Tierschützer auf dem Zeltdach: Sind Wildtiere im Zirkus Tierquälerei?

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  • Beitrag zuletzt geändert am:18. September 2026
Wildtier und die weiße Frau
Merian C. Cooper & Ernest B. Schoedsack, King Kong und die weisse Frau, 1933, Filmstill, © Foto: Beta Film / Deutsches Filminstitut, Frankfurt-KINEOS Sammlung

Diesen Text habe ich im September 2011 geschrieben, als der Circus Krone in Hamburg gastierte und der Senat ein bundesweites Wildtierverbot forderte. Ich veröffentliche ihn heute noch einmal, unverändert in der Haltung, mit einem Nachtrag aus dem Jahr 2026.

Kaum ist der Circus Krone mit seinen Elefanten, weißen Löwen, Zebras, Ziegen, Pferden, Seelöwen und Lamas in der Stadt, fegt ein harsches Urteil durch die Köpfe: Wildtierhaltung im Zirkus sei Tierquälerei. Der Hamburger Senat will ein bundesweites Wildtierverbot durchsetzen, der Blätterwald rauscht, das Thema ist emotional aufgeladen und wird heftig diskutiert.

Bei einem so emotionalen, man darf zynisch sagen: menschelnden Thema krakeelen sich die üblichen Verdächtigen in die erste Reihe. Diesmal allerdings angeführt vom sozialdemokratischen Senat. DIE LINKE und die GAL springen ebenso auf den Zug auf wie sämtliche Tierschutzorganisationen. Nur die CDU ist dagegen. Gegen ein Wildtierverbot. Im Zirkus.

Wildtiere sind natürlich ein wichtiges Thema – für die Germanen, die in Sackleinen gehüllt in finsteren Wäldern von Obst und Gemüse leben. In Deutschland gibt es nur wenige Tiere, die man überhaupt als Wildtiere bezeichnen kann, und wenn, dann eher kleine. Das Land wird seit Jahrtausenden kultiviert, sodass selbst im hintersten Winkel kein Platz mehr für einen zotteligen Problembären ist. Der Rest der Wildtiere wird vom Straßenverkehr niedergewalzt oder landet als Wildgulasch und Sushi auf dem Mittagstisch. Vielleicht ist das der Grund, warum gerade hier, gerade in Hamburg, so viele Menschen glauben, Wildtiere aus dem Zirkus retten zu müssen.

Sind Tierdressur und Tierhaltung im Circus Tierquälerei?

Wer ein Plakat des Circus Krone auf dem Heiligengeistfeld mit gängigen Schlagworten besudelt, hat meist noch nie ein Wildtier in seiner natürlichen Umgebung erlebt – und schon gar nicht mit den Betroffenen gesprochen, in diesem Fall mit den Tierpflegern und Verantwortlichen des Circus Krone. Das ist aus seiner Sicht auch gar nicht nötig, denn er weiß ja schon Bescheid und steht auf der Seite der Guten. Man war weder im Circus Krone, noch hat man die Tiere dort gesehen, noch mit den Leuten dort oder gar mit dem Publikum gesprochen. Sehr gut. Das Feindbild aber steht.

Dass die angeblichen »Wildtiere« im Zirkus in der Regel seit mehreren Generationen in Menschenobhut leben und in der Wildnis kaum überleben könnten, spielt für die sogenannten Tierschützer keine Rolle. Ebenso wenig, dass sie dort von niemandem gejagt werden – nicht einmal von ihrem gefährlichsten Feind, dem Menschen. Ein Tier, das in Menschenobhut geboren wurde, wird nicht allein dadurch gequält, dass es dort lebt. Entscheidend ist, wie man mit ihm umgeht.

Stattdessen werden erst einmal wüste Behauptungen darüber aufgestellt, wer denn nun ein Wildtier sei, und dazu ein YouTube-Video präsentiert, in dem ein schwarzes Schaf einen schwarzen Tag hatte. Nur nebenbei: Es geht nicht darum, Zirkussen und Zoos nicht auf die Finger zu schauen. Natürlich muss man auf die Einhaltung der Tierschutzgesetze pochen und Verstöße ahnden. Aber gemeinsam mit ihnen, nicht gegen sie – und nicht, indem man sie zuerst an den Pranger stellt. »Einbußen haben wir bei unserem Aufenthalt in Hamburg nicht zu erwarten. Wir können uns im Grunde beim Hamburger Senat nur für die tolle Werbung bedanken«, sagte die damalige Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone in der BILD.

