Hamburger Theater Festival

Hamburger Theater Festival

In diesem Herbst in Hamburg können Theaterfreunde und ihre Gäste im Rahmen des Hamburger Theater Festivals wieder die ganze Energie und Emotionalität des Theaters erleben. Acht Produktionen mit 8 unterschiedlichen, kraftvollen Regiehandschriften und vielen großen Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zeigen ihre Kunst.

Gezeigt werden die acht eingeladenen Produktionen aus Wien, Zürich, Berlin und München/Gent im Thalia Theater, im Schauspielhaus, auf Kampnagel und im St. Pauli Theater. Erstmals sind eine (Theater-)Dokumentation, Maskentheater und Tanztheater dabei, Produktionen, die national und international Furore machen, die Menschen zutiefst berühren und zu Begeisterungsstürmen hinreißen.

Das Hamburger Theater Festival wird auch in 2014 zu 100% durch Spenden, Sponsorengelder und Einnahmen aus dem Kartenverkauf finanziert. Die Schirmherrschaft übernimmt Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Die Stücke des Theaterfestivals

Die letzten Zeugen

Ein Projekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann
Eine Produktion des Burgtheaters Wien.

Sonntag, den 28. September 2014 um 19.00 Uhr
Deutsches Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg

Mit den Zeitzeugen Lucia Heilmann, Vilma Neuwirth, Suzanne-Lucienne Rabinovici, Marko Feingold, Rudolf Gelbard, Ari Rath und den Schauspielern Mavie Hörbiger, Dörte Lyssewski, Peter Knaack, Daniel Sträßer

Einrichtung: Matthias Hartmann
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüme: Lejla Ganic,
Licht: Peter Bandl
Video: Moritz Grewenig, Anna Bertsch, Florian Gruber, Markus Lubej
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Sie sind die Letzten. Wie lange werden wir noch Überlebende befragen können, wie lange ihnen noch zuhören dürfen? Sie treten auf und sprechen, um zu erzählen, wie sie der Vernichtung knapp entkamen. 75 Jahre nach dem Novemberpogrom 1938 kommen in dieser Produktion, die am 20. Oktober 2013 zum ersten Mal in Wien gezeigt wurde, sieben Zeitzeugen mit ihren Texten zu Wort. Sechs Überlebende des Holocaust sitzen schweigend hinter einem durchsichtigen Vorhang auf der Bühne, ihre nur scheinbar regungslosen Gesichter werden auf die Leinwand projiziert. Vier jüngere Schauspieler lesen deren Lebens- und Leidensgeschichten vor. Die beeindruckenden Frauen und Männer sind zwischen 80 und 100 Jahre alt und erhalten hier eine der letzten Möglichkeiten, selber öffentlich zu Wort zu kommen – ein Stück lebende Geschichte, die nicht vergessen werden darf!

Die letzten Zeugen ist ein eindringliches (Theater-)Dokument, wie wir es wohl nie wieder werden sehen können. Nach der Vorstellung finden im Schauspielhaus drei moderierte Fragerunden mit den Zeugen statt.

“Ein kluger, großer, unverzichtbarer Abend.” Der Standard

“Erschütternd, wachrüttelnd, aber auch berührend” Kronen Zeitung

“Die konzentriert und schnörkellos inszenierte Collage […] gab auch neuen Mut. Denn die Überlebenden, so verschieden ihre Biografien sich entwickelt haben, sind alle starke Persönlichkeiten voller Beharrlichkeit, die ein Wunsch eint […]: künftigen Generationen vermitteln, wie es war. […] Diese Geschichten, die 1938 begannen und bis in die unmittelbare Nachkriegszeit führten, bekamen in der dramatischen Einrichtung von Hartmann ungeheure Intensität.” Die Presse

“Da sitzen […] ein paar der allerletzten Überlebenden des Holocaust und führen uns vor, wie wichtig erinnern ist. Und wie schnell es mit dem Vergessen gehen kann, wenn man nicht achtgibt.” DiePresse.com

“Die Schlichtheit dieser Inszenierung lässt die Wucht des Erzählten voll zur Geltung kommen.” Neue Zürcher Zeitung

“Selten erlebt man einen vollen Theaterraum so konzentriert.” Falter

Die Perser

Aischylos, Übersetzung von Heiner Müller, nach einer Übertragung von Peter Witzmann. Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin.

