Volksparkstadion: Wie wird der Besuch beim HSV in Zukunft aussehen?

Volksparkstadion: Wie wird der Besuch beim HSV in Zukunft aussehen?

Der Fußball verändert sich merklich. Das merken wir nicht nur im Hamburger Volksparkstadtion, wo der HSV zum ersten Mal seit Bundesliga-Gründung zweitklassig aktiv ist. Auch die Transfersummen erreichen Höhen, die kaum mehr nachzuvollziehen sind. Daneben fällt der Blick auf die Technologie, die sich rund um die Stadien entwickelt. Worauf können wir uns hier in Zukunft einstellen?

Bargeld ist Trumpf im Volksparkstadion

Wer heutzutage in ein Fußballstadion geht, muss sich oftmals auf das Schlimmste vorbereiten. Warum sollte man als Gäste-Fan eine eigene aufladbare Karte erwerben, nur um sich ein Bier oder eine Bratwurst vor dem Gästeblock zu kaufen? Beim HSV ist es da glücklicherweise etwas einfacher, da hier noch in Bargeld bezahlt wird. Dennoch steht man bei einem ausverkauften Heimspiel schnell in der schier endlosen Schlange, weil die 20 hungrigen Fans vor einem noch nicht das nötige Kleingeld herausgekramt haben. Das muss doch irgendwie einfacher gehen, sollte man meinen?

Geht es auch – nur eben noch nicht in Hamburg. Der FC Bayern führte zuletzt etwa die Zahlungsmöglichkeit Apple Pay ein, was die Schlangen deutlich verringern soll, da kontaktlose Zahlungsmethoden bei den iPhone-Nutzern zum Einsatz kommen. Es war eine sehr positiv aufgenommene Veränderung, die sich nicht nur auf Bier und Wurst beschränkte. Vielmehr können nun auch NFC-Tickets eingesetzt werden. Hier muss nicht einmal das Smartphone angeschaltet werden, um ins Stadion zu gelangen. Einfach neben den Scanner halten und das Tor öffnet sich. Und wenn man als HSV schon Holsten durch König Pilsener ersetzt, sollte man doch davon ausgehen können, dass auch einige neue Technologien eingeführt werden? Doch es scheint noch ein wenig zu dauern, ehe auch im Volksparkstadtion Bewegung in diese Angelegenheit kommt.

Der Bau des Hamburger SV Volksparkstadions Imtech Arena als Modell

Was macht die Konkurrenz und wo liegen Alternativen?

Ein Grund für das Zögern einiger Bundesligaklubs wie dem Hamburger SV bei der Einführung einer Stadionkarte wurde vor allem darin begründet, dass sich die Partner anderer Vereine finanziell übernommen hatten und Konkurs anmelden mussten. Entsprechend kehrten auch diese zu Bargeld-Systemen zurück. Moderne Alternativen sind jedoch allgegenwärtig, aber noch nicht im Mainstream angelangt. Zu diesen zählen Kryptowährungen. Es handelt sich um die auf Blockchains basierenden Systeme wie Bitcoin und Ripple, welche immer mehr Anwendung in der realen Welt finden. Ein weiteres aktuelles Beispiel für effizientere Zahlungen ist QTUM, welches mit dem Bitcoin Atomic Swaps agiert. Durch solche Kryptowährungen wird der Bedarf eines Mittelmannes bei Zahlungen, wie er bei herkömmlichen Bankensystemen vorhanden ist, eliminiert. Möglicherweise die Zukunft im Volksparkstadion?

Bei einer Vielzahl an anderen Klubs in Deutschland scheint der Trend weg von der Stadionkarte ebenfalls einzusetzen. So hat sich der VfB Stuttgart unabhängig vom sportlichen Erfolg dazu entschlossen, die Bezahlkarte wieder abzuschaffen und auf Bargeld, Giro Card sowie Kreditkarte zu setzen. Es handelt sich um eine sehr fanfreundliche Variante, die überflüssige Beträge der Vergangenheit angehören lässt. Besonders innovativ wird es unterdessen in Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 hat im Trikotärmel einen Chip platziert, der an den Ständen oder im Fan-Shop einsetzbar ist. Wie praktisch doch der Samstagnachmittag – entschuldige, Montagabend – im Stadion, im Volksparkstadtion sein kann!

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