“Wildtier” im Zirkus

Den Begriff Wildtier halte ich für recht untauglich. Er soll offenbar Haustiere von ihren Artgenossen in angeblich freier Wildbahn unterscheiden. Ich meine, das lenkt uns in die falsche Richtung. Ist es denn gut, einen mittelgroßen Hund mitten in Ottensen zu halten, wo es seit Langem keine Natur mehr gibt? Ein Pferd, seit unzähligen Generationen darauf gezüchtet, viel Zeit in einem engen Stall zu verbringen, bietet einen ebenso traurigen Anblick. Das akzeptieren wir aber, daran haben wir uns gewöhnt. Genauso an die Piepmätze im Käfig, die abgerichteten Falken, die neurotische Katze, die lieber Whiskas frisst, als eine Taube zu zerfetzen. Nein, hier verläuft eine sehr seltsame Grenze.

Aus meiner Sicht geht es weniger um den Umgang mit Zirkustieren als vielmehr grundsätzlich um unsere Art zu leben. Es gibt kaum noch Wildnis, vor allem nicht in Europa. Doch am lautesten regen sich ausgerechnet jene auf, die von Wildnis, Wildtieren und Natur wenig Ahnung haben – vom Zirkus ganz zu schweigen. Den Zirkus in den Medien, den kennen sie. Den Zirkus der revolutionären Aktionen haben sie zwar nicht erfunden, aber diese Vorstellung beherrschen sie.

»Der Zirkus ist ein Kulturgut, das die Liebe von Menschen zum Tier fördert und insbesondere bei Kindern Interesse für Tiere weckt«, sagte damals Dennis Thering, CDU-Abgeordneter in der Bürgerschaft, laut Hamburger Morgenpost. Genau so ist es.

Ich kann keinen großen Unterschied zwischen Zoo- und Zirkushaltung erkennen, auch wenn das ständige Umherreisen für die Tiere sicher eine Belastung ist. Aber im Zirkus kommt man den Tieren auf eine ganz besondere Weise nahe. Für Kinder ist das großartig: Sie sind dicht dran, die Tiere und ihre Kunststücke sind zum Greifen nah, und sie entwickeln großen Respekt vor diesen … Wildtieren. Und sie lieben sie.

Tierqälerei im Zirkus? Im Circus Krone?
Tierqälerei im Circus Krone?

Meine Oma ist mit mir in jeden Zirkus gegangen, der nach Hamburg kam, und regelmäßig auch zu Hagenbeck. Ich möchte nichts davon missen, es war großartig für mich. Ich liebe Tiere und habe, wie die meisten Menschen, mit Tierquälerei nichts am Hut. Genau das wollte ich auch meiner Tochter weitergeben. Damals waren wir zum Zirkustag auf dem Heiligengeistfeld in der Manege, und meine zweijährige Tochter war fasziniert – von den Tieren und von diesem ganzen … Zirkus. Heute ist sie 17.

Zirkus ist Kulturgut und so, wie er ist, erhaltenswert. Wo sonst erleben wir und unsere Kinder angebliche Wildtiere so nah und in so faszinierenden Darbietungen? Nirgends. Man tut Tierpflegern, Artisten, Dompteuren, Zirkusdirektoren und allen Mitarbeitern großes Unrecht, wenn man von Tierquälerei spricht, die verboten gehöre. Man beleidigt nicht nur sie, ihre Liebe und ihr Engagement, von denen die angeblichen Tierschützer nichts wissen – man nimmt auch unseren Kindern etwas weg. Zum Kindsein gehört Zirkus. Zirkus mit Wildtieren. Zirkus, den es vermutlich schon so lange gibt, wie der Mensch Tiere hält – so lange, wie sich der Mensch als Gefährte dieser wunderbaren Geschöpfe sieht.