Freitag, den 10. Oktober 2014 um 20.00 Uhr
Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg

Mit: Samuel Finzi, Wolfram Koch, Margit Bendokat, Almut Zilcher
Regie: Dimiter Gotscheff
Bühne und Kostüme: Mark Lammert
Dramaturgie: Bettina Schültke

480 v. Chr. verloren die Perser in der Schlacht bei Salamis gegen die ihnen zahlenmäßig weit unterlegenen Griechen. Acht Jahre später schrieb Aischylos die älteste überlieferte Tragödie der Weltliteratur. Ein Grieche spricht zu Griechen, als wäre er ein Perser und stellt nicht den Sieg, sondern die Katastrophe der Niederlage dar. In Botenberichten, Litaneien, Dialogen und Erklärungen rückt etwas Verborgenes, in dunklen Ahnungen und Befürchtungen sich Abzeichnendes immer stärker ins Sichtbare. Die Erkenntnis der Niederlage fügt sich zu einem einzigen langen Schrei.

“Dimiter Gotscheffs schnörkellose Inszenierung mit dem virtuosen Darstellerquartett macht aus der Tragödie ein lichtes Kinderspiel über Werden und Vergehen; aus dem Kinderspiel aber einen giftigen Abgrund, in dem mehr als eine Flotte versinken kann, heute nicht weniger als gestern.” FAZ

“Gotscheffs ‘Perser’-Arbeit ist ein großes Kunstwerk, eine ungemein zwingende Verdichtung, ein Abend von kompromissloser Härte, Klarheit und Schönheit.” tip

“Die Klugheit der gesamten Anlage, die Intensität des Spiels – kein anderes Theater und kein anderes Stück hat seither diese Qualität erreicht.” Tagesspiegel

Dimiter Gotscheff Memorial

Das Thalia Theater und das Hamburger Theater Festival erinnern gemeinsam ein Jahr nach seinem Tod an den großen Theaterregisseur. Die drei Inszenierungen im Schwerpunkt:

Die Perser von Aischylos
Freitag, den 10. Oktober 2014 um 20.00 Uhr im Thalia Theater
Eine Veranstaltung des Hamburger Theater Festivals

Immer noch Sturm von Peter Handke
Leises großes Welttheater: Peter Handke begibt sich auf eine Reise durch die Zeit und die jüngere Geschichte Europas. Er erinnert sich an die Geschichte seiner slowenischen Vorfahren in Kärnten die, in der NS-Zeit vom Sprachverbot und von der Aussiedlungspolitik bedroht, zum Widerstand finden und die Ende des Krieges und nach kurzen Wochen der erlebten Freiheit sich wieder verdrängt und ausgeschlossen fühlen.
Dienstag, den 7. November 2014 um 19.00 Uhr im Thalia Theater

Leeres Theater. Träume, Witze, Atemzüge von Heiner Müller
Diese Arbeit ist zu einem Vermächtnis geworden. Sie ist eine Hommage an Heiner Müller, Gotscheffs wichtigsten Dichter, und handelt von der »Tragödie unserer Sterblichkeit« und von der Hoffnung, die einzig durch Kunst entsteht.
Donnerstag, den 13. November 2014 um 19.00 Uhr im Thalia in der Gaußstraße
Im Anschluss an die Vorstellung laden wir Sie zu Essen, Live-Musik und Gesprächen mit künstlerischen Weggefährten Dimiter Gotscheffs ein.

Zwischenfälle

Szenen von Courteline, Cami, Charms
Eine Produktion des Burgtheaters Wien

Sonntag, den 19. Oktober 2014 und Montag, den 20. Oktober 2014
jeweils um 19.00 Uhr
Deutsches Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg

Mit: Andrea Clausen, Corinna Kirchhoff, Elisabeth Orth, Johanna Wokalek, Daniel Sträßer, Roland Koch, Markus Meyer, Hans-Michael Rehberg, Udo Samel, Peter Simonischek,
Stuntman: Tom Hanslmaier
Regie: Andrea Breth
Bühnenbild: Martin Zehetgruber
Kostüme: Moidele Bickel
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Wolfgang Wiens
Sounddesign: Alexander Nefzger
Produktionsleitung: Constanze Albert

