15 49.0138 8.38624 1 4000 1 https://sommer-in-hamburg.de 300 1
theme-sticky-logo-alt
Plakat Festival für Immaterielle Kunst

Das Festival für Immaterielle Kunst 2022 startet in der Elbphilharmonie

0 Kommentare

Immaterielle Kunst bedeutet, das Unkonkrete, Unfassbare auf die Bühne zu bringen. Genau das kann man am 15. und 16. September 2022 zeitgleich mit dem Hamburger Hafengeburtstag im Rahmen des Festivals für Immaterielle Kunst in und auf der Elbphilharmonie in Hamburg erleben.

Das Festival bringt Akteur*innen und Werke aus den Bereichen Aktuelle Musik und Performancekunst zusammen, die sich sonst selten gemeinsam erleben lassen. Visuelles und Klangliches begegnen sich auf Augenhöhe, um zeitgenössische Themen künstlerisch abzubilden. Das Auge hört mit!

Konkret geht es dabei um Fragen wie: Wie klingt ein fahrendes Klavier? Können Pumpen und Tüten singen? Wie tanzen Papierskulpturen? Wie komponiert man mit dem eigenen Körper? Im dritten Jahr gastiert das Festival für Immaterielle Kunst wieder in der Elbphilharmonie und bringt in Kooperation mit dieser an zwei Konzertabenden jeweils drei Acts nationaler und internationaler Künstler*innen auf die Bühnen des Kaistudios und des Kleinen Saals.

Luftsprünge mit und ohne Akkordeon erwarten die Zuschauer*innen bei Andreas Borregaard (Dänemark). Er interpretiert sowohl das für ihn komponierte Werk „SELF-CARE“ der in der Neuen-Musikszene international bekannten Jennifer Walshe als auch sein erstes eigenes Werk, in dem er sich mit Überwachungskapitalismus, dem Nervensystem und alten Ritualen auseinandersetzt.

SELF-CARE (2017) by Jennifer Walshe, performed by Andreas Borregaard

Die Bratschistin, Performerin und Arrangeurin Julia Robert aus Paris lotet in ihrem Musiktheater „FAME“ die Abgründe der Berühmtheit am Beispiel von Ikonen aus. Mit ihrem Körper, ihrer Stimme und ihrer Bratsche schlüpft sie in die Fußstapfen von Julia Roberts und Nina Simone, interpretiert einen David-Bowie-Klassiker und kombiniert Jimi Hendrix und Maria Callas. Dabei gibt es nicht nur die glänzenden Höhepunkte der Berühmtheit zu erleben, sondern auch die tiefen Abgründe, die die Zuschauer*innen in einen Strudel der Gefühle stürzen.

Plastiksäcke und Gummisaugpumpen recycelt die Berliner Performerin Maren Strack für ihre „Sonate für Pumpen & Tüten“. Sie erstellt aus entsorgten Plastikgegenständen, Schrottmetallen oder Textilresten Luftsäulen- und Luftdruck-Instrumente. In einer bizarren Performance verbindet sie die Bewegungen der Klangerzeugung zu außergewöhnlichen tänzerischen Szenarien.

Der Hamburger Künstler Hans-Christian Jaenicke macht mit dem Publikum einen Spaziergang an normalerweise für Besucher*innen nicht zugängliche Orte der Elbphilharmonie. Bei seinem „Konzert für fahrendes Klavier“ nimmt das Instrument Klänge der Umgebung auf, beispielsweise die des gleichzeitig laufenden Hafengeburtstags, und setzt sie neu in Szene. Auch Wind, Licht und das Publikum kommen zum Einsatz, wodurch ein vielschichtiges und poetisches Klangbild entsteht.

streetscan – Konzert für fahrendes Klavier und Radio

Gemeinsam mit großen Papierskulpturen, den „cast(s)“, performt die Schweizer Künstlerin zozoTansistor aka Zoë Binetti. Die Skulpturen werden dabei von der Oberfläche des jeweiligen Aufführungsortes abgeformt und bilden so eine Art Verdoppelung der ‚Haut des Raumes‘, derer sich Binetti auch musikalisch annimmt. Die Künstlerin nutzt absurd-komische Brüche und ein Verweben von Sinneseindrücken, um Bedeutungshierarchien zu zerstückeln und verkehrtherum als Witz zu erzählen – ein klanglich-tänzerisch-visuelles Mosaik des Zerbrochenen und Komischen.

Stimmliche Klänge der Aggressivität und Brutalität, der Sensibilität, Sinnlichkeit und Sexualität nutzen Sisterloops (Mühlheim/Stockholm) für ihre Performance „Voice Noise“. Die Composer-Performerinnen arbeiten mit akustischem und elektronischem Klang, Körperbewegung und Bild gleichermaßen. Zudem lassen sie durch Rauschen und nicht-traditionellen Gesang mit „Queer Noisemaking“ die geschlechtsspezifischen Zuordnungen von Stimmen verschwimmen.

Outdoor-Performances von und mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck, sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Komponieren mit dem Körper“ sind kostenfrei zugänglich. Sie runden zusammen mit zwei Workshops das Festival-Angebot ab.

Janneke van der Putten Voice Skin
Janneke van der Putten. Foto by Gabriëlle Barros Martins

Festival für Immaterielle Kunst 2022

Am 15. – 16. September 2022

  • 15.9.22 um 16.30 – 17.30 Uhr, Vorplatz/Rolltreppe/Plaza: Outdoor-Performances
  • 15.9.22 um 18.00 – 19.15 Uhr, Foyer des Kleinen Saals: Podiumsdiskussion „Komponieren mit dem Körper“ mit Akiko Ahrendt (Geigerin, Performerin, Aktivistin), zozoTransistor aka Zoë Binetti (Performancekünstlerin), Helene Heuser (Kulturmanagerin, Autorin), Hans-Christian Jaenicke (Geiger, Komponist, Bildender Künstler), Frauke Aulbert ((Stimm-)Performerin, Künstlerin, Kuratorin); Moderation: Friedemann Dupelius (Journalist und Musiker)
  • 15.9.22 um 19.30 – 22.00 Uhr, Kleiner Saal: Andreas Borregaard, Julia Robert, Maren Strack
  • 16.9.22 um 19.30 – 22.00 Uhr, Kaistudio: Hans-Christian Jaenicke, zozoTansistor aka Zoë Binetti, Sisterloops

Veranstalter: Festival für Immaterielle Kunst / HamburgMusik
Gefördert von der Claussen Simon Stiftung und der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.
Tickets: www.immateriellekunst.de
1. Abend 20,- €
2. Abend 15,- €,
Ermäßigungen verfügbar

Festival für Immaterielle Kunst Trailer vom letzten Jahr

Elbphilharmonie

Platz d. Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg

Hafengeburtstag Hamburg
Vorheriger Beitrag
Hamburger Hafengeburtstag 2022
Hamburger Dachtage 2022. Bild: Jael Choppe
Nächster Beitrag
Hamburger Dachtage

0 Kommentare

Antworten

Sommer in Hamburg

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

15 49.0138 8.38624 1 4000 1 https://sommer-in-hamburg.de 300 1