FINtango – Finnisches Tangofestival in Altona

FINtango – Finnisches Tangofestival in Altona

Tango ist ein sehr ernster Tanz, machen wir uns nicht vor. Er zeigt Leidenschaft und wird mit reibender Nähe aufs Parkett geschmachtet. So auch die Musik. Ist ist melancholisch und man muss aufpassen, dass man nach einer Zeit unter der Musik vielleicht nicht ganz doll traurig wird und einem eher nach kuscheln denn nach tanzen zumute wird. Aber ist das auch bei der Finnländischen Variante des Tangos so? Dies gilt es herauszufinden beim FINtango Festival in Hamburg vom 19. bis 21. September 2014.

„Finnischer Tango ist anders als der argentinische, jeder Mensch – egal ob mit oder ohne Tangokurs, Traumfigur oder Festkleidung, tanzt ihn. FINtango ist lässig und bringt nun die Mitternachtssonne nach Deutschland.“ Aha. Sagt Timo Valtonen, der Initiator dieses charmanten Festivals.

Zum 101. Geburtstag des finnischen Tangos wird Hamburg-Altona zum zweiten Mal Zentrum des finnischen Tangos und Lebensgefühls: Hiphei FINtango! Vom 19. bis 21. September 2014 erklingt an verschiedenen Spielorten der Tango, die kraftvolle und melancholische Musik mit gefühlvollem Tanz aus dem Norden Europas. Festivalauftakt findet am 18.9. in … Lübeck statt. Schade. Ist das wegen der Ostseefähre? Vermutlich.

Das erste und einzige finnische Tangofestival außerhalb des Mutterlandes, unter der Schirmherrschaft von Kultfilmregisseur Aki Kaurismäki, ist von dem in Deutschland lebenden Tangomusiker Timo Valtonen ins Leben gerufen worden.

Unterstütztwird das FINtango Festival vom finnischen Kultusministerium, der Botschaft von Finnland (Berlin), dem finnischen Honorarkonsulat (Hamburg), dem Altonaer Museum, der Alfred Schnittke Akademie, dem Finnland-Institut (Berlin), der Finnish Music Foundation MES (Helsinki) und Music Finland (Helsinki), und der deutsch-finnischen Gesellschaft Nord (Hamburg) – denen das Festivalteam herzlich dankt.

Im Fokus stehen sieben finnische Tangobands, unter anderem die finnische Tangoprinzessin Sanna Pietiäinen, Star des Filmes Mittsommernachtstango – welche aus dem Land der prächtigen Seen und Birken anreisen. Außerdem werden acht Tanzkurse unter Anleitung von Leena & Mika angeboten. Zusätzlich stehen „Tangotanzhilfslehrer“ überall dort bereit, wo Tango erklingt. DJ-Sets mit renommiertesten finnischen Plattendrehern, Filme, u. a. „Mittsommernachtstango“, eine Ausstellung zur Geschichte des finnischen Tangos sowie eine mobile Sauna werden für drei Tage das in Deutschland noch weitgehend unentdeckte finnische Lebensgefühl in die Hansestadt bringen. Für das Festival wird es einen speziellen FINtango-Cocktail aus Birkensaft geben, gesponsert durch Nordic Koivu. Veranstaltungsorte werden die Alfred-Schnittke-Akademie, das Altonaer Museum sowie der Platz der Republik zwischen den beteiligten Instituten sein.

„Finnischer Tango 101 Jahre“, die Jubiläumsausstellung in der Alfred Schnittke Akademie informiert darüber, was der finnische Tango ist und warum das Land der tausend Seen die zweitgrößte Tangonation der Welt geworden ist. Sie wurde zusammengestellt von der „Grand Dame“ des finnischen Tangos Maarit Niiniluoto.

„Mit dem Festival bringen wir das original finnische Lebensgefühl nach Hamburg, zu dem ein einstimmender Saunagang gehört“, sagt der Festivalleiter von FINtango, Timo Valtonen. „Tango hat in Finnland eine große Tradition, die Musik ist fest im Leben der Finnen verankert. Vor allem um die Zeit der Mitternachtssonne gehört Tango zum alltäglichen Leben. In Finnland wird Tangomusik bei festlichen Gelegenheiten, in Restaurants, Tanzlokalen und auf den Fährschiffen, vor allem aber im Sommer beim sogenannten Lavatanssi (dt. Tanz auf dem Bretterboden) gespielt, ist aber auch in Fußgängerzonen anzutreffen.“

Der finnische Tango ähnelt dem argentinischen Tango der 1930er Jahre, ist jedoch weniger formell und erinnert an Polka. Die Tonart liegt eher im Moll statt im Dur, mit vorwiegend absteigenden statt aufsteigenden Melodien. Natur und romantische Liebe bilden den Kern der Tangolyrik. Finnischer Tango ist anders als der argentinische – jeder Mensch, egal ob mit oder ohne Tangokurs, Traumfigur oder Festkleidung, tanzt ihn. Dieses ist unser Ziel auch bei FINtango. Er ist lässig und bringt nun die Mitternachtssonne nach Deutschland.

Ich habe aber gerade im Radio gehört, dass auch in Finnland Tango kein Volkstanz ist. Er ist dort nicht ganz so verbreitet, wie solch ein Tangofestival in Deutschland vermuten lässt. Im Gegensatz zu Argentinien. Macht ja nichts. Anschauen kann man sich die Sache allemal!

Tangfestival FINtango Hamburg 2014

19. bis 21. September 2014

Tangocrashkurse im Altonaer Museum

Insgesamt 7,- Kurse. Eintritt 12,- € pro Person / 7 € ermäßigt

Konzerte beim FINtango-Festival

In der Alfred Schnittke Akademie (Max-Brauer-Allee 24) mit Gastronomieangeboten. Livemusiker und DJs abwechselnd.
Eintritt: 15,- € pro Konzert / 9,- € ermäßigt
oder 50,- € mit Kombiticket für alle Samstagskonzerte

Tango-Ausstellung in der Alfred Schnittke Akademie

Artefakte, Schrift- und Bildtafeln sowie Filme und Audiomaterial
Eintritt frei!

Sauna und FINtango-Dorf

Saunawagen und Tanzplatz mit Bar und DJ-Anlage sowie Verkaufstände stehen zwischen dem Altonaer Museum und der Alfred Schnittke Akademie. DJs legen auf, zudem finden Live-Auftritte und Überraschungen statt.
Saunaeintritt: 8,- €, für Kombiticketinhaber frei
Öffnungszeiten: Freitag 16.30 – 2.00 Uhr, Samstag 12 – 2.00 Uhr, Sonntag 12.00 – 18.00 Uhr
Tickets: ticket@fintango.de

Alfred Schnittke Akademie

Max-Brauer-Allee 24
22765 Hamburg
gegenüber das

Altonaer Museum

Museumstraße 23
22765 Hamburg

www.fintango.de

Foto: Seb – Finnische Sauna beim FINtango-Festival im Zelt in Altona

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