieren Pflanzen und Pflanzenteile im dreidimensionalen Raum als begehbare Installation. Das Künstlerduo zeigt sowohl die Schönheit der Natur als auch das Bedürfnis des Menschen, untersuchen und archivieren zu wollen. Die zwei Naturkenner und staatlich geprüften Gestalter für Blumenkunst sind florale Begleiter verschiedener Lebensfeste und bieten auch Workshops an.

Außerdem zeigt der Altonale Kunstherbst prämierte Videoarbeiten von Student*innen der VIA Film & Transmedia Akademie aus Aarhus/Dänemark und stellt ausgewählte Installationen Hamburger Künstler*innen auf einer Sonderfläche im 3. Stock vor.

Weitere Highlights und Special Guests

Samstag, 26. Oktober, 18 Uhr
In meinem Kopf, da ist es Dunkelrot
Eine Videoperformance über Stimmen im Kopf
Im Frühjahr 2019 zog die dänische Klang- und Videokünstlerin Louise Vind Nielsen in das Museum Ovartaci, wo sie die sogenannte „Stimmen-Werkstatt“ eröffnete. Ihr Fokus lag auf Zuhören, Stimmen-Hören und anderen psychoakustischen Phänomenen. Durch Gespräche mit Stimmen-Hörenden, Soundkünstlern*innen und anderen „Experten“ untersucht Louise Stimmen-Hören nicht als ein unerwünschtes Symptom psychischer Erkrankungen, sondern als ein Phänomen, von dem wir Menschen lernen können. Wie wird Stimmen-Hören in anderen Kulturen wahrgenommen? Was passiert, wenn wir anfangen, den Stimmen zuzuhören und ihnen eine Bedeutung geben? Louise Vind Nielsen (*1984 in Morsø) studierte an der Jütländischen Akademie der bildenden Künste DJK in Aarhus und an der HfBK in Hamburg.

Sonntag, 27. Oktober, 15 Uhr
Auktion: Kunst unter’m Hammer
Ein Highlight auf dem altonale KUNSTHERBST ist die Kunstversteigerung. Ausgewählte Exponate starten hier weit unter dem Verkaufswert, und wer Glück hat, macht ein echtes Schnäppchen! Mehr als 30 Künstler*innen engagieren sich mit ihren Werken. Als Auktionator tritt Gerhard Fiedler auf, der die Originale mit trockenem Humor unter den Hammer bringt. Die Hälfte des Erlöses kommt dem altonale Freundeskreis e.V. zugute, der mit dem Geld die Kulturveranstaltungen der altonale unterstützt. Mitbieten lohnt sich also auf jeden Fall!

DesignFactory International – Reproduktion

20 Studenten*innen preisen die „Reproduktion“. Der Begriff, der in der aktuellen Kunst ebenso wie in der modernen Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist, steht im Fokus der inhaltlichen und künstlerischen Auseinandersetzung der Ausstellung zum diesjährigen Altonale Kunstherbst. Mit verschiedenen künstlerischen Techniken und Ausdrucksformen – z. B. Malerei, Collage, Zeichnung, Druck, Foto, Film und Rauminstallation stellen die jungen Künstler*innen ihre „reproduzierten“ Arbeiten in mehreren Räumen aus.

Eckhart Loer – Chaos und Totholz

In seinen Arbeiten setzt sich Eckhart Loer mit Chaos und Totholz auseinander, denn sie vereinen Leben und Neubeginn. Der Künstler sagt, dass er einen Holzhaufen nur darstellen kann, wenn er ihn „lesen“ kann. Dies gelingt ihm auf beeindruckende Weise mit Feder und Buntstift. Durch die gewählte Bildgröße wirken die Arbeiten kraftvoll, geradezu fotorealistisch und gleichzeitig aus der Nähe zeichnerisch nicht nur reizvoll, sondern mit ihrer Sogwirkung besonders intensiv.

Robert Pilecki – Realität der Kettensäge

Pilecki, geboren 1971, widmet sich seit zwanzig Jahren dem Thema Skulptur. Über geschweißte Metallskulpturen und Aluminiumgüsse kam er zur Kettensäge und somit zum Werkstoff Holz. Für ihn besteht der Reiz darin, mit einem Werkzeug das ursprüngliche Material so zu bearbeiten, dass neue Augenblicke geschaffen werden. Aus einem Baumstamm entsteht mithilfe der Kettensäge eine neue Realität. Pilecki verbindet in seiner Arbeit archaische Zeichenhaftigkeit mit der organischen Kraft des Materials.

mittenimwald – urban art

mittenimwald, ursprünglich selbst der Werbung entstammend, greift in seinen schablonierten Paste-Ups nur zu gern klassische Werbemechanismen auf. Er verquickt sie mit Punk und Tattooelementen zu einem eigentümlichen Mix aus Sex sells und Revoluzzertum. Angefangen bei seiner Plakatkampagne für Armut, Hunger und Mettwurst erstreckt sich mittenimwalds Motivwahl über metal-tätowierte Urban Beauties bis hin zu totenkopfverbrämten Pop-Art Ikonen. Hier mischt sich Kommerz mit Anarchie, Punk mit Werbung. Mittels ihres retardierenden Punkzitats scheinen mittenimwalds Arbeiten darauf hinweisen zu wollen, daß jede Revolution ihre Kinder frisst. Seine Arbeit entsteht während des altonale KUNSTHERBST an der Außenfassade des Gebäudes.

Monika Baum, Leiterin der kunst altonale, lädt nicht nur ausgesprochene Kunst-Kenner*innen zu einer Veranstaltung ein, bei der die unkomplizierte Begegnung mit Kunst im Vordergrund steht: „Freuen Sie sich auf spannende Begegnungen! Spielen Sie mit uns Kunst-Bingo am Samstag, zeichnen Sie beim Zentangle-Workshop an die Wand oder steigern Sie mit bei der großen Auktion am Sonntag. Wenn dabei Ihre Kaufleidenschaft geweckt wird – umso besser, denn ‚Kunst ist das Salz in der Lebenssuppe‘ (Mika Brown).“

Altonale Kunstherbst

Am 26. und 27. Oktober 2019 von 11/12.00 – 19/18.00 Uhr
Tagesticket 7,- Euro (erm. 5,- Euro)
Wochenendticket 10,- Euro (erm. 8v Euro)
Unter 18 Jahren frei

Programm Altonale Kunstherbs
Samstag, 26. Oktober:
12 bis 19 Uhr Ausstellung und Verkauf
Offener Workshop Zentangle®
15 Uhr Kunst-Bingo/Bühne, Café 1. OG
18 Uhr Louise Vind Nielsen Performance/Bühne, Café 1. OG
Sonntag, 27. Oktober:
11 bis 18 Uhr Ausstellung und Verkauf
Offener Workshop Zentangle®
15 Uhr Auktion/Bühne, Café 1.OG

Für das leibliche Wohl sorgt das charmante Duo Naylor Holmsten und Tom Lanzki von Johnny’s Café

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Henkel/Schwarzkopf-Gebäude Altona

Hohenzollernring 127, 22763 Hamburg
Siehe Google Map

Auto und Fahrrad: Park-/Stellplätze auf dem Gelände
Bahn / Bus: Vom Bahnhof Altona: Linie 283, Haltestelle Daimlerstraße, Linie 2, Haltestelle Celsiusweg
Vom S-Bahnhof Bahrenfeld: Linie 283 + Linie 37 Haltestelle Daimlerstraße
Barrierefreier Zugang
(im 2. + 3. OG eingeschränkt)

altonale Kunstherbst 2018 Aftermovie

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