Bier aus dem Norden

Bier aus dem Norden

Da braut sich was zusammen im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Bier aus dem Norden und die norddeutsche Braukunst wird am Sonntag bestaunt, gezeigt und verköstigt.

Brauen ist wieder ein regionaler Trend: Brauten die Menschen früher auf den Höfen ihr eigenes Bier, sind heute individuelle Biere kleiner Brauereien gefragt. Schon zum 12. Mal treffen sich bei Bier aus dem Norden kreative Klein- und Craft-Beer-Brauereien am Kiekeberg. Am Sonntag, den 23. Juni, bieten von 10 bis 18 Uhr rund zwei Dutzend Brauereien aus Norddeutschland über 100 verschiedene Sorten an. Das Seminar „Bier aus dem Süden“ vergleicht die nord- und süddeutsche Braukunst.

Das Brauerei-Verzeichnis steht unter www.kiekeberg-museum.de zur Verfügung.

Probieren, fachsimpeln, voreinander lernen und Bier nachhause mitnehmen… unter den 100 traditionellen und neuen Sorten entdeckt jeder Liebhaber Neues und Bier nach seinem Geschmack. Fachleute und Liebhaber tauschen sich über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Zutaten und das Brauereihandwerk aus. Die Teilnehmer kommen in diesem Jahr wieder aus dem Bereich der Klein- und Craft-Beer-Brauereien. Sie produzieren Spezialitäten aus der Region, die die Museumsbesucher nicht im gewöhnlichen Supermarkt finden, und laden zum Probieren ein.

Zwei Mal bietet Dr. Christoph Pinzl, Leiter des Deutschen Hopfenmuseums Wolnzach, den Vortrag „Bier aus dem Süden“ mit Verkostung an. Die traditionell stark besuchte „informative Bierverkostung“ findet um 12 Uhr und um 15 Uhr statt – die Karten werden tagsüber vor Ort vergeben. Jenseits liebgewonnener Klischees zeigt Christoph Pinzl gemeinsame Wurzeln und stilistische Unterschiede und Gemeinsamkeiten von norddeutschem und bayerischem Bier – samt Verkostung besonderer süddeutscher Biere aus kleineren Brauereien.

Im Museum empfängt der Geruch von Biersuppe die Besucher schon am Eingang – wie um 1900 wird das nahrhafte Gericht auf dem Feuer gekocht. Besucher können die Suppe auch probieren. Die Darstellergruppe „Gelebte Geschichte 1804“ führt in traditioneller Kleidung und Ausrüstung vor, wie Bier vor 200 Jahren gebraut wurde. Zu damaliger Zeit war Bier oft sauberer und länger haltbar als Wasser aus Brunnen und Flüssen. So wurde das Getränk auch von der ganzen Familie getrunken. Die Herstellung war, wie die Lebensmittelversorgung auf dem Hof insgesamt, hauptsächlich Aufgabe der Frauen. Die Rezeptur und Brauweise wurde durch Beobachtung und Mithilfe an die nächste Generation weitergegeben. Gerade traditionelle und lokale Biersorten erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. Auf moderne Art kocht eine Ehrenamtliche Bier-marmelade vor den Augen der Besucher, die sowohl verkostet als auch gekauft werden kann.

Bier aus dem Norden am Kiekeberg

Sonntag, den 23. Juni 2019 von 10 bis 18.00 Uhr
Der Eintritt beträgt für Erwachsene 9 Euro, es gibt auch ein Programm für Kinder.
Der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren ist frei.

Nach dem Biergenuss auf dem Museumsgelände locken der Gasthof „Stoof Mudders Kroog“ mit herzhaften norddeutschen Spezialitäten und die Backstube mit leckeren Brezeln und Gebäck.

Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg

Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf

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