Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2018

Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2018

Es war mein erstes ELBJAZZ -Festival. Außer am Freitagabend war das Wetter in Ordnung. Und dies sind meine Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2018.

Die Umstände erforderten es, dass ich am Samstag meine Tochter (9) mit nahm. Kinder hatten ja freien Eintritt und am Nachmittag drufte sie in den Kaistudios in der Elbphilharmonie Posaune lernen. Das war toll. Und eine ganze andere Entdeckung auf dem ELBJAZZ 2018.

Hier die Bands und Musiker*innen aus der Elbphilharmonie, der MS STUBNITZ oder vom Helgen bei Blohm+Voss, meine

Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2018

Andromeda Mega Express Orchestra

Eine tolle Live-Band, eine wirklich bunte Jazz-Kapelle oder ist sie schon eine Brazzband? Dieses Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie passt wie die Faust aufs Auge, war toll ausgeleuchtet, richtig gut gespielt und regeltrecht begeisternd. Ich wäre kaum auf diese fantastische Band gestoßen, wenn die nicht beim ELBJAZZ gezeigt hätte, was sie können. Richtig gutes Projekt, dass ich seit dem rauf und runter höre, da ich mir natürlich gleich die Scheibe besorgt habe: Vula!

Andromeda Mega Express Orchestra – In Light of Turmoil (Berlin, 2014)

Kinga Glyk

Kinga Glyk ist eine beeindruckend und super attraktive Bassistin aus Polen und eine der charmantesten Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2018. Sie rockte die Bühne am Trockendock lieferte ein richtig warmes, funky, tanzbares, lebendiges Konzert ab. Ein Träumchen sage ich euch. So heißt ja auch ihre CD: Dream. Ihren Namen hatte ich schon gehört, man kommt in der Musik ja kaum an ihn vorbei. Er ist brillant. Kinga Glyk. Aber so richtig wahrgenommen hatte ich diese umwerfende Jazzbassisten vorher nicht. Daher ist sie für mich ebenfalls eine tolle und echte Entdeckung beim ELBJAZZ 2019.

Kinga Glyk – Tears In Heaven – Eric Clapton/Jeff Berlin – Cover

NDR Bigband & JOCO

Die NDR Bigband ist immer für eine Überraschung gut, das kennen wir Hamburger schon. Sie tauchen bei dieser oder jener Gelegenheit auf und rocken den Zirkus. Tolles Ensemble das jederzeit richtig Spaß macht. Die Bigband ist unglaublich vielfältig und dynamisch, wie sie ihr eindrucksvoll mit JOCO bewies. JOCO nennt sich das Duo der Schwestern Josepha und Cosima Carl aus Hamburg. Klasse Mischung, passt wundervoll zusammen. Großartige Musik und ebensolche Musik. Hat viel Freude gemacht.

JOCO feat. NDR Bigband – Why Didn’t I See

Laura Perrudin

Die Musikerin stammt gar nicht aus Polen, wie ich zunächst dachte. Nein, „Laura Perrudin ist eine der großen Neuentdeckungen der französischen Szene“. Sie spielt elektisch verstärkte Harfe mit Drumbeats, eine Art psychedelischer Elektro. Ja, sie „hat einen ganz eigenen Stil gefunden, der ihr bereits etliche Einladungen zu wichtigen Musikfestivals eingebrachte.“ Mir persönlich hat es nicht so gut gefallen. Die Idee so etwas mit diesem Instrument zu machen ist wundervoll und originell. Die Songs aber sind mir zu ruhig und teilweise etwas zu neurotisch. Aber Laura ist eine junge Frau, das mag alles noch nachreifen.

Laura Perrudin @ Transmusicales – Auguries of Innocence

NNEKA

Die in Hamburg lebende nigerianische Sängerin NNEKA brauchen ich hier nicht mehr vorstellen. Oder? Ich kannte sie vorher und sie hat ein tolles Konzert als Headliner auf der Bühne vor dem Trockendock abgeliefert. Sie ist nicht nur eine Augenweide, ihre Stimme ist fantastisch, sie performt grandios und hatte tolle Popsongs und vieles mehr im Programm.

NNEKA – Live at Uprising Reggae Festival 2016

Gogo Penguin

So gut kann Modern-Jazz sein. Der Name ist witzig, Gogo Penguin, die Musik vielfältig, ernst, verspielt, melancholisch, jazzig, akustisch, abgefahren, groovt, ambiental, jung.

GoGo Penguin – Hopopono (Official Video)

Kamasi Washington

Fetter Jazz, würde ich sagen. Mächtiges Konzert auf dem ELBJAZZ. Wie heißt es so schön bei Wikipedia: „Kamasi Washington ist ein US-amerikanischer Tenorsaxophonist. Der Musiker ist überwiegend im Jazz tätig, wirkt als Sideman und Arrangeur aber auch in anderen Genres.“ Genau. Sein Sax ist toll, der weiß, was er da tut und scheint dabei unbändige Freude zu haben. Sein Spiel lässt darauf schließen. Ich bin nicht im Jazz zuhause und kannte ihn noch nicht. Auch wenn er in anderen Genres unterwegs ist. Für mich eine tolle Entdeckung. Hier sehe ich wieder, wie viele Musiker es gibt, die ich noch gar nicht kenne und die tolle Musik machen. Danke für diese Entdeckungen auf dem ELBJAZZ 2018!

Kamasi Washington – Truth (Live @ Coachella 2018)

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