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LIVE ART FESTIVAL Hamburg

LIVE ART FESTIVAL vom 3. bis 13. Juni 2021 mit Kunstpark und Morgenritual

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Ein Phänomen der Corona-Pandemie ist der Spaziergang-Boom. Den macht das LIVE ART FESTIVAL auf Kampnagel vom 3. bis zum 13. Juni zum Programm und eröffnet im Garten auf dem Gelände einen temporären Kunstpark, eine neue PLEASUREZONE zum Flanieren, um dabei Kunst zu erleben. Zum Beispiel eine Installation der Hamburger Künstlerin Sasha Gold, eine Wandzeitung zu migrantischem Widerstand sowie diverse Pleasure-Aktivist*innen on coronasicherer Interaktion.

Einen 11-Stationen Rundgang mit Performance-Stopps liefert die Kampnagel Augmented-Reality-App [k] to go. Der Handybildschirm wird zur Bühne für fünf unterschiedliche Touren, die speziell für dieses Medium entstanden sind: Das Wiener Performance Kollektiv God’s Entertainment ist mit einer Sightseeingtour durch Europa dabei, der ivorische Choreograf Frank Edmond Yao hat seine Performance DAS SANDWICH SYNDROM für die App adaptiert und thematisiert das Leben zwischen zwei Kontinenten, die Musiker*innen Preach und Don Jegosah von One Mother laden zu einem „Sentimental Rave“ ein. Der chilenische Choreograf Jose Vidal nimmt das Publikum mit auf eine interaktive Erfahrungsreise zu den Elementen.

Ein weiterer Rundgang mit verschiedenen überregionalen und internationalen künstlerischen Beiträgen (u.A. von Baby of Control, NewFrontEars und Renegade) ist als Kooperation des Bündnisses der internationalen Produktionshäuser im Rahmen des gemeinsamen Projekts CLAIMING COMMON SPACES entstanden, das jährlich an einem der sieben Häuser und 2021 erstmals auf Kampnagel als Teil des LIVE ART FESTIVALS stattfindet. Zusätzlich exportieren wir die App zu den Bündnishäusern nach Essen, Düsseldorf, Dresden und Frankfurt, wo das Publikum die Performance-Spaziergänge ebenfalls erleben kann.

Auch vor Ort in Hamburg wird der Radius der Kunst-Spaziergänge über das Kampnagel Gelände hinaus erweitert. Jose Vidal hat zusammen mit 15 Hamburger Performer*innen ein „Morgenritual“ für den Hamburger Stadtpark entwickelt, für das früh um 6 Uhr jeweils ein*e Performer*in und ein*e Besucher*in aufeinander treffen, um sich nach Monaten der sozialen Isolation gemeinsam durch die Natur zu bewegen. Vidal, der auf Kampnagel bisher für die große Bühne und mit bis zu 100 Performer*innen gearbeitet hat, choreografiert mit der Festival-Uraufführung ELEMENTAR sein bislang intimstes Stück. Zusätzlich zum morgendlichen Rundgang durch den Stadtpark, gibt es eine ELEMENTAR-Tour für die App [k] to go und Open-Air-Bewegungsworkshops, die auf Zeiten vorbereiten, in denen wieder zusammen getanzt werden kann. (3. bis 6. Juni)

Auf einen urbanen Erlebnis-Spaziergang kann man sich vom Künstler*innenkollektiv Mobile Albania mitnehmen lassen, das als INNERSTÄDTISCHER WANDERVEREIN ungewöhnliche Wege durch die Stadt findet: durch Hinterhöfe, über Zäune, durch Gärten oder auch mal hoch hinaus zu neuen Aussichten auf die Aufteilung des städtischen Raums. (11. bis 13. Juni 2021)

Kampnagel – Augmented Reality APP [k] to go – Tutorial

Mit einem Parcours durch eine große begehbare Raum-Installation in der Kampnagel Vorhalle entwirft die Hamburger Gruppe Baltic Raw Org ein düsteres Zukunftsszenario und fordert das Publikum auf, beim Durchlaufen von ARAPOLIS aktiv Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. ARAPOLIS ist Arche und Zeitkapsel zugleich und verspricht den wegen des Klimanotstands aus Europa Flüchtenden einen Neuanfang oder die Einreise ins Paradies. (3. bis 5. und 10. bis 12. Juni)   

Das Bild der zwischen Pandemie, Klimakrise und dem Virus des Rassismus gestrandeten Arche steht im Mittelpunkt der Live Stream Performance IST DAS EIN MENSCH von kainkollektiv. Diese internationale Koproduktion zwischen dem Bochumer kainkollektiv, der Zora Snake Compagnie aus Kamerun und Njara Rasolomanana aus Madagaskar hat 2018 begonnen, sich pandemie-bedingt immer wieder verschoben und verändert und gezeigt, dass sich die Bedingungen für das internationale Arbeiten vor allem für Künstler*innen aus dem Globalen Süden stark verändert haben. (2. und 4. Juni)

Über diese veränderten Rahmenbedingungen im freien Produzieren sprechen die Mitglieder von kainkollektiv am 5. Juni im Rahmen von CLAIMING COMMON SPACES III in der vom Fonds Darstellende Künste initiierten Online-Podiumsdiskussion TRANSFORMATIONEN zusammen mit Stefan Kaegi (Rimini Protokoll), Sahar Rahimi (Monster Truck) und Sibylle Peters (geheimagentur).

Auch die Bedingungen für Vorstellungsbesuche haben sich in der Pandemie komplett verändert. Das Publikum muss platzgenau registriert werden, damit jederzeit Kontakte nachvollzogen und mögliche Ansteckungsketten unterbrochen werden können. In vielen Bundesländern wird bereits seit einigen Monaten die App »Luca« genutzt und darüber debattiert. Das Bündnis der internationalen Produktionshäuser organisiert zur Festivaleröffnung am 3. Juni eine Podiumsdiskussion mit Expert*innen aus Kultur, Politik und Datenschutz, die über die Chancen der Pandemie-Bekämpfung (und damit die Wieder-Ermöglichung des Veranstaltungsbetriebs) sowie die datenschutzrechtliche Verantwortung gegenüber den Besucher*innen sprechen.

CORONA ICONICS: Suche nach privaten Bildern

Die Corona-Pandemie prägt den öffentlichen Raum seit vielen Monaten. Fast alle Orte für Freizeit und öffentliches Leben waren plötzlich nicht mehr zugänglich, wurden umfunktioniert, neue Begegnungsräume sind entstanden. Wir sammeln in den kommenden Wochen private Fotos, die diese pandemischen Umnutzungen, Aneignungen und Verdrängungen dokumentieren. Als gemeinsames Projekt des Bündnisses der internationalen Produktionshäuser entsteht daraus im Rahmen von CLAIMING COMMON SPACES III die Publikation CORONA ICONICS, die im Herbst veröffentlicht wird.

LIVE ART FESTIVAL #11

Welcome to the Pleasurezone
3. bis 13. Juni 2021
Morgenrituale im Stadtpark, ein interaktiver Parcours zum Klimanotstand und Spaziergänge mit Performance-App 
Kurzfristige Änderungen Im Programm von LIVE ART FESTIVAL & CLAIMING COMMON SPACES III seht ihr auf kampnagel.de, ebenso wie die aktuellen Hygiene-Regeln, die für die einzelnen Veranstaltungen gelten.  

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