Harbour Front Literaturfestival

Harbour Front Literaturfestival

Das Kinder- und Jugendbuchprogramm des Harbour Front Literaturfestivals

Das Kinder- und Jugendbuchprogramm des Harbour Front Literaturfestivals sorgt in jedem Jahr für viele eindrucksvolle Begegnungen mit internationalen Stars der Szene. 11 Mal haben die Kinder und Jugendlichen 2016 bei Harbour Front die Möglichkeit, Autoren aus aller Welt kennenzulernen, mit ihnen zu diskutieren und sich auszutauschen. Neben den Lesungen, die sich exklusiv an die Hamburger Schüler richten, werden natürlich auch wieder Veranstaltungen für die ganze Familie angeboten. So ist für jeden Geschmack und jedes Alter garantiert das Passende dabei, um die Leselust der Leser von morgen zu wecken oder weiter anzufachen – und wir freuen uns schon jetzt auf folgende Gäste beim Harbour Front Literaturfestival für Kinder und Jugendliche:
Cornelia Funke hat endlich die Fortsetzung von „Drachenreiter“ geschrieben und wir freuen uns auf einen exklusiven Vorgeschmack auf die neuen Abenteuer von Drachenreiter Ben, Silberdrache Lung und Koboldmädchen Schwefelfell. Denn noch bevor die offizielle Lesetour beginnt, stellt die Autorin „Die Feder eines Greifs“ in Hamburg vor. Und das möchten wir mit einem Drachenfest, exotischen Leckereien und kleinen Mitmach-Aktionen feiern!

In „Salz für die See“ erzählt die vielfach ausgezeichnete US-Autorin Ruta Sepetys eine mitreißende Geschichte vor dem wahren Hintergrund der dramatischen Versenkung der „Wilhelm Gustloff“. Den deutschen Text liest Jodie Ahlborn.

Lustig und Verrückt wird es bei M. G. Leonard: Eigentlich will Darkus Cuttle nur herausfinden, wieso sein Vater auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Doch plötzlich steckt er mitten in einem wahnwitzigen Abenteuer: Er wird von seinen seltsamen Nachbarn eingesperrt und von einer Horde Käfer befreit.“Käferkumpel“ ist eine ganz besondere Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte. Sebastian Rudolph ist die deutsche Stimme.

Gleich zwei Mal liest die beliebte Autorin Tanya Stewner in Hamburg. In „Liliane Susewind: Extra-Punkte für den Dalmatiner“ trifft das Mädchen, das mit den Tieren spricht, die schöne Dalmatiner-Hündin Bella. Doch warum ist sie so verängstigt? Zum Glück kann Lilli verstehen, was die Hündin sagt! „Alea Aquarius. Die Farben des Meeres“ heißt der neue Band der Meermädchen-Saga „Alea Aquarius“, die sich an Kinder ab 10 Jahren richtet. Im zweiten Band geht Alea wichtigen Fragen nach: Warum hat sie sich immer so fremd gefühlt, und warum wirkt die Unterwasserwelt wie ausgestorben? Sie kann doch unmöglich der einzige Meermensch auf der Welt sein … Und was ist eigentlich mit Lennox, zu dem sich Alea auf magische Weise hingezogen fühlt?

George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran! Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule das Theaterstück „Wilbur und Charlotte“ aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. In „George“ erzählt Alex Gino warmherzig und humorvoll vom Anderssein, von der Kraft von Freundschaft und Familie – und davon, wie glücklich es macht, so leben zu können, wie man sich fühlt. Dabei ist auch Jodie Ahlborn, die den deutschen Text lesen wird.

Hoch hinaus geht es bei Steven Gätjen und Andreas Karlström. Die Idee zu „Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud“ hatte der bekannte Moderator Steven Gätjen während eines langen Flugs. Gemeinsam mit seinem Bruder, dem Schauspieler und Autor Andreas Karlström, entwickelte er die abenteuerliche Geschichte über das knallrote Flugzeug und seine Freunde. Wir sind sehr gespannt!

Einem sehr ernsthaften und aktuellen Thema widmet sich Stephen Davies. Während der fünfzehnjährige Hirtenjunge Ali im Trainingslager in der Wüste von islamistischen Rebellen zum Krieger Allahs ausgebildet wird, verbringt die gleichaltrige Kadija in Timbuktu ihre Zeit mit ihren Freunden und Bandproben. Bald soll sie das heilige Erbe antreten, die kostbaren Handschriften und Manuskripte, die sich im Besitz ihrer Familie befinden, zu beschützen. Doch als die Rebellen die Stadt einnehmen, die Scharia etablieren und Ali und seine Kampfgenossen einen Musikclub in die Luft sprengen, kreuzen sich die Wege der beiden Jugendlichen – mit ungeahnten Konsequenzen. „Blood & Ink. Die Bücher von Timbuktu“ erzählt vor dem Hintergrund realer Ereignisse eindringlich und packend eine Geschichte von unmöglicher Liebe, von Hass und Toleranz. Verena Wolfien ist die deutsche Stimme.

