Muslime in Hamburg stehen auf gegen Hass und Unrecht

Muslime in Hamburg stehen auf gegen Hass und Unrecht

Es wird Zeit, höchste Zeit, dass die Muslime in Deutschland ein deutliches, markantes, bundesweites Zeichen gegen den Terror setzen. Immerhin wird im Namen ihrer Religion Krieg, Elend, Mord und Totschlag verbreitet. Dabei werde ich niemals vergessen, dass die Attentäter des 11. September 2014 – 911 – aus Hamburg kamen und auch in der Zentrumsmoschee St. Georg bekannt waren. Nein, die Mehrheit der friedliebenden Menschen muss sich in Namen Ihrer Religion gegen den Wahnsinn erheben. Und zwar alle. Vor allem als Zeichen für ihre eigen Jugend, für ihre jungen Männer, von denen sich allzu viele verwirren und missbrauchen lassen. Und ich hoffe auch auf ein starkes Signal der Muslimischen Väter, sich so um Ihre Söhne zu kümmern, dass sie Herz und Verstand beieinander behalten. Salaam aleikum.

Ich persönlich mag keine Religion, sie – und der Nationalismus – muss von der Menschheit überwunden werden, davon bin ich tief überzeugt. Voraussetzungen sind Trennung von Staat und Kirche (Machtverzicht der Religionen), Bildung und Ausbildung der Bürger (Selbstermächtigung) und tiefe Einsicht in die tieferen Motive, Geschichte und inneren Zusammenhänge der Religion und der Mut, sich der gesamten, wunderbaren Realität zu stellen – auch innen (Reflektion). Aber bitte, der Weg ist noch lang und das ist hier nicht das Thema.

Unter dem Motto Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht wollen die vier im Koordinationsrat der Muslime (KRM) vertretenen Religionsgemeinschaften (DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD) und ihre angeschlossenen Landes- und Regionalverbände am Freitag, den 19. September 2014 in ihren über 2000 Moscheen eine bundesweite Aktion durchführen, welche in sieben ausgewählten Städten im Anschluss des muslimischen Freitagsgebetes mit einer Mahnwache und Friedenskundgebung gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort begleitet wird.

Dazu sagte der KRM-Sprecher Ali Kizilkaya heute in Köln: „Wir rufen alle dazu auf, sich friedliebend zu verhalten, die Stimme gegen Rassismus zu erheben, gemeinsam einzustehen für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und Extremismus jeglicher Couleur eine Absage zu erteilen. Wir erhoffen uns durch das Vorleben eines friedvollen Miteinanders in Deutschland auch eine positive Signalwirkung auch auf die Konfliktherde im Nahen Osten“.

Angesichts der jüngsten Brandanschläge auf mittlerweile 5 Moscheen in den letzten 3 Wochen und einer Synagoge, die Kriege im Nahen Osten, Syrien und Irak, wollen die Muslime bundesweit, insbesondere in den Städten Berlin, Hamburg, Mölln, Bielefeld, Oldenburg, Frankfurt und Stuttgart stellvertretend mit Vertretern aus Religion, Politik und Gesellschaft gegen Hass und Gewalt und für den Frieden hierzulande und in der Welt deutlich ihre Stimme erheben.

Veranstaltung in Hamburg Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht

Am Freitag, den 19. September 2014 um 14.00 Uhr
Mit Herr Detlef Scheele, Senator der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Eintritt frei!

Zentrumsmoschee/Centrum-Moschee Hamburg
Böckmannstr. 40
20099 Hamburg

www.koordinationsrat.de

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