Nachtrag 2026

Fünfzehn Jahre später hat sich einiges bewegt, und manches erstaunlich wenig. Ein bundesweites Verbot gibt es bis heute nicht: Der Koalitionsvertrag von 2025 greift ein Wildtierverbot nicht auf, und die Tierschutzgesetz-Novelle 2026 klammert das Thema Zirkus aus. Dabei hatte der Bundesrat die Bundesregierung bereits vier Mal – 2003, 2011, 2016 und im April 2019 – mit deutlicher Mehrheit aufgefordert, ein Verbot zu erarbeiten; der Bundestag stimmte im Oktober 2019 mit den Stimmen der Großen Koalition gegen einen entsprechenden Antrag. Viele Städte haben sich inzwischen selbst beholfen und vermieten ihre Flächen nicht mehr an Zirkusse, die bestimmte Wildtiere mitführen.

Auch beim Circus Krone hat sich etwas verändert. Im Frühjahr 2019 brachte der Zirkus seine Elefantendamen in einem spanischen Tierpark unter, und im Januar 2026 ist die Elefantin Bara, die jahrzehntelang bei Krone auftrat, gestorben. Die öffentliche Meinung ist eindeutiger geworden: In einer Ipsos-Umfrage im Auftrag von VIER PFOTEN sprachen sich 2023 75 Prozent der Befragten für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus aus.

Was sich aber nicht verändert hat, sondern schlimmer geworden ist: Man redet nicht mehr miteinander. Vor allem die sogenannten Tierschützer suchen selten das Gespräch, wollen die andere Meinung weder verstehen noch respektieren. Das ist heute normal geworden, und es hat einen Namen bekommen: Wokeness. Man ist radikal, grenzt aus, empört sich und wähnt sich auf der gerechten, der richtigen Seite. Dabei übersieht man sehr vieles. Sehr, sehr vieles – und längst nicht nur, wenn es um Tiere geht.

Damals, am 20. September 2011, diskutierten bei Schalthoff Live auf Hamburg1 um 20.15 Uhr Claus Kröplin (Berufsverband der Tierlehrer), Martin Schäfer (SPD), Thomas Pietsch (Wildtierexperte) und Frank J. Keller (Circus Krone) die Frage »Soll man Tierauftritte gesetzlich verbieten?«. Immerhin: Da saßen noch beide Seiten an einem Tisch.

„Ihr gefährdet Menschenleben“
Stunden nach Eskalation auf dem Zirkuszelt: Circus Krone widerspricht der Polizei
Hamburg.Aktivisten kletterten auf das Zelt, es kommt zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit ihnen. Jetzt äußern sich die Betreiber.
=> https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article413180854/nach-kritik-an-circus-krone-in-hamburg-menschen-klettern-auf-zirkuszelt-3.html

Häufige Fragen zu Wildtieren im Zirkus

Gibt es in Deutschland ein Verbot von Wildtieren im Zirkus?

Nein, ein bundesweites Verbot gibt es bis heute nicht. Der Koalitionsvertrag von 2025 greift das Thema nicht auf, und die Tierschutzgesetz-Novelle 2026 klammert den Zirkus aus. Der Bundesrat hatte die Bundesregierung 2003, 2011, 2016 und 2019 aufgefordert, ein Verbot zu erarbeiten; der Bundestag lehnte im Oktober 2019 einen entsprechenden Antrag ab.

Was versteht man unter Wildtieren im Zirkus?

Gemeint sind Tierarten, die nicht als Haus- oder Nutztiere gelten, etwa Elefanten, Löwen, Tiger, Zebras oder Seelöwen. Der Begriff ist umstritten, weil er eine Grenze zieht, die im Alltag kaum jemand hinterfragt: Hund, Pferd oder Wellensittich leben ebenfalls fernab ihrer ursprünglichen Lebensräume.

Ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus automatisch Tierquälerei?

Aus Sicht des Autors nicht. Ein Tier, das in Menschenobhut geboren wurde, wird nicht allein dadurch gequält, dass es dort lebt. Entscheidend ist, wie mit ihm umgegangen wird. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz müssen kontrolliert und geahndet werden, immer auch Dialog mit z.B. den Zirkussen und nicht gegen sie.

