Kühle Erfrischung gegen die Sommerhitze – muss es immer Mineralwasser sein?

Kühle Erfrischung gegen die Sommerhitze – muss es immer Mineralwasser sein?

Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt – spätestens im nächsten Jahr. Und seien wir mal ehrlich – Hamburg kann im Sommer ganz schön warm werden. In der Stadt staut sich zwischen den Häusern die Hitze ziemlich, sie wird vom aufgeheizten Asphalt und den warmen Häuserfronten noch verstärkt.

Sei es eine Shoppingtour in der Mönckebergstraße, ein Bummel über den Fischmarkt oder ein entspannter Nachmittag im „Planten un Blomen“: Ausreichend zu trinken, ist insbesondere bei Ausflügen unabdingbar. Ansonsten droht in der Sonne schnell ein Hitzeschock. Am besten greift man dafür zu Wasser oder ungesüßtem Tee, um den Zuckerkonsum im Zaum zu halten. Mineralwasser in Plastikflaschen ist in den letzten Jahren jedoch vermehrt in die Kritik geraten. Aber können Verbraucher sich wirklich das Flaschenschleppen sparen und stattdessen das günstigere Leitungswasser trinken?

Mineralwasser ist gesundheitlich nicht unbedenklich

Dass Lebensmittel in Plastikverpackungen langfristig die Umwelt schädigen, ist allgemein bekannt. Mittlerweile rät Stiftung Warentest jedoch sogar aus gesundheitlichen Gründen dazu, Leitungswasser statt Mineralwasser zu trinken. Der Grund ist, dass das im Handel erhältliche Mineralwasser häufig Schadstoffe enthält. Insbesondere stilles Mineralwasser ist davon betroffen. In kohlensäurehaltigen Getränken wird die Bakterienbildung durch die Säure gehemmt – stilles Wasser besitzt diesen Schutz jedoch nicht.

Leitungswasser als Alternative, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken

Schnell gezapft und kostengünstig: Leitungswasser wird oft als Alternative zu Mineralwasser empfohlen. Dank strenger Kontrollen ist seine Qualität oft sogar besser. Neuartige Wassersysteme wie dieses ermöglichen es inzwischen sogar, mit Kohlensäure versetztes Wasser direkt aus der Leitung zu bekommen. Auch der Geschmack und der Mineralstoffgehalt von Leitungswasser müssen nicht schlechter sein als der von Mineralwasser. Diese Faktoren hängen jedoch vom Wohnort ab. Beispielsweise können alte Rohre aus Blei oder Kupfer zu Verunreinigungen des Wassers führen. Im Zweifelsfall lässt sich eine Bleianalyse kostengünstig über das Gesundheitsamt durchführen. Diese Maßnahme ist vor allem dann sinnvoll, wenn im Haushalt Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko, Schwangere oder kleine Kinder leben. Zeigt das Analyseergebnis, dass das Wasser aus der Leitung gesundheitlich unbedenklich ist, kann es unbesorgt getrunken werden. Für größere Events oder Büros lohnt sich eventuell die Anschaffung eines Wasserspenders, der mit Leitungs- oder Quellwasser befüllt wird.

Mineralwasser oder Leitungswasser?

Letztlich bleibt es Geschmackssache, ob jemand lieber Mineralwasser oder Leitungswasser trinkt – der tägliche Flüssigkeitsbedarf lässt sich mit beidem decken. Allerdings gibt es für beide Wassertypen unterschiedliche Vorschriften bzw. Grenzwerte, welche Mineralstoffe in welcher Konzentration enthalten sein dürfen. Mineralwasser ist aufgrund der Plastikverpackung zudem weniger umweltfreundlich und kann durch Hitze oder Sonneneinstrahlung gelöste Kunststoffverunreinigungen enthalten. Dafür ist es in der Regel günstiger als Sprudelwasser, also Leitungswasser, das in der Küche mit Kohlensäure angereichert wird. Leitungswasser ist oft weniger schadstoffbelastet, es kann jedoch je nach Wohnort einen ungewohnten Nachgeschmack und eine ungeklärte Mineralstoffzusammensetzung haben. Ganz gleich, welches Wasser Sie bevorzugen – das Wichtigste ist, dass Sie an heißen Tagen zwei bis drei Liter Wasser trinken, um stets ausreichend hydriert zu sein.

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