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Zahlt die schöne Frau, die an der Wand lehnt und raucht, bald mehr für ihre E-Zigarette

Ab wann wird die E-Zigarette teuer?

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Die E-Zigarette wird in Zukunft teurer – worum es sich lange Zeit nur um ein Gerücht handelte, hat sich mittlerweile bewahrheitet. Tatsächlich scheint es so, als wären die fetten Jahre für die Dampfer vorbei. Experten prognostizieren, dass der große Boom, den die Technik hinter dem Dampfen bereits seit mehreren Jahren erlebt, zum Erliegen kommt.

Die Frage ist nun, wer werden in Zukunft die Gewinner und wer die Verlierer hinter der sogenannten Liquidsteuer sein, mit der sich der vorliegende Text genauer befassen wird? Kommt es wirklich so weit, dass die kleinen Unternehmen, die sich in den letzten Jahren oftmals besonders durch innovative Lösungen hervorgetan haben, die Preissteigerungen nicht mehr mitgehen können? Tatsächlich haben die Tabakhersteller schon vor ein paar Jahren erkannt, dass Ihnen das Dampfen große Marktanteile wegnimmt. Die Antwort darauf findet sich heute in den beliebten Pod-Systemen, die auf einem ähnlichen Prinzip wie Zigaretten aufbauen. Ist der Pod, in dem sich das Liquid für die E-Zigarette befindet, aufgebraucht, so ist dieser Abfall und landet im Müll.

Entscheidet sich der Verbraucher also für eines der eleganten Systeme der Tabakindustrie, so hat dieser immer einen Grund, neue Pods des gleichen Herstellers zu kaufen. In gewisser Weise wurde so das eigentlich relativ liberal, demokratisch und günstige System des Dampfens ausgehebelt. Da die Systeme der großen Tabakindustrie auf eine große Werbeindustrie zurückgreifen kann, haben diese in den letzten Jahren viel gutmachen können. Außerdem ist es ihnen gelungen, Systeme zu entwickeln, die keiner großen Wartung bedürfen und sogar von Laien binnen weniger Minuten einsatzbereit sind.

Doch warum ist es notwendig, angesichts der Tabaksteuer so genau auf das Angebot der großen Tabakkonzerne einzugehen? Nun, das wird klar, wenn später im Detail auf die Besonderheiten dieser neuen Steuer, die eigentlich keine neue Steuer im klassischen Sinn ist, eingegangen wird. Sind es am Ende die Tabakkonzerne, die von dieser Überarbeitung des Tabaksteuergesetzes von 2009 profitieren?

Wenn sich die Preise der beliebten Liquids denen des Tabaks anpassen, so denkt sich vielleicht der ein oder andere, dass es doch wieder bequemer ist, zur Zigarette zu greifen, anstatt sich ständig um einen Vorrat an dann teuren Liquids und um dergleichen zu kümmern. Die Zigarette muss nicht aufgeladen werden, sie wiegt nichts und wenn man sie fallen lässt, ist es auch nicht weiter schlimm. Der niedrigere Preis war lange Zeit ein Argument für das Dampfen.

Wieso ist die Liquidsteuer so komplex?

Wer alles zur Liquidsteuer wissen möchte, der muss viel Zeit und Geduld mitbringen. Tatsächlich handelt es sich um ein Thema, das erneut die Komplexität des deutschen Steuersystems zeigt. Unzählige Daten, Stufen, Einführungsphasen und dergleichen garantieren, dass kaum jemand mehr einen Durchblick hat.

Der Verbraucher weiß bloß, dass es in den nächsten Jahren wesentlich teurer wird. Doch stimmt das überhaupt? Nun, um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, sich die einzelnen Stufen anzuschauen. Wer sich jetzt wundert, warum überhaupt die Rede von Stufen ist, der sollte sich genauer mit dem Grundwissen zu den Steuergesetzen in Deutschland auseinandersetzen. Tatsächlich ist es bei den meisten Steuern so, dass diese auf einen Schlag, also sofort, gültig sind. Der Verbraucher muss diese bereits beim nächsten Einkauf bezahlen.

