Winter in Hamburg II
| 8. Februar 2010 von Mark Max Henckel
Als Tourist in Hamburg, aber auch als Hamburger selbst, verirrt man sich selten in diesen Winkel der Stadt: Billbrook – zwischen Holzhafen und Hamburg-Billstedt. Industriegebiet, Tristess, Autobahnen, LKWs. Ein vergessenes Industrie-Idyll wildester Romantik, mit allem was dazu gehört: Schrottplatz, Schrebergarten, Scholleneis im Winter – und echten Arbeitern!
Manchmal ist man nicht bereit, die überhöhten Preise für einfachste Auto-Ersatzteile beim Marken-Händler zu bezahlen. Das führt einen dann auf einen Schrottplatz in der Hoffnung, dort das gewünschte Teil gebraucht, aber völlig in Ordnung zu erstehen.
Dies führte mich nach Billbrook, zum Autoverwerter Kiesow in der Halskestraße, 22113 Hamburg. Leider ist unser Auto neuerer Bauart, so dass das ersehnte Ersatzteil nicht zu erhalten war. Belohnt aber wurde ich mit winterlicher Industrieromantik, wie es sie nur an dieser Stelle, östlich der Elbbrücken und der Hamburger Innenstadt zu finden ist.
Wundervolle Kontraste und die Vielfalt und Abstufungen von Weiß, Grau und Schwarz machten meinen Besuch in diesem Teil der Hansestadt zu einer echten Foto-Safari. Zwischendrin immer wieder deutliche Farbtupfer, wie etwa den roten Busch und das grüne Blech alter Schuppen, oder das satte Schwarz eines Haubentauchers zwischen den Eisschollen auf dem Moorfleeter-Kanal.
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Schöne Fotos! Und die Gegend ist faszinierend, obgleich der Winter sie etwas romantischer aussehen lässt als sie ist. Trotzdem ist sie vielleicht auch im Frühling einen Forschungstrip wert.
Alles Gute, Mycle
Hi Mylce, ganz sicher ist die Gegend einen Forschungstrip wert. Der Schnee verdeckt einiges, da hast du recht. Dennoch. Industrie-Romantik ist etwas besonderes. Danke für den Kommentar!