Hat der Circus Krone noch Elefanten?

Im Frühjahr 2019 brachte der Circus Krone seine Elefantendamen in einem spanischen Tierpark unter. Die Elefantin Bara, die jahrzehntelang bei Krone auftrat, starb im Januar 2026.

Wie viele Menschen in Deutschland befürworten ein Wildtierverbot im Zirkus?

In einer Ipsos-Umfrage aus dem Jahr 2023, beauftragt von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, sprachen sich 75 Prozent der Befragten für ein Verbot aus.

Welche Länder haben Wildtiere im Zirkus bereits verboten?

In Europa haben 27 Länder ein vollständiges oder teilweises Verbot erlassen, darunter Österreich, die Niederlande, Belgien und Dänemark.

Können Städte Zirkusse mit Wildtieren verbieten?

Direkt verbieten können sie die Tierhaltung nicht, aber viele Kommunen vermieten ihre Flächen nicht mehr an Zirkusse, die bestimmte Wildtiere mitführen. Damit ist die Rechtslage in Deutschland zu einem Flickenteppich geworden.

Worum geht es in diesem Artikel eigentlich?

Um mehr als Zirkustiere. Der Text von 2011 verteidigt den Zirkus als Kulturgut und als Ort, an dem Kinder Tieren nahekommen. Der Nachtrag von 2026 richtet den Blick auf eine Debattenkultur, in der kaum noch miteinander geredet wird: Man empört sich, grenzt aus und hält sich für die richtige Seite, statt das Gespräch zu suchen.

Warum wurde der Artikel von 2011 neu veröffentlicht?

Weil die Frage nach Wildtieren im Zirkus bis heute ungelöst ist und weil die Art, wie darüber gestritten wird, viel über unsere Gesellschaft verrät. Der ursprüngliche Text bleibt als Zeitdokument erhalten und wird durch einen aktuellen Nachtrag ergänzt.

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Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Thorsten Hofger

    Oh je Mark von Gestern, Ihre Infos sind auch von gestern. Peinlich peinlich, dass Sie nicht wissen, dass alle etwa 80 Elefanten in deutschen Zirkusbetrieben Wildfänge sind und in der Regel aufgrund der harten Zirkusbedingungen viel früher sterben, als ihre freien Artgenossen. Sie behaupten einfach, unverschämterweise das Gegenteil. Bitte dazu doch mal die einschlägige Literatur zur Hand nehmen, da stehts nämlich drin, als einfach nur die dahergelogenen Argumente der Zirkus-Leute 1:1 abpausen. Die Kinder würden schreiend aus dem Zirkus laufen, wenn sie wüssten, wie die Elefanten wirklich zum Kopftstand gezwungen werden. Wenn Sie sich mal ein bisschen im Internet umschauen, finden Sie zahlreiche Videos, wo die Prügel-Prozeduren dargestellt sind.

    1. Mark von Gestern

      Es handelt sich hierbei um meine persönliche, subjektive Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder Beweisbarkeit.

      Um welchen Elefanten handelt es sich. Es geht hier primär um den Circus Krone in Hamburg, darüber diskutieren wir. Dein Kommentar ist leider kein fruchtbarer Dikussionsbeitrag. Also: Welcher Elefant, Name, Alter, wo, wann und wie gefangen? Beweise also.

      Südafrika hat vor einigen Jahren eine größere Anzahl “frei” lebender Elefanten getötet, da die Population schädlich wurde. Möglicherweise sind hier auch Tiere an Zoos und Zirkusse in Europa verkauft worden. Und?

      Merkst du was? Man muss genau hinschauen und alle Umstände klar sehen, um eine Sachlage beurteilen zu können. Aber darum geht es bei dieser Wildtierverbots-Kampgane ja gar nicht.