Bei relativ diffizilen Steuern, wie eben der Liquidsteuer, sieht das oftmals etwas anders aus. Die Steuern, die auf die Liquids in den kommenden Jahren erhoben werden, sind in ihrer Höhe nicht mit anderen Steuern, etwa der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, zu vergleichen. Die Steuer für Liquids fällt hoch aus, schließlich soll diese nicht nur Geld in die Kassen des Staats füllen, sondern zugleich andere Aufgaben übernehmen. Würde also diese erstaunlich hohe Steuer auf Liquids auf einen Schlag eingeführt werden, so würde das einem Beben auf dem Markt gleichen.

Die Teuerungsrate wäre derart hoch, dass etliche Anbieter auf ihren Produkten sitzen bleiben würden. Erfolgt die Preissteigerung allerdings Schritt für Schritt, so hat zum einen der Markt die Gelegenheit, sich den Änderungen anzupassen und zum anderen ist es für den Verbraucher nicht so schmerzhaft. Eine Teuerung im Centbereich ist eher zu verschmerzen, als eine, die sofort einen gesteigerten Preis in der Höhe mehrerer Euro bedeutet.

Die Liquidsteuer ist also aus mehreren Gründen komplex. Zum einen lassen sich nur Produkte besteuern, die nach einem bestimmten Datum eingeführt wurden. Sind die Produkte bereits im Umlauf, so ist es kaum mehr möglich, diese effektiv zu besteuern. Die Gesetzgebung hat aus diesem Grund den 1. Juli 2022 als das Produktionsdatum angegeben, nachdem sämtliche Produkte verpflichtend besteuert werden müssen. Erkennbar ist das an der Steuerbanderole, die bereits von Zigarettenpackungen bekannt ist. Zum anderen kann die Liquidsteuer, die analog zur Tabaksteuer eingeführt wird, eine große Veränderung, die der Verbraucher, die Hersteller und der Markt im Allgemeinen nicht so ohne Weiteres wegstecken.

Die Komplexität dieser neuen Steuer wird sich damit hauptsächlich in den ersten Jahren zeigen. Schon bald, spätestens im Jahr 2026, wird sich die Sache eingependelt haben. Zwar wird es bis dahin regelmäßig zum Jahresbeginn Beschwerden vonseiten der Verbraucher geben, doch eine solche Entwicklung ist im Hinblick auf ähnliche Steuern nichts Ungewöhnliches.

Geht der individuelle Charakter des Dampfens der E-Zigarette durch die Liquidsteuer verloren?

Das Dampfen der E-Zigarette war von Anfang an eine Sache mit großem Zündpotenzial. Während sich die Medien besonders auf die Frage stürzten, ob das Dampfen gesünder als das Rauchen ist, hat sich die Szene selbst, die binnen weniger Jahre deutlich gewachsen ist, mehr damit beschäftigt, welche Ausprägungen und Formen das Dampfen annehmen kann. In Foren und im realen Leben wurde heftig und laut darüber diskutiert, welcher Weg des Dampfens der richtige ist. Das liegt unter anderem daran, dass das Dampfen etwas sehr Individuelles ist. Diese Individualität hat sich besonders aus der rasanten Weiterentwicklung der Technik ergeben.

Beinahe jeder Dampfer war nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung in der Lage, sein Dampferlebnis an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Niemanden hat es mehr gewundert, dass es schon kurz nach der ersten Vorstellung einer neuen Technik richtige Technik-Nerds gab, die sich tagtäglich der Optimierung des Genusses widmeten. Berechtigt ist nun die Frage, ob diese große Individualität verloren geht, vordergründig aufgrund der gleichen Besteuerung von fertigen, vorgemischten Liquids und den sogenannten Basen. Die Liquidsteuer befasst sich in keiner Weise mit der Technik selbst, die es zum Dampfen braucht. Das Einzige, was besteuert wird, ist sämtliches Verbrauchsmaterial.

