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Zigarren im Sommer

Zigarren sind auch im Sommer ein Hochgenuss

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Die Zeiten, in denen man bei Zigarrenrauchern lediglich an wohlbeleibte ältere Herren im Stil eines Winston Churchill dachte, sind längst vorbei. Die Zigarre ist mittlerweile zum genüsslichen Accessoire echter Trendsetter und junger Leute geworden – und das auch im Sommer, beispielsweise zu einem kühlen Glas Weißwein.

Dass eine gute Zigarre ausgesprochen beliebt ist, zeigen auch die Verkaufszahlen. Diese steigen nämlich – während die der Zigarette abnehmen. Doch warum sind Zigarren eigentlich so beliebt?

Eine Zigarre passt zu vielen Gelegenheiten

Einer der Gründe ist die Tatsache, dass es Zigarren heute in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, sodass man sie auch zu ganz unterschiedlichen Getränken genießen kann. Vor einigen Jahren noch gehörte zur Zigarre wahlweise ein schwerer Rotwein oder aber ein guter Cognac. Das funktioniert natürlich auch heute noch. Aber darüber hinaus gibt es mittlerweile nahezu endlose Kombinationsmöglichkeiten, auch im Sommer, in dem man lieber einen leichten Wein oder spritzigen Cocktail genießt.

Ein weiterer Grund für den Trend zur Zigarre ist mit Sicherheit die Tatsache, dass sie den perfekten Kontrapunkt zum hektischen Alltag setzt. Eine Zigarre ist nichts für zwischendurch, sie will genossen werden. Deshalb ist sie auch ideal für das Entschleunigen, also das „Runterkommen“ nach einem stressigen Tag. Aber eben auch nicht nur. Heute gehört die Zigarre auch zum Hamburger Partyleben, wenn der Anlass stimmig ist. Denn ein Stück weit steht die Zigarre heute auch für Glamour, für rauschende Feste, für Champagner-Abende und schöne Menschen.

Wenn Handwerk zum Luxus wird

Eine gute Zigarre ist überdies deshalb so beliebt, weil sie ein Synonym für echte Handwerkskunst ist. Dafür muss man sich nur einmal vor Augen führen, wie aufwendig die Herstellung ist. Nach der Ernte der Tabakblätter werden diese in Bündeln aufgehängt und anschließend fermentiert. Schon dieser Vorgang kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen, er sorgt aber auch dafür, dass Tabak für Zigarren besonders aromatisch ist. Im zweiten Schritt werden die Deckblätter der späteren Zigarre geschnitten und mit Feuchtigkeit behandelt. Denn sie sind nicht nur Aromaträger, sondern auch verantwortlich für den Look der jeweiligen Zigarre.

Neben dem Deckblatt besteht eine Zigarre auch aus der Einlage und dem sogenannten Umblatt. Beides bildet den Kern einer Zigarre und die dafür ausgewählten Tabakblätter entscheiden über den Geschmack. Zusammen mit dem Deckblatt wird aus diesen drei Bestandteilen die Zigarre gerollt – oft genug auch heute per Hand. Ist die Zigarre fertig, kann sie aber noch lange nicht geraucht werden, denn vorher wird sie einige Monate gelagert, sodass die Aromen zu voller Entfaltung gelangen können. Bei diesem aufwendigen Herstellungsprozess ist klar, dass eine gute Zigarre auch ihren Preis hat.

Natürlich gibt es hier auch große Unterschiede. Es gibt gute Zigarren ab fünf Euro, es gibt welche der berühmten Marke Cohiba um 10 Euro – und es gibt den ultimativen Luxus. Der stammt aus Nicaragua, genauer gesagt, von der dort ansässigen Manufaktur Gurkha. Die stellt mit der „His Majesty’s Reserve“ eine extrem teure Zigarre her. Sie kostet rund 1200 Euro – pro Stück, versteht sich.

Die perfekte Zigarre für Einsteiger

Doch für welche Zigarre entscheidet man sich eigentlich, wenn man Einsteiger ist? Zunächst sucht man sich am besten ein gutes Fachgeschäft. Das findet man unter anderem in diesem praktischen Buch von Matthias Thum (Jungius-Verlag). Aber darüber hinaus gibt es auch noch den einen oder anderen Tipp. Zunächst einmal ist eine milde Zigarre die beste Wahl für einen Einsteiger. Deshalb raten Profis auch zu Zigarren aus der Dominikanischen Republik. Dort werden traditionell eher milde Tabaksorten angebaut und verarbeitet. Doch auch die Form der Zigarre ist bei der Auswahl entscheidend. Als Faustregel gilt hier: Je dünner und länger eine Zigarre ist, desto stärker und bitterer das Aroma. Deshalb also zunächst lieber zu einer kürzeren, dickeren Zigarre greifen. Jetzt im Sommer ist eine milde Zigarre aus der Dominikanischen Republik allerdings nicht nur für Einsteiger eine gute Wahl. Denn sie passt perfekt zum Weißwein, aber auch zu einem fruchtigen oder süßen Cocktail.

Neben der Auswahl der richtigen Zigarre spielt natürlich auch die Technik eine wichtige Rolle für den Genuss. Am wichtigsten dabei: Eine Zigarre wird nicht geraucht, sondern gepafft. Dabei zieht man den aromatischen Rauch nur bis in die Mundhöhle, wartet einen Moment, bis die Aromen sich entfaltet haben, und atmet dann wieder aus. Denn bei einer Zigarre geht es nicht um den Nikotinkick, sondern darum, die einzelnen Nuancen des Aromas zu schmecken. Das gelingt mit etwas Übung immer besser.

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