      Wer die “dahergelogenen Arguement” ins Feld schickt, wurde gestern bei Schalthoff deutlich. Es gibt auch keinen Elefantenkopfstand, das ist irreführend. Wenn es nicht die Wildfänge sind, das ist es irgendetwas anderes. Und welche Wildfänge sind denn wo und wie getätigt? Konkret bei den Elefanten im Circus Krone. Darauf bezog ich mich. Es tut mir leid, ich teile diesen Alarmismus und nach Nachgeplappere nicht. Es ist immer dasselbe – Kopfkino anstatt mit den Leuten zu reden und sich die Sache selber anzusehen.

      Doch diese Sache, wie viele andere auch, wo – meist von sehr jungen, lebensunerfahrenen Menschen – moralisch laut Aufgeschrien wird, funktioniert so: Wenn ich sage, dass Du Deine Frau zweimal in der Woche schlägst, musst du mir gefälligst das Gegenteil beweisen, denn du bist ja der Arsch, du bist schuld; meine Behauptung brauche ich weder mit eindeutigen, konkreten Beweisen belegen und mit deiner Frau auch nicht sprechen. So funktioniert diese Kampagne der angeblichen “Tierschützer”

  2. Thorsten Hofger

    Mark von Gestern,
    Ihre festen Behauptungen aus dem ersten Eintrag nun als subjektive Meinungsäußerung darzustellen, ist ein peinlicher aber notwendiger Rückzieher.

    Nun trete ich die Beweise an, ich bin gespannt ob Sie sich von Fakten überzeugen lassen oder einfach nur der Zirkuslobby angehören, die es ganz toll findet, wenn Tiere mit Peitschen durch die Manege getrieben werden, egal um welchen Preis.

    Der Verein Elefanten-Schutz-Europa e.V. hat die Elefantenhaltung bei Circus Krone eingehend untersucht. Bitte lesen Sie das Dokument durch und vielleicht geht Ihnen dann ein Licht auf.
    https://www.elefanten-schutz-europa.de/News/DokumentationderElefantenhaltungimCircusKrone.pdf
    Besonders interessant ist die Seite 3, wo die Herkunft aller 8 Elefanten aufgezeigt ist. Es sind tatsächlich alles wildgefangene Tiere. Die Experten des Vereins beraten u.a. Bundesregierung was die Haltung von Elefanten angeht, fertigen Gutachten an und ein Mitglied ist bei der Asian Elephant Specialist Group der IUCN/Weltnaturschutzunion. (nur ein paar Referenzen, damit Sie wissen, dass es sich um ausgesprochene Fachleute handelt)

    Sie schreiben, Tiere in Gefangenschaft leben meist viel länger als die Artgenossen in freier Natur. Das habe ich bezüglich der Elefanten bestritten. Die Naturschutzorganisation pro-wildlife e.V. schreibt auf ihrer Internetseite:
    “Zwar verhalf in jüngster Zeit die künstliche Befruchtung einigen Zoos zu Elefantenbabys, doch die in Zoos und Zirkussen gehaltenen Elefanten stammen noch immer überwiegend aus freier Wildbahn. Die Geburtenrate ist gering, die Todesrate des Elefantennachwuchses in Gefangenschaft dafür um so höher: 42 Prozent der in europäischen Zoos geborenen Asiatischen Elefanten werden nicht einmal fünf Jahre alt. Die Todesrate in Gefangenschaft ist extrem hoch: Die Lebenserwartung afrikanischer Elefanten beträgt im Zoo lediglich 17 Jahre, in freier Wildbahn 56.”
    Quelle: https://www.prowildlife.de/ElefantenZooZirkus

    Zudem schrieben Sie:
    “Man tut den Tierpflegern, Artisten, Domteuren und Zirkus-Direktoren und -Mitarbeiter großes Unrecht, wenn man hier von Tierquälerei spricht,”

