Wiederbelebungstraining „Kids Save Lives“ – DIVI2019

Wiederbelebungstraining „Kids Save Lives“ – DIVI2019

Wiederbelebungstraining für Kinder durch DIVI, die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin „KIDS SAVE LIVES“ am Dienstag, den 3. Dezember 2019, in Hamburg!

Annes Herz hat aufgehört zu schlagen! Jetzt zählt jede Sekunde. Was tun? Die wichtigsten Handgriffe und Regeln werden die 220 Schüler nach dem 3. Dezember in der Messe Hamburg draufhaben: Im Rhythmus des Songs Stayin‘ Alive werden die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn versuchen, Anne wiederzubeleben … Allerdings ist Anne eine Puppe, konzipiert für das Laientraining von Wiederbelebungsmaßnahmen. Jeder Schüler wird eine solche „Mini-Anne“ vor sich liegen haben. Und jeder wird alles geben, damit Annes Gehirn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weiterhin mit genügend Sauerstoff versorgt wird… Prüfen! Rufen! Drücken!

KIDS SAVE LIVES, das Wiederbelebungstraining für Schüler, ist eine Herzensangelegenheit von Univ.-Prof. Dr. Bernd W. Böttiger. Als Kongresspräsident wird er am Folgetag die Jahrestagung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI2019) eröffnen – mit mehr als 6.000 Teilnehmern bestehend aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Seelsorgern. Doch der erfahrene Intensivmediziner weiß: „Bei einem plötzlichen Herzstillstand ist das erste Glied in der Rettungskette das wichtigste – der Laie!“

Der Laie kann unmittelbar Leben retten

Statistisch gesehen erleidet mindestens jeder zehnte Mensch in Deutschland einen außerklinischen Herzstillstand. „Das ist die dritthäufigste Todesursache in unseren sogenannten zivilisierten Ländern“, erklärt Böttiger. Der Rettungsdienst kommt im Durchschnitt nach acht bis elf Minuten, das Gehirn stirbt jedoch bereits nach drei bis fünf. In mehr als 60 Prozent wird ein Herzstillstand aber von Laien beobachtet. „Wenn diese sofort mit der Herzdruckmassage beginnen, verdreifacht sich die Überlebensrate. Wüssten mehr Menschen, wie sie genau helfen können, würden mehr als 10.000 Menschenleben pro Jahr in Deutschland zusätzlich gerettet werden.“

Wiederbelebung ist wie Fahrrad fahren

Professor Böttiger, auch Vorstandsmitglied des Deutschen Rates für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC), weiß: Dafür ist ein Erste-Hilfe-Kurs beim Führerschein nicht ausreichend – man muss viel früher anfangen, Wiederbelebungsmaßnahmen zu erlernen. Und auch häufiger einüben. Am besten in der Schule! „Wiederbelebung ist eine Bürgerpflicht. Deswegen muss es schon in der Schule gelehrt werden. Nur wenn der Ablauf in Fleisch und Blut übergegangen ist – wie Schwimmen oder Fahrrad fahren – rettet ein Laie im Notfall ganz selbstverständlich ein Menschenleben.“ Er erwähnt stets hochengagiert und aus diesem Grunde, dass seit fünf Jahren deutschlandweit durch die Kultusministerkonferenz empfohlen ist, ab der siebten Klasse zwei Stunden Unterricht in Wiederbelebung durchzuführen. „Und kein Bundesland setzt es flächendeckend um!“ In Hamburg will Böttiger deshalb einen Impuls setzen: „Nicht nur für Hamburg, sondern für alle Bundesländer.“
Unterstützt wird Prof. Böttiger von zahlreichen Trainern aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, dem Hamburger Verband „Ich kann Leben retten e.V.“ sowie Schülern der Oberstufe, die Teil des Projektes „Hamburger Schüler für peer education in Reanimation“ (HASPER) sind.

DIVI2019 – Kids Save Lives

Am Dienstag, 3. Dezember 2019
Von 8:30 – 10:00 Uhr

Programmablauf
08:30 – 09:00 Uhr: Schülerinnen und Schüler treffen ein und werden an Stationen verteilt
09:00 Uhr: Begrüßung
09:30 Uhr: Theorie
10:00 Uhr: Praxis in Gruppen
10:15 Uhr: Fragerunde
10:20 Uhr: Wiederbelebung ALLE GEMEINSAM
10:30 Uhr: Verabschiedung

Hamburg Messe

Eingang Mitte, Raum: Chicago (3. OG., Konferenzbereich A)
Messeplatz 1, 20357 Hamburg

Dr. Eckart von Hirschhausen: Einladung zum DIVI19 / KIDS SAVE LIVES

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