Andrea Breth bringt mit Zwischenfälle über fünfzig verschiedene Fragmente aus unterschiedlichen Textvorlagen zusammen. Kurzszenen und Improvisationen zu Prosaminiaturen der Autoren Daniil Charms, Georges Courteline und Pierre Henri Cami ergeben ein Panorama der unterschiedlichsten ZWISCHENFÄLLE, in denen zehn Darsteller in beinahe neunzig Rollen aufeinandertreffen. Amüsant, musikalisch und auf ungewöhnliche Art gehen sie den Fragen des Alltags nach. Was hat es zu bedeuten, dass zwei Menschen gleichzeitig von einem Dach fallen? – Ist es nicht eigentlich eine Zumutung, dass man jeden Morgen pünktlich im Büro zu erscheinen hat? – Lässt sich der persönliche Glaube auf einer Waage messen? – Besteht die Gefahr, dass die britische Insel in den Ozean hinaustreibt?

“Mich interessiert nur der ‘Quatsch’: nur das, was keinerlei praktischen Sinn hat; mich interessiert das Leben nur in seiner unsinnigen Erscheinung “, bekannte der russische Avantgardist Daniil Charms. Brüder im Geiste sind die französischen Farcenautoren Georges Courteline und Pierre Henri Cami.

“Dieser Abend ist ein Fest genialer Schauspieler.” Süddeutsche Zeitung

“Die Aufführung ist von einem atemberaubenden Reichtum an Einfällen …” Die Presse

“Andrea Breth inszeniert […] eine Weltkomödie in Splittern und Brüchen. Daraus wird das Witzwunder der Saison. Mit überwältigenden Schauspielern.” FAZ

“90 Rollen für ihre zehn Darsteller. Die sich mit explodierender Spielfreude, mehr oder minder requisitenlos, mit bloßer Darstellungskraft dem Surrealen, Satirischen, Schwarzhumorigen, Absurden hingaben. Dada trifft gaga sozusagen. […] Ein Bravo an alle für diese großartig genau choreografierten Auftritte.” Kurier

“Gewiss handelt es sich bei den Wiener “Zwischenfällen< auch um ideales Schauspielerfutter. Wo sonst dürfen Mimen alles zeigen, was sie können? Doch überschreitet die Aufführung keineswegs die Grenze zu Klamauk und Schmiere. Das verdankt sich Präzision und Perfektion, in dieser Fülle kaum je zu bestaunen. Andrea Breth gelang eine Hymne an den Zauber, an die Unvergänglichkeit des Theaters: eine Reise um die Welt in 180 Minuten." Die Welt "Mit der Szenenrevue 'Zwischenfälle' überwindet Regisseurin Andrea Breth dank eines stupenden Ensembles die Gesetze der Theaterschwerkraft: eine atemberaubende Produktion ..." Der Standard "Das gesamte Ensemble arbeitet unglaublich präzise, es bereitet stundenlange Freude zuzuschauen" Nachtkritik

Die Jungfrau von Orleans

Friedrich Schiller

Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin und der Salzburger Festspiele 2013. Eine Kooperation mit Kampnagel.

Donnerstag, den 30. Oktober 2014 + Freitag, den 31. Oktober 2014
jeweils um 20.00 Uhr
Auf Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Mit: Kathleen Morgeneyer, Christoph Franken, Meike Droste, Andreas Döhler, Almut Zilcher, Peter Moltzen, Alexander Khuon u. a.
Regie: Michael Thalheimer
Bühnenbild: Olaf Altmann
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Sonja Anders

Gegen Ende des Hundertjährigen Krieges scheint Frankreichs Lage aussichtslos, die Engländer sind auf dem Vormarsch. Da verkündet Johanna, die Tochter eines lothringischen Landmanns, die Rettung des Vaterlandes durch eine reine Jungfrau – sie selbst sei dazu von göttlichen Stimmen berufen. Und tatsächlich: Die behelmte Jungfrau führt eine verloren geglaubte Schlacht zum Sieg! Johanna wird an die Spitze des königlichen Heeres gestellt. Als sie aber auf dem Schlachtfeld auf Lionel, einen englischen Heerführer, trifft, ist sie nicht fähig ihn zu töten – ihr Abstieg beginnt …