    Ich sprach dagegen von Prügel-Prozeduren, um die Elefanten zu Kunststücken zu zwingen. Hier einige bildhafte Beweise für Sie:

    https://www.veganblog.de/2011/03/29/schockierendes-undercover-video-elephant-im-zirkus-grausam-gequalt/

    https://www.ad-international.org/animals_in_entertainment/go.php?id=2218&ssi=7

    https://www.ringlingbeatsanimals.com/

    https://www.youtube.com/watch?v=OSn_5nZIuGg&feature=player_embedded

    ach so, bei Circus Krone wird auch geprügelt:
    https://www.fotos.peta.de/details.php?image_id=638

    wenn Sie die Dokumente, Videos und Fotos durchgegangen sind und noch Zweifel haben, können Sie sich jederzeit an mich wenden. Übrigens, diese ganzen Fakten habe ich in 5 Minuten im Internet recherchiert.. wäre schön gewesen wenn Sie sich VOR Ihrem Textbeitrag etwas schlau gemacht hätten.. könnte ja sein dass Ihnen jemand geglaubt hätte

    MfG
    Thorsten von Morgen

  3. Harald H.

    Hallo Holger,
    deine Infos sind ja super. Fast alle afrikanischen Elefanten, die in deutschen Circussen sind, stammen aus Südafrika und sind Ende der ´70/Anfang ´80 Jahre importiert worden. Es sind Jungtiere gewesen, deren Mutter abgeschossen wurde,weil es zuviele Elefanten im Krüger-Nationalpark gab. Die Jungtiere wurden für etwa 25000DM an europäische Zoos und Circusse verkauft, das Geld floss in den Tierschutz in Afrika. Die indischen Elefanten sind allesamt Jungtiere von Arbeitselefanten gewesen, die bereits vordressiert nach Europa kamen. In den ´60 und ´70 Jahren. Sie sind heute also allesamt
    30-50 Jahre alt. Das Nashorn von Krone stand übrigens bereits mind. 1980 in der Manege, ist also auch nicht “früh verstorben”. Meine Infos habe ich übrigens nicht aus dem Internet, sondern durch älter werden und sich für alle Seiten interessieren. Solltest Du auch mal versuchen.
    Du solltest übrigens Tierrechtsorganisationen einmal fragen, wieviel von ihren Spendengeldern in den Schutz der “freien Wildbahn” gehen. Ich fürchte, da steht selbst Krombacher besser da.
    Gruß
    Harald H.

  4. Thorsten Hofger

    Hallo Harald,

    Klasse, dass du deine Infos durchs älter werden beziehst. Ich halte es da mehr mit Lesen von wissenschaftlichen Publikationen, Büchern und ähnlichem neumodischem Kram.
    Hättest du das oben verlinkte Dokument wenigstens bis zur Seite 3 gelesen (keine Angst, es sind große Buchstaben), dann wüsstest du jetzt, dass von den 8 Krone-Elefanten 5 aus Asien kommen und 3 aus Zimbabwe. Soviel zu deinem durch Älter werden erworbenen “Wissen”, dass die meisten Elefanten im Zirkus aus Südafrika kommen 🙂

    Vom Nashorn habe ich übrigens nie gesprochen, bitte meinem obigen Post mal ganz genau durchlesen, bevor du antwortest. Danke für Deinen Beitrag.

  5. Harald H.

    Hallo Thorsten,
    da Du ja angeblich des Lesens mächtig bist, wird Dir aufgefallen sein, daß ich von afrikanischen Elefanten schrieb, die aus Südafrika kamen. Wenn Du dann auch noch Karten lesen könntest, würdest Du feststellen, da Zimbabwe im Süden Afrikas liegt.
    Und da Du ja so gut Bescheid weist über Elefanten in Deutschland solltest Du auch wissen, daß die letzten afrikanischen Elefanten, die importiert wurden und an Circusse verkauft wurden, eben vor weit mehr als 30 Jahren nach Deutschland kamen. Da sie ja angeblich nur 17 Jahre werden, gibt es ja kein Problem. Südafrika schießt übrigens wieder Elefanten, diesmal auch die Babys, weil sie sie nicht verkaufen dürfen.
    Du solltest übrigens die Sätze ganz lesen Beim Älterwerden interesse für alle Seiten zeigen, sonst taugen deine Infos nichts.
    Gruß
    Harald

  6. Plachner

    Man muss genau hinschauen und alle Umstände klar sehen, um eine Sachlage beurteilen zu können. Aber darum geht es bei dieser Wildtierverbots-Kampgane ja gar nicht.

    H.P.

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