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Als der Lichtschalter noch Zukunft war: Aktionstag am Kiekeberg

8. November 2026 @ 10:00 – 18:00

Ein Knopfdruck, und die Küche ist hell. Für uns gehört das zum Alltag. Doch wie kamen Menschen durch die dunklen Monate, als weder Deckenlampe noch beleuchtete Schaufenster selbstverständlich waren? Beim Aktionstag „Feuer und Licht. Beleuchtung durch die Jahrhunderte“ nimmt Dich das Freilichtmuseum am Kiekeberg mit in frühere Lebenswelten. Am Sonntag, 8. November 2026, von 10 bis 18 Uhr stehen historische Lichtquellen, Handwerk und ein Familienprogramm auf dem Plan.

Das Museum in Rosengarten-Ehestorf südlich von Hamburg verbindet dabei Alltagsgeschichte mit Dingen, die Du unmittelbar sehen kannst: flackernde Flammen, einfache Leuchten und den Wandel zum elektrischen Licht. Dazu kommen Schattentheater, Kerzenverzieren und Stockbrot am Feuer. Ein Ausflugsziel für einen Novembertag, an dem die Dunkelheit ausnahmsweise zum Programm gehört.

Mit Kienspan und Öl durch den Abend

Im Heidedorf des Jahres 1804 zeigen die Darstellerinnen und Darsteller der „Gelebten Geschichte“, wie Menschen ihre Häuser mit offenem Feuer, Kienspan und Öl erhellten. Das Licht kommt hier aus einer Flamme. Ein deutlicher Unterschied zu den gleichmäßig ausgeleuchteten Räumen, an die wir heute gewöhnt sind.

Der Rundgang macht aus einer technischen Entwicklung eine Frage des täglichen Lebens: Wie fühlt sich ein Haus an, wenn es darin nur wenige helle Stellen gibt? Welche Bedeutung bekommt eine Lichtquelle, wenn sie nicht einfach überall verfügbar ist? Gerade im November passt dieser Blick zurück gut. Sobald es draußen dunkler wird, lässt sich leichter vorstellen, welchen Stellenwert Feuer und Beleuchtung früher hatten.

Elektrisches Licht – und trotzdem keine Selbstverständlichkeit

Im Fischerhaus führt die Zeitreise rund hundert Jahre weiter. Hier leuchtet bereits elektrisches Licht wie um 1904. Doch die verschiedenen Stationen erzählen keine Geschichte, in der es von da an überall zuverlässig heller wird.

In der Nissenhütte zeigt das Museum die Situation einer Familie im Jahr 1945, die Strom nur sehr eingeschränkt zur Verfügung hat. Der Vergleich mit dem Fischerhaus macht deutlich: Eine vorhandene Technik bedeutet noch lange nicht, dass alle Menschen sie jederzeit nutzen können.

Wieder anders wirkt die „Königsberger Straße“, die im Museum die 1950er- bis 1970er-Jahre abbildet. Dort begegnen Dir der Radio-Reparateur, Hausfrauen, der Tankwart und ein Polizist vor hell erleuchteten Schaufenstern. Licht gehört nun auch zum öffentlichen Straßenbild und zur Präsentation von Waren. Zwischen dem flackernden Kienspan und diesen Schaufenstern liegen grundverschiedene Alltagserfahrungen.

Feuer machen, Handwerk anschauen, gemeinsam singen

Das ArchäoMobil des Archäologischen Museums Hamburg ergänzt den Aktionstag um einen Blick auf frühes Feuermachen. Feuersteine, Schlageisen und historische Leuchten veranschaulichen, wie Menschen Feuer erzeugten und für Beleuchtung nutzten.

Außerdem kannst Du einem Schmied und einer Weberin bei der Arbeit zusehen. Damit bleibt das Programm nicht bei Lampen und Leuchten stehen, sondern zeigt weitere Seiten des früheren Alltags. Musik zum Mitsingen gehört ebenfalls dazu. Wer mag, darf also zwischendurch die Stimme einsetzen und den anderen nicht nur beim Arbeiten zuschauen.

Schattentheater und Stockbrot für Kinder

Für Familien lohnen sich besonders die festen Zeiten des Schattentheaters: Die Vorstellungen beginnen um 14 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr. Wenn Du eine davon besuchen möchtest, kannst Du Deinen Rundgang entsprechend planen.

Kinder können außerdem Kerzen verzieren oder Stockbrot über dem offenen Feuer rösten. Beide Angebote kosten jeweils zwei Euro zusätzlich. Der Eintritt ins Museum ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. So lässt sich der Ausflug gut mit mehreren Kindern planen, ohne für jeden kleinen Gast eine Eintrittskarte bezahlen zu müssen.

Eine Pause zum Aufwärmen

Zum Novemberausflug gehört eine warme Pause. Vor Ort gibt es Glühwein und Punsch. Der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ bietet norddeutsche Wintergerichte an.

Im „Wegewitz – Museumscafé und Rösterei“ bekommst Du selbstgeröstete Kaffeespezialitäten, Frühstücksvarianten und hausgemachten Kuchen. Ob Du den Besuch mit einem Frühstück beginnst oder später bei Kaffee und Kuchen unterbrichst, lässt sich nach Hunger, Wetter und Familienlaune entscheiden.

Anreise und Eintritt: Das brauchst Du für Deinen Besuch

Die Bushaltestelle „Museum Kiekeberg“ liegt direkt vor dem Eingang. Für Fahrräder gibt es Anschlussmöglichkeiten, für Autos kostenlose Parkplätze.

Beachte bei der Anfahrt die Bauarbeiten: Laut Veranstalter ist die Zufahrt vom Eißendorfer Waldweg gesperrt und wird umgeleitet. Prüfe deshalb vor der Abfahrt die aktuellen Anfahrtshinweise des Museums und plane etwas zusätzliche Zeit ein.

  • Veranstaltung: Feuer und Licht. Beleuchtung durch die Jahrhunderte
  • Termin: Sonntag, 8. November 2026
  • Öffnungszeit: 10 bis 18 Uhr
  • Ort: Freilichtmuseum am Kiekeberg
  • Adresse: Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf
  • Eintritt: 12 Euro für Erwachsene
  • Freier Eintritt: unter 18 Jahren sowie für Mitglieder des Fördervereins
  • Schattentheater: 14 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr
  • Mitmachangebote: Kerzenverzieren und Stockbrotrösten jeweils 2 Euro
  • Parken: kostenlos
12€

Freilichtmuseum am Kiekeberg

Am Kiekeberg 1
Rosengarten, 21224 Germany
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