“Das ist ganz große Schauspielkunst.” Südkurier

“Der Regisseur hat das Stück auf den Kern reduziert, ganz auf Johanna zugeschnitten, der Hirtentochter mit dem göttlichen Kampfauftrag. Ein kluges, eindringliches Destillat.” Münchner Merkur

“Die junge Kathleen Morgeneyer hat ein unendliches Repertoire an Gesichtern und Stimmfarben […] Sie anschauen zu dürfen, das ist ein großes Glück.” Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

INFINITA

Ein Stück von Familie Flöz

Eine Produktion von Familie Flöz, Berlin, Admiralspalast und Theaterhaus Stuttgart. Eine Kooperation mit Kampnagel.

Samstag, den 1. November 2014 um 20.00 Uhr
Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Von und mit: Björn Leese, Benjamin Reber, Hajo Schüler, Michael Vogel
Regie: Michael Vogel, Hajo Schüler
Masken: Hajo Schüler
Bühne: Micael Ottopal
Kostüme: Eliseu R. Weide

Die ersten und letzten Momente im Spiel um Leben und Tod, die Zeit, in der die großen Wunder geschehen: INFINITA ist ein physisches Mosaik des Lebens, einfach, genial und virtuos komponiert. Das Leben selbst spielt hier die Hauptrolle, seine kreative Kraft, die uns scheitern und triumphieren lässt. Erleben Sie eine Inszenierung, die sich in temporeicher und komödiantischer Szenenfolge dem Werden und Vergehen menschlicher Existenzen und ihrer zusammenfließenden Lebenslinien annimmt. Obwohl die Inszenierung ohne das gesprochene Wort auskommt, versteht man beglückt jede Regung und jede Handlung.

Familie FLÖZ aus Berlin wird national und international regelmäßig begeistert gefeiert.

“Das Publikum quiekt vor Begeisterung, es trampelt mit den Füßen und steht am Ende von den Stühlen auf, als wolle es sich für ein Geschenk bedanken. Theater kann großartig sein.” Berliner Zeitung

“Eines der ungewöhnlichsten Theaterprojekte unserer Zeiten.” Süddeutsche Zeitung

“Ohne Worte und doch so ausdrucksstark, ergreifend und doch voller Freude, das ist eine meisterhafte Komödie.” The Guardian (UK)

“So simpel und klar kann Theater sein – und so bewegend.” dpa

Der Diener zweier Herren

Carlo Goldoni
Deutsche Fassung von Werner Buhss, für das Schauspielhaus Zürich bearbeitet von Barbara Frey und Thomas Jonigk. Eine Produktion des Schauspielhauses Zürich.

Mittwoch, den 5. November 2014 + Donnerstag, den 6. November 2014
jeweils um 20.00 Uhr
Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg

Mit: Michael Maertens, Robert Hunger-Bühler, Gottfried Breitfuss, Carolin Conrad, Lambert Hamel, Marie Rosa Tietjen u. a.
Regie: Barbara Frey
Bühne: Bettina Meyer
Dramaturgie: Thomas Jonigk

Als Diener zweier Herren erhofft sich Truffaldino doppelte Bezahlung für halbierte Leistung. Aber die Rechnung geht nicht auf: Statt heimlich für zwei Herren zu arbeiten und Essen für vier zu erhalten, bezieht er ein Vielfaches an Prügel, egal, wie sehr er auf alles achtet. Das Einmaleins der turbulenten Komödie folgt nicht den Regeln der Logik, sondern denen maximaler Komik – nur für Truffaldino selbst gibt es nichts zu lachen. Jede knapp umschiffte Klippe leitet nur die nächste Katastrophe ein …

Goldonis Personal entstammt der Commedia dell’arte und erinnert doch an Komiker wie Buster Keaton, Charlie Chaplin oder Bill Murray. Über diese traurigen Clowns schlägt die Inszenierung mühelos den Bogen zur Gegenwart.

“Barbara Frey liest Goldonis ›Diener zweier Herren‹ neu. Und bedient dabei Kopf und Bauch des Zuschauers.” Tages–Anzeiger

“Ein einziges Augenzwinkern voller Witz, Ironie und Charme.” NZZ

Der Diener zweier Herren ist Schauspielerfutter vom Feinsten und eine Schlachtplatte des höheren Klamauks.” FAZ

Gift

Lot Vekemans
In einer Übersetzung von Eva Pieper und Alexandra Schmiedebach. Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin.

