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Filmfest Hamburg 2026: Zehn Tage Kino, das etwas mit Dir macht

24. September 2026 – 3. Oktober 2026

Es gibt diese Kinomomente: Der Abspann läuft, das Licht geht an, aber Du bist noch nicht ganz zurück. Eine Figur beschäftigt Dich, ein Satz arbeitet weiter, eine Geschichte hat etwas verschoben. Für solche Abende lohnt es sich, beim Filmfest Hamburg 2026 Platz im Kalender zu schaffen. Die 34. Ausgabe beginnt am Donnerstag, 24. September, und läuft bis Sonnabend, 3. Oktober.

Zehn Tage lang kannst Du zwischen vertrauten Hamburger Kinos und ziemlich unbekannten Lebenswelten pendeln. Das Programm umfasst 114 Filme aus 64 Ländern in zehn Sektionen. Eine gute Gelegenheit, auch einmal einen Film auszuwählen, dessen Titel Dir noch nichts sagt. Schließlich gehört zum Reiz eines Festivals, mit einer gewissen Neugier hineinzugehen – und mit einer neuen Lieblingsgeschichte herauszukommen.

Hamburg schaut auf seine eigene Geschichte

Für Hamburgerinnen und Hamburger klingt „Sternbrücke Forever“ von Christian Hornung besonders spannend. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Menschen und dem Leben rund um die alte Sternbrücke: mit Geschäften, Clubs und einem Stück Stadt, das durch den Abriss grundlegend verändert wird. Damit stehen auch Fragen nach bezahlbarem Leben, Subkultur und Stadtentwicklung im Raum. Wer Hamburg liebt, dürfte hier reichlich Gesprächsstoff finden.

Auch das Hamburg Ballett wird zum Filmthema. „BETWEEN TIMES – The Hamburg Ballet in Transition“ von Kim Hess begleitet Demis Volpi während seiner ersten Spielzeit als Nachfolger von John Neumeier. Proben, Premieren und Gespräche zeigen einen künstlerischen Übergang unter öffentlicher Beobachtung. Zwei sehr unterschiedliche Hamburg-Filme also – über Orte und Institutionen, deren Wandel Menschen bewegt.

Fatih Akin, Wolf Biermann und eine Mutter unter Druck

In der Sektion „Große Freiheit“ versammelt das Filmfest Hamburg 2026 zwölf aktuelle deutsche Filme. Einer davon ist „Geister“ von Fatih Akin, der in Hamburg Deutschlandpremiere feiert. Die Geschichte führt eine Liebe über den Tod hinaus: Farasha stirbt in der Nacht ihrer ersten Begegnung mit Faris, kann ihm jedoch für 40 Nächte in seinen Träumen begegnen. Das klingt nach einem Stoff, für den man sich einen ruhigen Abend und etwas Zeit danach freihalten sollte.

Der neue Film von Fatih Akin ist beim Filmfest Hamburg 2026 dabei

Eine Weltpremiere ist „Biermann“ von Jens Meurer. Der Dokumentarfilm verbindet das Leben Wolf Biermanns mit deutsch-deutscher Geschichte und greift dafür auch auf seltene Archivaufnahmen zurück.

Für Literaturinteressierte steht „Lügen über meine Mutter“ auf der Liste. Aron Lehmann verfilmt Daniela Dröschers Roman über eine Familie, in der der Vater das Gewicht der Mutter für seine eigenen Enttäuschungen verantwortlich macht. Rosalie Thomass spielt die Hauptrolle und schrieb das Drehbuch. Auch dieser Film wird in Hamburg erstmals öffentlich beim Filmfest Hamburg 2026 präsentiert.

Helen Mirren kommt nach Hamburg

Ein besonderer Gast beim des Filmfest Hamburg 2026 ist Helen Mirren. Die britische Schauspielerin erhält am Dienstag, 29. September, den Douglas Sirk Preis und wird zur persönlichen Entgegennahme in Hamburg erwartet. Die Verleihung findet im CinemaxX Dammtor, Saal 1, vor der Vorführung von „Ein Talent fürs Morden“ statt.

Mirrens Karriere reicht vom Theater über die Fernsehserie „Prime Suspect“ bis zu „The Queen“, für den sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt. Eine Schauspielerin, die Autorität und Verletzlichkeit gleichermaßen glaubwürdig verkörpern kann – und ein guter Anlass, ihre Arbeit auf der großen Leinwand zu feiern.

Weltkino zwischen Aufbruch und Widerstand

Das internationale Programm des Filmfest Hamburg 2026 lässt sich auch entlang von Themen durchstöbern. Freiheit, Verbundenheit und Neuanfang ziehen sich als Motive durch die diesjährige Auswahl. Dazu passt etwa „Everybody to Kenmure Street“, in dem sich eine Nachbarschaft in Glasgow gegen die Abschiebung zweier Bewohner stellt.

Die Sektionen helfen bei der Orientierung: „Veto!“ bündelt politisches Kino, „Asiascope“ richtet den Blick nach Ost- und Südostasien, „Voilà!“ auf französischsprachige Filme. Unter „Vitrina“ findest Du spanisch- und portugiesischsprachiges Kino, während „Transatlantic“ Produktionen aus den USA und Kanada präsentiert.

Eröffnet wird das Festival mit der Europapremiere von „The Idiot(s)“ von Ma?gorzata Szumowska und Micha? Englert. Zum Abschluss steht „Ha-Chan, Shake Your Booty!“ von Josef Kubota Wladyka auf dem Programm.

