Buchtipp & Verlosung: Schrebergarten-Kochbuch – Genuss aus dem Laubengarten

Buchtipp & Verlosung: Schrebergarten-Kochbuch – Genuss aus dem Laubengarten

Hamburg ist voll mit Schrebergärten. Die Stadt ist, so kann man sagen, ein Schrebergarten-Paradies. Viele sind durch Stadtentwicklung und wertvolle Lagen bedroht. Aber kleinzukriegen sind die Kleingärtner nicht so leicht. Warum das so ist, zeigt auch dieses wundervolle Schrebergarten-Kochbuch.

Die wunderbare Schrebergarten-Kultur wird hier auch kulinarisch sehr charmant gewürdigt. Das Hardcover-Buch ist zwar groß und etwas sperrig, aber gar nicht so schwer. Das Kochbuch erinnert auch damit an manche Laube in den verwinkelten Schrebergassen der Gartengemeinden, die sich in jeder großen deutschen Stadt hinter den Betonburgen und lärmenden Ausfallstraßen verstecken.

In Hamburg ist das teilweise besonder charmant. Etwa wenn ich da die Schrebergarten-Kolonie an der Bille in Hamm-Süd denke. Als Kinder tobten wir manchmal durch die Kleingärten in Hohenhorst am Rande zur Feldmarkt im Nordosten Hamburgs. Als Jugendliche haben wir die Schrebergärten am Pohlmannteich in Wandsbek-Gartenstadt unsicher gefeiert. Ich bin begeistert von den Anlagen an der Alten Wöhr zwischen Stadtpark und S-Bahn-Barmbek. Oder den kleinen Häuschen im immer edler werdenden Winterhude am Goldbekufer. Auch die Gärten in Altona, etwa in Othmarschen an Altonaer Krankenhaus oder die Gärten, die sich direkt an den Volkspark kauern. Nun wird ja der A7-Deckel gebaut und obendrauf sollen viele neue Schrebergärten entstehen. Dafür sollen die alten dann Wohngebieten weichen. Weiß nicht ob das gut ist. Gut ist aber, wenn es mehr Schrebergärten gibt, das steht außer Frage.

Aber was kochen die Schrebergärtner und -Gärtnerinnen denn, wenn sie nicht am Häuschen zimmern, in den Beten stehen oder am Grill einschlummern? Sicher das, was sie in ihren manchmal großzügigen, manchmal engen Gärten gepflanzt haben. Was genau man hier alles kochen, brutzeln, anmachen, grillen und einwecken kann, darüber gibt das Schrebergarten-Kochbuch reichhaltig Auskunft.

Genuss aus eigener Ernte – Das Schrebergarten-Kochbuch zur neuen Schrebergartenkultur

Dieses liebevoll gestaltete und wunderschön fotografierte Buch schenkt vielfältige Einblicke in individuell angelegte städtische Oasen und erzählt die persönlichen Geschichten ihrer Bewohner. Die junge, kreative Generation der Laubengärtner lädt Sie ein zu einer kulinarischen Reise durch ihre international gefärbten Küchen. Werfen Sie einen unvoreingenommenen „Blick über Zaun und Tellerrand“ und genießen Sie Apfelkuchen mit Streusel, Kürbisblüten mit Frischkäsefüllung, Gazpacho, gefüllte Zucchini türkischer Art oder Waldmeister-Panna-Cotta mit Erdbeer-Mousse. Und da die Ernte meist so üppig ausfällt, dass sie nicht frisch verzehrt werden kann, haben die Autorinnen neben 80 saisonalen Rezepten zahlreiche Tipps zum Einkochen, Einmachen und Konservieren bei den Schrebergartenköchen gesammelt.

Kurzvita

Christiane Leesker, Grafikdesignerin und Autorin, und Vanessa Jansen, Fotografin, haben beide ihren Arbeitsplatz in der Ateliergemeinschaft Hafenstraße 64 in Münster. Bereits 2011 haben sie sich als Team zusammengetan und seitdem schon 10 ganz unterschiedliche Buchprojekte im Bereich Kochen, Backen und Lifestyle realisiert. Dafür bereisten sie Deutschland von Nord nach Süd und von West nach Ost, aber auch Österreich, die Schweiz und Frankreich. Ihr erstes gemeinsames Buch über die Winzerküche im Burgund gewann den Gourmand Cook Book Award.

Resümee
Das Buch ist an meinem Geburtstag erschienen und das kann nur ein gutes Omen sein. Ich habe zwar noch kein Rezept aus dem Kochbuch nachgekocht, aber ich selbst habe auch keinen Garten. Einen Sommerbalkon ja, aber keinen Schrebergarten. Obwohl ich seit 10 Jahren auf der List für eine Garten in Othmarschen stehe.

Jedenfalls: Das Buch ist sehr gut gemacht, liebevoll gestaltet und aufbereitet. Übersichtlich, einfach, aber mit richtig tollen Bildern, die echt Appetit machen. Da wird der Bärlauch aus dem Garten zu Foccaccia verarbeitet – ich würde Pizza sagen – und natürlich zu Pesto. Maibowle wird angesetzt, Waldmeister-Panna-Cotta mit Erbeersouce lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Das Schrebergarten-Kochbuch ist grob unterteilt in die vier Jahreszeiten, was für einen Schrebergärtner vermutlich selbstverständlich ist. Man schägt das tolle Buch auf und stößt im Herbst auf Zwetschgenknödel und im Winter auf Winter-Apfel-Gelee. Herrlich. Und im Sommer? Wie wäre es mit einem kleinen Rezept für Ratatouille á la Provencale? Das sollte selbst ein Garten im hohen Norden schon hergeben. Und danach ein Himbeer-Cheesecake? Wie wäre es mit Tomaten-Crostini – ich hätte Bruschetta gesagt – oder einem sommerlichen Kartoffelsalat, der passt immer zum Grillenfleisch. Apropos: In diesem Buch gibt es sehr viele wundervolle Anleitungen und Rezepte, dass es die reinste Freude ist. Sie sind leicht verständlich und sehr leicht nachzumachen. Nur eins gibt es nicht: Rezepte mit Fleisch. Und das ist auch gut so. Tolles Buch – nur zu empfehlen.

Leseprobe Schrebergarten-Kochbuch

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Ich verlose drei Exemplare des Schrebergarten-Kochbuchs.

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Schrebergarten-Kochbuch: Genuss aus dem Laubengarten – Mit Tipps und Anleitungen zum Einkochen und Haltbarmachen

Buch hier kaufen
von von Christiane Leesker, Vanessa Jansen, Claus Muss
224 Seiten, Südwest Verlag (13. Mai 2019)
Harscover 26,00 Euro
ISBN 3517097861

5 Gründe für einen Schrebergarten

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