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Ostern 2026 im Schauspielhaus: Die Stadt der Träumenden Bücher

3. April 2026 @ 18:00 6. April 2026 @ 21:00

An Ostern 2026 bringt das Deutsche Schauspielhaus zu Hamburg Walter Moers’ „Die Stadt der Träumenden Bücher“ als großes Familienspektakel wieder auf die Bühne. Unser Tipp!

Die Buchlinge in der ledernden Grotte?
Hildegunsts Kampf gegen die Spinxxxe in den Schatten der Katakomben?
Der Besuch im Antiquariat von Inazea Anazazi?
Das Trompaunenkonzert?
Das Bücherlaboratorium von Phistomefel Smeik?
Und die verblüffende Enttarnung des Schattenkönigs?

Walter Moers’ Roman zählt zu den großen Fantasiegeschichten der letzten Jahrzehnte. Eine Hommage an Literatur und Leselust, an die Macht des Geschriebenen. Die Bühne verwandelt diesen Stoff in ein Abenteuer, das direkt bei der Hauptfigur beginnt: Hildegunst von Mythenmetz, ein junger, naiv-eifriger Dichter, der über ein „perfektes Manuskript“ stolpert. Ein Text so meisterlich, dass er seinen unbekannten Verfasser finden muss – koste es, was es wolle.

Seine Suche führt ihn nach Buchhaim, die berühmte Stadt der träumenden und gefräßigen Bücher: Antiquariate, Labyrinthe, Katakomben, zweifelhafte Verlage, bizarre Kreaturen. Der Weg ist gefährlich, skurril und oft komisch. Genau so inszeniert es das Schauspielhaus.

Das Kreativteam: Fantasie mit System

Regie führt der ungarische Regisseur Viktor Bodó – ein Künstler, der für bildstarke, assoziative und überraschende Theaterformen bekannt ist. Ein Regisseur, der nicht illustriert, sondern neu denkt. Das Schauspielhaus nennt ihn „seelenverwandt mit der Moers-Welt“.

Die Bühnenfassung von Die Stadt der Träumenden Bücher stammt von Sybille Meier, Anna Veress und Daniel Neumann. Drei Dramaturgie-Köpfe, die den dickleibigen Roman in eine klare, spielbare Struktur überführen. Sie destillieren den Witz, die Gefahr, die Anspielungen – und geben Hildegunsts Reise Richtung und Tempo.

Dass die Produktion ab zehn Jahren empfohlen wird, zeigt das große Kunststück: Sie vereinfacht nicht, sondern strukturiert. Sie hält die Türen offen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

In der Eigendarstellung wird das Stück eine „Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur“ genannt. Und es stimmt: Dieses Projekt ist mehr als Unterhaltung. Es ist ein Bekenntnis zu Fantasie, Sprache und Geschichten – gerade in einer Zeit, die oft nach schnellen Antworten verlangt.

Warum dich Die Stadt der Träumenden Bücher etwas angeht

Vielleicht hast du Moers gelesen, vielleicht nicht. Es spielt keine Rolle. Das Stück funktioniert für dich, wenn du Geschichten magst. Wenn du Bilder suchst, die nicht erklären, sondern inspirieren. Wenn du Theater willst, das sich traut, laut und verspielt zu sein.

Das Schauspielhaus inszeniert ein Abenteuer, das dich mitnimmt: in die Katakomben, zu den Bücherjägern, zu Objekten, die flüstern und lachen und drohen. Ein Abend, der zeigt, wie viel Freude entsteht, wenn Literatur zur Bühne wird.

Und am Ende spürst du: Dieses Haus meint es ernst. Mit dem Lesen. Mit der Fantasie. Mit seinem Publikum.

Meine persönliche Theaterkritik zu dem Stück liest du hier!

Karfreitag, 3/4 um 18.00 Uhr
Karsamstag, 4/4 um 18.00 Uhr
Ostersonntag, 5/4 um 18.00 Uhr
Ostermontag, 6/4 um 16.00 Uhr

Schauspielhaus Hamburg

Kirchenallee 39
Hamburg, Hamburg 20099 Germany
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