Filmfest Hamburg Junior: Kino für junge Zuschauer

Auch für einen Familienausflug bietet das Festival Anlässe. Filmfest Hamburg Junior richtet sich an junge Kinofans zwischen vier und 16 Jahren. Die Altersempfehlung des jeweiligen Films hilft bei der Auswahl.

Den Auftakt macht „Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld“ am Freitag, 25. September, um 16 Uhr im CinemaxX Dammtor, Saal 1. Darüber hinaus gehören internationale Geschichten und zwei neue „Pfefferkörner“-Folgen zum Junior-Programm. Schön daran: Kinder bekommen die Gelegenheit, Kino als gemeinsames Erlebnis wahrzunehmen – mit einer großen Leinwand, einem ganzen Saal voller Reaktionen und Geschichten, über die sich hinterher reden lässt.

Am 3. Oktober ist der Festivalbesuch kostenlos

Diesen Termin solltest Du Dir vormerken: Am Sonnabend, 3. Oktober 2026, findet der Tag des freien Eintritts statt. Die Festivalvorstellungen sind dann sowohl in den fünf Festivalkinos als auch in den teilnehmenden „FilmFest ums Eck“-Kinos kostenlos.

Ein kostenloses Ticket brauchst Du trotzdem. Pro Person können bis zu fünf Freikarten gebucht werden. Ein weiteres Ticketkontingent wird am 30. September um 16 Uhr freigeschaltet. Wer bei einer Vorstellung zunächst keinen Platz bekommt, hat damit noch einmal eine Chance.

Die Aktion gilt für die Festivalvorführungen, nicht pauschal für das gesamte reguläre Kinoprogramm Hamburgs. Gerade für Menschen, die das Filmfest bisher nur vom Hörensagen kennen, ist dieser Tag eine schöne Einladung, einfach einmal dabei zu sein beim Filmfest Hamburg 2026!

Neuer Film mit einer meiner Lieblingsschauspieler John Malkovich beim Filmfest Hamburg 2026

Filmfest Hamburg 2026: Kinos und Ticketpreise im Überblick

Die fünf zentralen Festivalkinos des Filmfest Hamburg 2026 sind Abaton, CinemaxX Dammtor, Metropolis, Passage und Studio Kino. Hinzu kommen weitere Spielorte für einzelne Angebote.

TicketPreis
Reguläre Vorstellung12 Euro
Ermäßigtes Ticket9 Euro
Nachmittagsticket, Montag bis Freitag bei Beginn bis einschließlich 17:30 Uhr8 Euro
Filmfest Hamburg Junior5,50 Euro
Junior-Gruppen ab fünf Personen, pro Person4,50 Euro
Veranstaltung zum Douglas Sirk Preis20 Euro
Online-10er-Pass90 Euro
Festivalvorstellungen am 3. OktoberKostenlos, Ticket erforderlich

Der 10er-Pass für das des Filmfest Hamburg 2026 gilt nicht für Eröffnungsfilm, Abschlussfilm und Douglas Sirk Preis. Er ist nur online und nach Verfügbarkeit erhältlich. Der Vorverkauf läuft bereits; Tickets gibt es im offiziellen Festival-Ticketshop sowie in Abaton, Metropolis, Passage und Studio Kino.

Prüfe vor der Buchung auch Sprachfassung und Untertitel. Gerade bei internationalen Filmen lohnt sich dieser Blick. Wenn Du mehrere Vorstellungen kombinierst, plane außerdem ausreichend Zeit für den Weg zwischen den Kinos beim des Filmfest Hamburg 2026 ein.

Gibt es ein Festivalzentrum?

Auch zwischen den Vorstellungen gibt es beim Filmfest Hamburg 2026 einen Ort zum Ankommen und Weiterreden: das MOIN FilmFest Café im CinemaxX Dammtor. Ab dem 25. September ist es während des Festivals täglich von 9:30 bis 12 Uhr und von 15 bis 21:30 Uhr geöffnet. Der Treffpunkt steht Publikum und Filmschaffenden gleichermaßen offen. Hier kannst Du eine Pause einlegen, über den gerade gesehenen Film sprechen oder Anregungen für Deinen nächsten Kinobesuch mitnehmen.

Am Abend geht es gegenüber weiter: Die FilmFest Bar im CODA CLUB am Congressplatz 2 öffnet vom 26. September bis 3. Oktober jeweils ab 21 Uhr. Zum angekündigten Programm gehören Talks, Partys, DJ-Sets, Konzerte und Karaoke. Auch ohne Branchenakkreditierung bist Du willkommen. Wer nach dem Abspann noch nicht nach Hause möchte, kann den Festivaltag hier in Gesellschaft ausklingen lassen – und das Gespräch über die Leinwandgeschichten mit in die Nacht nehmen.

Der schönste Film steht vielleicht noch nicht auf Deiner Liste

Mein Vorschlag für diese zehn Tage: Such Dir einen Film aus, auf den Du Dich ohnehin freust, und einen zweiten, der außerhalb Deiner üblichen Auswahl liegt. Eine Dokumentation, ein Debüt, eine Geschichte aus einem Land, dessen Kino Du kaum kennst.

Ein Festival wie das Filmfest Hamburg 2026 darf überraschen. Es darf Dich zum Lachen bringen, unbequem werden oder eine Frage stellen, für die es keine schnelle Antwort gibt. Und manchmal reicht schon ein einziger guter Film, damit der Heimweg durch Hamburg ein wenig anders aussieht.

Filmfest Hamburg: 24. September bis 3. Oktober 2026. Angaben nach dem veröffentlichten Festivalprogramm, Stand 22. September 2026. Programmänderungen und Ticketverfügbarkeit vorbehalten.

Mehr dazu: https://www.filmfesthamburg.de/

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