Unser Tag 2011 – Familienfest der Hamburger Wohnungsbau-Genossenschaften

Zum 4. Mal feiern die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften ein großes Familienfest, das sie Unser Tag nennen, am 18. Juni 2011 auf dem Heiligengeistfeld. Und in der Tat sind angesichts der desaströsen Wohnungsmarktlage in Hamburg Genossenschaften für viele die letzte Rettung. Auch andere Genossenschaften werden in diesen blödsinnigen Zeiten immer beliebter, etwa die Hamburger Volksbank e.G. Kreativgenossenschaften oder die neugegründete Genossenschaft der Initiative Komm in die Gänge. Auf jeden Fall mal ein Grund zum Feiern dieser unser Tag 2011!

Ich bin Mitglied in einer Wohnungsbaugenossenschaft. Nachteil der Mitgliedschaft einer solchen Genossenschaft ist die relativ hohe Einlage, die man erbringen muss, um eine Wohnung zu bekommen. Die Vorteile überwiegen jedoch. Man wird nicht über den Tisch gezogen, wird nicht vom Vermieter verarscht oder von Umwandlung in Eigentum rausgeekelt. Man stopft keinem Makler eine unverschämte Courtage hinten rein, noch hat man es mit halsabschneiderischen Mieterhöhungen zu tun. Sprich: Man hat i.d.R. keinen Ärger mit seiner Genossenschaft.

Obwohl ich auch ein anderes Lied singen kann. Denn wer bei einer dieser Genossenschaften arbeitet hat heutzutage das große Los gezogen. Es ist wie ein Beamtenstatus, man merkt den Genossenschafts-Mitarbeitern an, das ihnen kaum etwas passieren kann. Sie wirken daher zuweilen beinahe ferngesteuert und etwas taub. Schnell redet man daher, was mit in Seminaren über die “Philosophie” seiner Genossenschaft gelernt hat. Doch zwischen den Werten und Worten und dem langen Weg zum Mieter und der Realität klafft oft ein großes, dunkles Nichts. Hier ist zwar nicht Ausbeutung und Profitgier der Abgrund zwischen den Parteien, wohl aber eine ziemlich lange Leitung, die man von schläfrigen Staatsbetrieben her kennt, sowie die zähe Struktur der Zuständigkeiten einer klassischen Behörde.

Das sind aber Lappalien im Vergleich mit dem, was sich der gewöhnliche Mieter oftmals gefallen lassen muss. Nicht nur deshalb freue mich auf das große Familienfest und auf die sympathische Stefanie Heinzmann, die die unsägliche Lena schnell vergessen macht!

Unser Tag 2011 – Familienfest der Hamburger Wohnungsbau-Genossenschaften am 18. Juni 2011. Altoba PDF


Spiel, Spaß, Spannung und Information für die ganze Familie heißt es wieder am Samstag, den 18. Juni 2011 auf dem Heiligengeistfeld – auf Hamburgs größtem “Stadtteilfest” Unser Tag 2011: Denn auch zum vierten Mal erwarten wir wieder über 70.000 Genossenschaftsmitglieder und Besucher.

Initiator von Unser Tag 2011 ist der Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e. V. Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von 30 Mitgliedsgenossenschaften in der Hansestadt mit rund 130.000 Wohnungen und über 200.000 Mitgliedern. Ziel des Arbeitskreises ist es, Interessen und Aktivitäten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften zu bündeln und das genossenschaftliche Wohnen bekannter zu machen.

Die Genossenschaften stehen für eine Reihe von Klischees, die man in modernen Beratungs-, Coaching- und Marketing-Seminaren an Wochenende erarbeitet und die klingen wie warmgepresstes Olivenöl aus der Ägäis: “moderne Dienstleistung” und “größtmögliche Kundenorientierung” durch “flexible Beratung” und “guten Service rund ums Wohnen”. Gut, ok: Das Angebot bietet zeitgemäßen Wohnraum zu fairen Preisen. Natürlich: Service wird genauso groß geschrieben wie Treue und Identifikation mit dem Standort.

Weitere Informationen zu den Hamburger Genossenschaften und ihrem Wohnungsbestand unter www.wohnungsbaugenossenschaften.de

http://www.unsertag2011.de

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