„Bitte nicht öffnen!“ steht auf dem geheimnisvollen Päckchen, das Nemo bekommt. Klare Sache: Nemo macht es auf… Und dann passieren drei Dinge: 1. Eine Plüschfigur springt heraus, ein verfressener Yeti- Ritter namens Icy-Ice-Monsta – quicklebendig! 2. Draußen schneit es – und das mitten im Sommer! 3. Und der Yeti wird groß. Sehr groß. Zweieinhalb Meter groß! „Bissig!“ ist der erste Band der neuen Buchreihe „Bitte nicht öffnen“. Viel Spaß und gute Unterhaltung ist mit der Geschichte und Autorin Charlotte Habersack garantiert!

Zwei Romane aus Belgien und Deutschland beschreiben, wie aus normalen Jungs Täter werden und was mit Menschen passiert, für die sich niemand interessiert. In „Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten“ erzählen Benno Köpfer und Peter Mathews von Kadir, 16, Deutscher, Türke, Hamburger, begnadeter Fußballer – und IS-Kämpfer. In Syrien radikalisiert steht er eines Tages vor dem Stadion auf St. Pauli – mit der fatalen Entscheidung, als Märtyrer zu sterben. Ähnlich ergeht es Ayoub in Fikry El Azzouzis „Wir da draußen“: Ayoub stammt aus Marokko, ist zu Hause rausgeflogen und schlägt die Zeit tot. Er will Spaß haben, Mädchen finden und eine Perspektive, aber er und seine Clique bleiben isoliert, abgeschoben auf die Strafbank der Gesellschaft. Und Ayoub, der mit Gewalt und Islamismus nichts am Hut hat, muss miterleben, wie die Situation eskaliert. Den deutschen Text liest Rolf Erdorf.

Zum Abschluss wird es nochmal richtig trickreich und gewitzt: Der Titel „70 Tricks, um nicht baden zu gehen“ verrät schon, was Gidd so gar nicht mag: den Schwimmunterricht an der Schule. Solange er aber auf dem Weg zum Bad den Mann auf der Bank sieht, der die Tauben füttert, wird er das Schwimmen irgendwie überstehen. Aber dann ist der Taubenmann dreimal hintereinander nicht da… Das Kinderbuch des jungen und schon vielfach preisgekrönten niederländischen Autors Gideon Samson ist komisch, offenherzig und zutiefst charmant! Rolf Erdorf ist die deutsche Stimme.

Den ausländischen Künstlern stehen renommierte Schauspieler und Sprecher für die Lesung der deutschen Textstellen zur Seite, erfahrene Moderatoren und Moderatorinnen wie Stefanie Ericke- Keidtel, Rolf Erdorf, Jessica Schlage, Jan Valk oder Jörgpeter von Clarenau führen durch die Veranstaltungen.

Wir danken der Gemeinnützigen Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen für ihre Förderung und Unterstützung unseres Kinder- und Jugendbuchprogramms.

Der Geschichtenerzähler des Jahres: Das 4. „Hamburger Tüddelband“ für Kirsten Boie

Mit dem Begriff „Tüddelband“ bezeichnet der Hamburger nicht nur einen einfachen Bindfaden, sondern vor allem einen Eisenring für Holzfässer, auch genannt „Trünnelband“ oder „Trudelreifen“. Solche Reifen treiben Kinder mit einem Stock vor sich her: ein in allen Kulturen und zu allen Zeiten beliebtes Spiel.Und wenn in Hamburg von „Tüddeln“ die Rede ist, dann ist damit das Erfinden oder Spinnen von Geschichten gemeint. Das „Tüddelband“ ist also in jeder Hinsicht ein schönes Sinnbild für einen Preis für den besten Geschichtenerzähler. Im Rahmen des 8. Internationalen Harbour Front Literaturfestivals wird zum vierten Mal dieser Preis für deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchautoren vergeben, die sich mit viel Freude und Kreativität um die Literatur für die jüngsten Leserinnen und Leser bemühen. Schirmherrin des mit 3.000 € dotierten „Hamburger Tüddelband“ ist Christine Kühne, Ehefrau von Harbour Front-Hauptförderer Prof. Dr. h.c. Klaus-Michael Kühne. Der Preis zeichnet Künstlerinnen und Künstler aus, die nicht nur regelmäßig für Kinder und Jugendliche publizieren, sondern sie mit ihren Liveauftritten ganz besonders für das Buch, für Geschichten zu begeistern wissen und sie so im besten Fall zum eigenen Lesen anregen.

Die Wahl fiel in diesem Jahr auf Kirsten Boie. Am Donnerstag, den 15. September 2016 wird die Bestsellerautorin das „Tüddelband“ aus den Händen der Schirmherrin Christine Kühne in der Hauptkirche St. Katharinen in Empfang nehmen.

Kirsten Boie ist eine Hamburger Kinderbuch- und Jugendautorin. Inzwischen sind von ihr mehr als 100 Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden.

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