In den Foren, aber auch unter Freunden, wurden in letzter viele erprobte Rezepte für die besten Liquids und Mischungen geteilt. Während der Raucher sein Vergnügen vom vorhandenen Tabak oder den angebotenen Zigaretten abhängig macht, kann der Dampfer den Geschmack, die Intensität und den Nikotingehalt genau nach seinen Vorstellungen anpassen. Damit das allerdings möglich ist, braucht es die sogenannte Basis. Dieser werden Geschmacksstoffe und Nikotin hinzugefügt, um letzten Endes das fertige Liquid zu erhalten. Bedauerlicherweise wird das Liquid bis zum Jahr 2026 mit beinahe 33 Cent pro einzelnem Milliliter besteuert.

Wie hoch allein die Steuer bei einer Flasche mit einem Liter Inhalt ist, das kann sich jeder selbst ausrechnen. Es sieht damit ganz danach aus, als wären die Zeiten, in denen sich dem eifrigen Herumprobieren und Mischen gewidmet wurde, endgültig vorbei.

Befürworter der Steuer und die Politik argumentieren, dass das Ende des Herumprobierens oder zumindest die Einschränkungen aufgrund der deutlich höheren Preise auch seine Vorteile mit sich bringt. Wer sich heute auf in den hohen Norden macht, als Beispiel, um die Hansestadt Hamburg zu besuchen, weil es dort so viele schöne Orte zum Fotografieren gibt, der weiß in der Regel, worauf er oder sie sich einlassen.

Es gibt endlos viel Informationen dazu und der Wetterbericht sagt einem, dass es wahrscheinlich das Beste ist, eine Regenjacke einzupacken. Informationen haben einen besonderen Wert in der heutigen, modernen Gesellschaft, weil der Empfänger dieser Informationen in der Regel recht gut einschätzen kann, wie es um die Korrektheit dieser Informationen steht. Bei der E-Zigarre und den Liquids gibt es dieses Element bislang leider noch nicht.

Gerade dann, wenn sich Dampfer selbst um ihre Mischungen kümmern, kommt es oftmals vor, dass diese eine Menge an Nikotin zu sich nehmen, die für den Körper nicht mehr gesund ist. Natürlich ist diese Funktion der Steuer nicht das erste Anliegen der Regulierung, doch die Erfahrung zeigt, dass eine derart hohe Steuer mit großer Gewissheit bestimmte Dinge in Bewegung setzt. Der Markt wird sich deutlich verändern, bedauerlicherweise nicht zum Vorteil der kleinen Unternehmen und der Individualisten, die das persönliche Element des Dampfens bisher am meisten zu schätzen wussten.

Erlaubt die Liquidsteuer einen Blick in die Zukunft des Dampfens?

In einer Zeit, in der vegane Straßenfeste der letzte Schrei sind und in denen dem durchschnittlichen Verbraucher das Elektroauto als Lösung für sämtliche Probleme verkauft wird, ist es schwer, Prognosen für die Zukunft zu stellen. Tatsächlich ist das öffentliche Bild, das die Gesellschaft von einer Sache hat, immer mehr von den lautesten Meinungen geprägt. Doch um einen Weg durch die Kakofonie der Einzelmeldungen und lauten Meinungen zu finden, bietet es sich an, strukturiert und überlegt über den Sinn und den Nutzen der neuen Liquidsteuer nachzudenken.

Ja, die E-Zigarette wird auf jeden Fall teurer, jedes Jahr, vorerst bis zum 1.1.2026. Was danach und was bis dahin passiert, das kann niemand beantworten. Sehr wahrscheinlich wird die Qualität der angebotenen Produkte steigen, denn gerade die kleineren Billiganbieter können auf dem Weg nicht mehr länger Schritt halten. Bedauerlicherweise bedeutet das auch, dass sich die treuen Fans von der ein oder anderen Marke verabschieden werden müssen.

