Was machen nach dem Abi? Auslandsaufenthalt nach Abitur

Was machen nach dem Abi? Auslandsaufenthalt nach Abitur

Hast du schon Pläne nach dem Abi? Oder wenn du Elternteil bist: weißt du wohin mit dem Nachwuchs zwischen Abitur, Studium und Ausbildung? Ihr habt sicher auch an das Ausland gedacht. Ein Jahr USA? Das wäre doch mal was.

Letztens fiel mir ein Buch in die Hände: „Jetzt chill´ ich erst mal und dann mach ich nichts ;)“. Geschrieben von einer … Abiturientin. Untertitel: „Wie das Leben nach dem Abi wirklich aussieht.“ Ist auch nicht so wichtig jetzt, aber viele junge Leute, wissen nicht wohin mit sich. Das Leben, das eigene, kann endlich durchstarten – aber wie. Zeit ist da, Geld nicht, Aussichten und Möglichkeiten gibt es viele, unendlich viele, Motivation und Entscheidungsfreude nach dem Aufriss das Abitur zu machen eher im Keller.

Anfang Frühling sah ich in einem Hamburger Park auf einem Spielfeld sehr, sehr viele junge Leute rumlungern. Es war zu einer Zeit, da eigentlich nur Rentner, Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern durch den Park streunern sollten. „Was machen die dort?“, fragte ich ein befreundetes Lehrerpärchen. Das wären Schüler, die auf ihre Abiturprüfung warteten und eigentlich zuhause lernen sollten. Sie müssen durch dieses Nadelöhr des Abiturs und dann sind sie frei. Also scheinbar frei. Aber was machen jetzt? Was machen nach dem Abi.

Nach dem Abi in die USA

Wenn ich die Wahl hätte, ich würde in die USA gehen. Tolles Land, wundervolle Menschen, grandiose Natur und unzählige Möglichkeiten. Gut, ich liebe es dort, vor allem die Westküste der USA, die beeindruckende Natur bietet und eine Vielfalt an Lebensentwürfen, die man vermutlich nirgendwo anders findet. Es gibt viele gute Gründe, sich das also mal näher anzuschauen. Aber man benötigt, wenn man als Deutsche(r) länger als ein Urlaub in die USA einreisen mehr als nur ein Touristenvisum.

Außer in Europa braucht man eigentlich für jeden Land, in dem man einen längeren Aufenthalt plant, ein Einreisevisum. Vorsicht ist hier nur bei Ländern mit zweifelhafter Reputation geboten. Ich habe kürzlich aus Südafrika gehört, dass dort Korruption ein großes Thema ist. Um eine Arbeitserlaubnis vor Ort zu erhalten muss man unter der Hand etwas bezahlen. Wenn man ein Visum aus Deutschland beantragt, sieht das natürlich ganz anders aus. Aber wenn man in solche Länder fährt, in denen Korruption ein echtes Thema ist, muss man sehr aufpassen, wenn man vor Ort ist.

Über Australien habe ich wiederum etwas ganz anderes gehört. Dort ist der Mindestlohn sehr hoch, so dass sich einige Farmen etwas haben einfallen lassen. Sie kooperieren oder besitzen Hotels, Hostels oder Schlafplätze, die sie sehr teuer an die Backpacker, die beispielsweise bei der Obsternte helfen wollen, vermieten. Wenn dann das kleinste Tröpfelchen Regen fällt, wird die Ernte für den Tag abgesagt und erst an einem der Folgetage fortgesetzt. Dennoch haben die Erntehelfer die Kosten für den Schlafplatz und so sinkt eben der „Mindestlohn“, da die Plantagen über die Übernachtungen das Geld wieder reinbekommen. Aber keine Sorge, in den USA gibt es so etwas nicht.

Visum in die USA beantragen

Ich bin zuletzte 2013 über Kanada in die USA eingereist – braucht für die 4 Tage kein Visum – und hatte überhaupt keine Probleme oder Restiktionen an der Grenze. Nach den Anschlägen von 2011 haben die USA ihre Einreisebestimmungen verschärft. Aber so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Informationen darüber finden sich im Netz. Wichtig ist, dass man das Rechtzeitig und nicht auf den letzten Drücker angeht.

Als ich das erste Mal in die USA einreiste, das war Ende der 80er Jahre, musste man noch zur US-Botschaft in Hamburg, um ein Visum zu beantragen. Heute geht das übers Internet. Bei E-visums kannst du online ein ESTA-Formular zu beantragen. ESAT bedeuetet „Electronic System for Travel Authorization“, also etwa „Elektronisches System zur Reisegenehmigung“ und erleichert die Einreise in die USA erheblich.

Ich bin gar nicht sicher, ob auch heute noch so viele Menschen aus Deutschland in die USA wollen. Ob noch genauso viele wie einst dort Urlaub machen – der Dollar steht gut – oder eine Greencard beantragen. Auch was die jungen Leute angeht, die heute aus verschiedenen Gründen sehr viel mehr Möglichkeiten haben als noch vor 20/30 Jahren. Ich kann mir aber vorstellen, dass es immer noch genügend Neugierige gibt, die die Zeit nach dem Abitur nutzen, um die USA kennenzulernen. Ich kann das nachvollziehen und dem nur zureden. Also, jetzt gleich die Bedingungen für den ESTA-Antrag durchlesen und sich für die Einreise in die USA zu bewerben!

Leave a Review

*