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PRÜF-Demo in Hamburg mit BOSSE und dem Kneipenchor am 12. September 2026
12. September 2026 @ 12:00 – 16:00

Monatlicher Protest für eine wehrhafte Demokratie. PRÜF steht für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“. Hinter dem etwas verspielten Namen steht eine ernsthafte politische Forderung: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.
Dafür organisiert die Initiative an jedem zweiten Samstag im Monat Demonstrationen in den Hauptstädten der Bundesländer. In Hamburg beginnt die nächste PRÜF-Demo am Sonnabend, 12. September 2026, um 14 Uhr am Jungfernstieg.
Musikalisch begleitet wird die Kundgebung von Bosse, der akustisch auftreten wird, und vom Hamburger Kneipenchor.
Prüfen bedeutet nicht automatisch verbieten
Die Forderung der Initiative wird in der öffentlichen Diskussion häufig verkürzt als Ruf nach einem sofortigen Parteiverbot dargestellt. Das trifft den Kern jedoch nicht.
PRÜF fordert zunächst ein rechtsstaatliches Verfahren. Ob eine Partei verfassungswidrig ist und verboten werden kann, entscheidet ausschließlich das Bundesverfassungsgericht. Ein solches Verfahren nimmt sein Ergebnis nicht vorweg. Es soll auf der Grundlage von Belegen, Stellungnahmen und verfassungsrechtlichen Maßstäben klären, ob eine Partei die Voraussetzungen für ein Verbot erfüllt.
Einen entsprechenden Antrag können der Deutsche Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung stellen. Die Hamburger Initiative richtet ihre Forderung ausdrücklich an den Bundesrat.
Hamburg hat sich bereits politisch positioniert
Die Hamburgische Bürgerschaft hat sich nach Angaben der Initiative bereits im Januar 2026 dafür ausgesprochen, einen Antrag zur Prüfung rechtsextremer Parteien im Bundesrat zu unterstützen. Eingebracht wurde ein entsprechender Entwurf dort bislang jedoch nicht.
PRÜF will deshalb weiter demonstrieren. Die monatlichen Kundgebungen sollen den politischen Druck aufrechterhalten und deutlich machen, dass die Instrumente der wehrhaften Demokratie nicht nur auf dem Papier stehen dürfen.
Dabei verfolgt die Initiative einen klaren Gedanken: Wer die freiheitliche demokratische Grundordnung möglicherweise beseitigen will, soll nicht allein politisch bewertet, sondern von der dafür vorgesehenen unabhängigen Institution rechtlich überprüft werden.
Demonstration mit barrierearmen Angeboten
Die Hamburger PRÜF-Demonstrationen sollen möglichst vielen Menschen eine Teilnahme ermöglichen. Für die Kundgebung ist ein barrierearmer Bereich direkt vor der Bühne vorgesehen. Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher begleiten das Bühnenprogramm.
Menschen mit Mobilitäts- oder Sehbeeinträchtigungen können Unterstützung durch Demo-Begleitungen erhalten. Außerdem gibt es einen ruhigeren Bereich für Personen, die während der Veranstaltung eine Pause von Geräuschen, Menschenmengen und anderen Reizen benötigen. Ein Awarenessteam ist ebenfalls vor Ort ansprechbar.
Demokratie braucht Prüfung und Beteiligung
Eine lebendige Demokratie besteht nicht nur aus Wahlen, Parlamenten und Gerichten. Sie braucht Menschen, die sich einmischen, Fragen stellen und auf die Einhaltung ihrer eigenen Regeln pochen.
Die PRÜF-Demonstrationen verbinden politischen Protest mit einer sehr konkreten Forderung: Die zuständigen Verfassungsorgane sollen vorhandene rechtsstaatliche Möglichkeiten nutzen und eine gerichtliche Klärung auf den Weg bringen.
Bis der Bundesrat einen entsprechenden Antrag stellt, will die Initiative ihre Demonstrationen an jedem zweiten Samstag im Monat fortsetzen.
Veranstaltungsinformationen PRÜF-Demo Hamburg am 12. September 2026
Veranstaltung: PRÜF-Demo Hamburg
Termin: Sonnabend, 12. September 2026
Beginn: 14 Uhr
Treffpunkt: Jungfernstieg, Hamburg
Musik: Bosse – akustisch – und Hamburger Kneipenchor
Insta: https://www.instagram.com/zeitzumhandeln_hamburg/