Wer allerdings mit großer Gewissheit auch in Zukunft auf dem Markt mitmischen wird, das sind die Riesen aus der Tabakbranche, die eventuell den Einstieg in den Markt etwa verschlafen haben, nun aber mit Nachdruck aufholen und sich in bestimmten Bereichen, so etwa den Pod-Dampfern, bereits die begehrte Spitzenposition geholt haben. Diese sind den Umgang und damit die Preisgestaltung angesichts hoher Steuern bereits von den Zigaretten, Zigarren und den losen Tabak gewohnt. Während der ein oder andere Hersteller von Liquids vollkommenes Neuland betritt, sind die Tabakkonzerne an einen solchen Zustand und den vorher erzwungenen Wandel bereits gewöhnt.

Gehen die Tabakkonzerne als die großen Gewinner hervor?

Natürlich ist es mit der Liquidsteuer der Bundesregierung auch ein Anliegen, mehr Menschen vom Dampfen abzuhalten. Beim Tabak ist das mit der Tabaksteuer bislang relativ gut gelungen. Die Zahlen gehen seit Jahren zurück und die Zeiten, in denen das Rauchen als cool und angesagt galten, sind schon lange vorüber. Beim Dampfen und bei der E-Zigarette sieht das bedauerlicherweise noch vollkommen anderes aus.

Gerade junge Menschen zeigen sich von der aufregenden und neuen Technik begeistert und wollen sich damit förmlich mit den Gleichaltrigen messen. Um dieses Verhalten zu unterbinden, muss der Zugang zu Liquids und den entsprechenden Geräten noch strenger kontrolliert und auch mit einem erhöhten Preis limitiert werden.

Nimmt das Dampfen der E-Zigarette eine ähnliche Entwicklung wie das Rauchen in den letzten Jahren, so wird sich die Liquidsteuer am Ende als großer Erfolg herausstellen.

Eine Gefahr der Liquidsteuer ist allerdings, dass das Dampfen nicht mehr länger als eine Alternative zum Rauchen angesehen wird. Gleicht sich das Dampfen dem Rauchen preislich an oder wird sogar teurer, dann besteht die große Gefahr, dass viele Nutzer sich wieder für die Zigarette entscheiden. Damit würde verständlicherweise die Belastung auf das Gesundheitssystem unnötig zunehmen und den Zweck der Liquidsteuer wäre vollkommen verfehlt. Um mit der Liquidsteuer die korrekte Richtung zu weisen, ist es also nötig, die Tabaksteuer noch weiter, gebunden an die Sätze der Liquidsteuer, anzuheben.

Der Verbraucher soll also auf keinen Fall vor die Wahl gestellt werden. Vielmehr sollten die Hürden gleichermaßen hoch sein. In den meisten Fällen sind Steuern wie die Tabak- oder auch die Liquidsteuer genau ausgependelt. Das bedeutet, dass sich weiterhin ein beträchtlicher Teil für den Tabak und die Liquids entscheiden wird, ein größerer Teil wird allerdings erkennen, dass die hohen Beträge, die aufgebracht werden müssen, woanders besser aufgehoben sind. Die Summe, die der Staat damit einnimmt, ist relativ stabil, während es im besten Fall zugleich gelingt, die Zahl der regelmäßigen Nutzer deutlich zu verringern.

Am Ende kann sich die Liquidsteuer als ein wichtiges und richtungsweisendes Werkzeug herausstellen, dass es braucht, um die Jugend zu schützen und um den Markt besser zu regulieren. Ob die Ideen am Schluss tatsächlich genau so aufgehen, wie sich die Bundesregierung das vorstellt, das muss die Zeit beweisen. Ein Fakt ist allerdings, dass es beim Thema Steuern niemals ohne Reibung geht, gerade dann, wenn diese ein Subjekt berühren, das bei vielen Menschen intensive Emotionen und damit Reaktionen auslöst. Wie zum Beispiel beim Rauchen, wie bei der E-Zigarette.

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