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Safe Abortion Day 2026 – Für sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche weltweit: Hamburg demonstriert für Selbstbestimmung
26. September 2026 @ 18:00 – 20:00

Am 28. September ist internationaler Safe Abortion Day! Weltweit gehen Menschen für sichere, legale Abtreibungen auf die Straße – auch in Hamburg. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der S-Bahn Sternschanze!
Über den eigenen Körper und das eigene Leben entscheiden zu können, sollte selbstverständlich sein. Beim Thema Schwangerschaftsabbruch ist genau diese Selbstbestimmung Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Zum internationalen Safe Abortion Day am 28. September 2026 ruft ein Hamburger Bündnis deshalb zur Demonstration auf. Treffpunkt ist am Montag um 18 Uhr an der S-Bahn Sternschanze.
Die Demonstration verbindet die Forderung nach sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen weltweit mit konkreten Anliegen für Deutschland. Es geht um gesetzliche Regelungen, medizinische Versorgung und die Frage, welche Hürden Menschen überwinden müssen, wenn sie eine Schwangerschaft beenden möchten.
Was das Bündnis fordert
Eine zentrale Forderung des Hamburger Aufrufs ist die Streichung von § 218 aus dem Strafgesetzbuch. Das Bündnis setzt sich außerdem für einen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen unabhängig von Einkommen, Wohnort, Aufenthaltsstatus und Volljährigkeit ein.
Gefordert werden die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ohne bürokratische Hürden, der Ausbau medizinischer Angebote einschließlich Telemedizin und eine bessere Verankerung des Themas in der ärztlichen Ausbildung. Auch der Schutz von Beratungsstellen und Versorgungseinrichtungen wie pro familia gehört zu den Anliegen. Darüber hinaus spricht sich das Bündnis gegen verpflichtende Beratung, Wartezeiten und gesetzliche Fristen aus.
Das sind politische Forderungen der Veranstaltenden. Sie beschreiben die Veränderungen, für die am Safe Abortion Day demonstriert wird.
Warum § 218 weiterhin zur Debatte steht
Schwangerschaftsabbrüche werden in Deutschland weiterhin im Strafgesetzbuch geregelt. § 218a legt fest, unter welchen Voraussetzungen ein Abbruch straflos bleibt beziehungsweise nicht rechtswidrig ist.
Bei der sogenannten Beratungsregelung müssen unter anderem eine vorgeschriebene Beratung und ein Abstand von mindestens drei Tagen zum Eingriff eingehalten werden. Der Abbruch muss ärztlich vorgenommen werden; seit der Empfängnis dürfen nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein. Daneben bestehen besondere Regelungen bei medizinischer und kriminologischer Indikation.
Gerade diese Verankerung im Strafrecht steht im Zentrum der Kritik des Bündnisses. Die Demonstration richtet sich damit auch auf die gesellschaftliche Bewertung einer sehr persönlichen Entscheidung.
Selbstbestimmung braucht Unterstützung
Für mich gehört zu einer solidarischen Gesellschaft, dass Menschen mit einer ungewollten Schwangerschaft respektvoll behandelt werden. Sie brauchen verständliche Informationen, erreichbare medizinische Hilfe und die Möglichkeit, ihre Entscheidung ohne Beschämung zu treffen.
Dabei muss niemand die eigene Lebensgeschichte öffentlich machen, um Unterstützung zu verdienen. Ob jemand Kinder möchte, bereits Kinder hat oder eine Schwangerschaft nicht fortsetzen kann oder will: Hinter diesen Entscheidungen stehen Lebensumstände, die Außenstehende oft nur ausschnittsweise kennen.
Auch Männer können hier Verantwortung übernehmen – indem sie zuhören, Verhütung mittragen, Unterstützung anbieten und die Entscheidung der schwangeren Person respektieren. Solidarität zeigt sich schließlich auch darin, die Grenzen der eigenen Entscheidungsmacht anzuerkennen.
Treffpunkt und Termin der Hamburger Demonstration zum Safe Abortion Day 2026
| Angabe | Information |
|---|---|
| Veranstaltung | Bündnis-Demo zum Safe Abortion Day 2026 |
| Datum | Montag, 28. September 2026 |
| Beginn / Treffpunkt | 18 Uhr, S-Bahn Sternschanze |
| Angekündigter Zeitrahmen | 18 bis 21 Uhr |
| Anliegen | Sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche weltweit |
| Mehr Infos | https://www.verdi.de/frauen/termin/safe-abortion-day-2026 |
Eine konkrete Route und ein genauer Bahnhofsausgang sind im ausgewerteten Aufruf nicht angegeben. Achte deshalb vor Deiner Anreise auf mögliche Ergänzungen der Veranstaltenden.
Eine persönliche Entscheidung, eine gemeinsame Verantwortung
Der Safe Abortion Day bringt eine grundlegende Frage auf die Straße: Wie viel Selbstbestimmung ermöglichen wir Menschen tatsächlich, wenn es um ihren Körper und ihre Zukunft geht?
Die Hamburger Demonstration bietet Gelegenheit, für diese Selbstbestimmung öffentlich einzustehen. Am 28. September um 18 Uhr an der S-Bahn Sternschanze wird daraus ein gemeinsames Anliegen – sichtbar, solidarisch und mitten in der Stadt.
Stand: 25. September 2026. Änderungen durch die Veranstaltenden vorbehalten.