Dienstag, den 11. November 2014 und Mittwoch, den 12. November 2014
jeweils um 20.00 Uhr
St. Pauli Theater, Spielbudenplatz 29-30, 20359 Hamburg

Mit: Dagmar Manzel, Ulrich Matthes
Regie: Christian Schwochow
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Pauline Hüners
Dramturgie: John von Düffel

Ein Friedhof, zwei Menschen. Eine gemeinsame Vergangenheit, ein gemeinsamer Verlust und zehn Jahre Trennung, Schweigen. Weil das Grab ihres Sohnes verlegt werden muss, treffen »Sie« und “Er” wieder aufeinander. Die Frau und der Mann betrachten ihr gemeinsames Leben, das eines Silvesterabends auseinanderging. Was ist aus ihr und was aus ihm geworden? Wer hat sich was vorzuwerfen? Zwischen Abrechnung und Annäherung, Trost und Trauer, Zärtlichkeit und Härte oszillieren die Szenen dieser Wiederbegegnung.

“Das Tolle an diesem Dialogstück ist, dass es en passant nicht nur viele Wahrheiten ausspricht, sondern diese auch fühlbar werden lässt.” taz

“Grandioses Schauspielertheater, das sich in schwierigste Gefilde wagt und keinen Augenblick an sich selbst zweifelt.” Berliner Zeitung

“Mit Verlegenheit, Verletzbarkeit, Wut, aber auch Zärtlichkeit fluten die Darsteller den unwirtlichen Raum. Gut dosiert, perfekt getimt und mit einer Wärme, die kein Pathos braucht.” Berliner Morgenpost

Tauberbach

Alain Platel
Diese Produktion wird gefördert von der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Eine Koproduktion der Münchner Kammerspiele mit Les Ballets C de la B, NT Gent u.a. Ein Gemeinschaftsprojekt des Hamburger Theater Festivals mit Kampnagel.

Freitag, den 28. November 2014, Samstag, den 29. November 2014, Sonntag, den 30. November 2014 jeweils 20.00 Uhr
Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Von und mit: Bérengère Bodin, Elsie de Brauw, Lisi Estaras, Ross McCormack, Elie Tass, Romeu Runa
Regie und Konzept: Alain Platel
Bühne: Alain Platel, Les Ballets C de la B
Kostüme: Teresa Vergho
Musikalische Konzeption: Steven Prengels
Sounddesign: Bart Uyttersprot, Dramaturgie: Koen Tachelet, Hildegard de Vuyst

Eine Frau lebt auf einer Müllhalde. Zu überleben und dabei die menschliche Würde nicht zu verlieren, ist ein zentrales Thema dieser internationalen Theater-, Tanz- und Musikproduktion des belgischen Choreographen und Theaterregisseurs Alain Platel. Inspiriert von einem Dokumentarfilm über eine schizophrene Brasilianerin und dem Projekt Tauber Bach, in dem Gehörlose Bachkantaten singen, bringt Platel eine packende Collage aus verschiedenen Künsten auf die große Theaterbühne, deren Kraft man sich nicht entziehen kann.

“Alain Platel und seiner Compagnie »Les Ballets C de la B« ist ein glänzender Abend gelungen, intellektuell, zugleich sehr sinnlich, […] und immer wieder […] direkt an Herz und Nieren gehend.” FAZ

“Frenetischer Beifall für eine außergewöhnliche Aufführung. […] Ergreifend und berührend. Ein großer Abend.” Abendzeitung

“Wie ein Sonnenstrahl durchbricht der Humor hier gelegentlich das Grau unserer Existenz. Alain Platel ist wirklich auf seine Art ein Magier.” Les Echos

Tauberbach, eine Kooperation mit der Theaterakademie Hamburg, wird ergänzt durch einen Vortrag von Alain Platel, einen Workshop einer Tänzerin sowie einer öffentlichen Diskussion unter der Leitung der Dramaturgin Eva-Maria Voigtländer.

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Hamburger Theater Festival 2014

Vom 28. September bis 30. November 2014
Kampnagel – St. Pauli Theater – Thalia Theater

Foto: © Copyright: Bernd Uhlig

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