Herbst in Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Geheimtipps für gespenstisch-schöne Reiseziele

Herbst in Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Geheimtipps für gespenstisch-schöne Reiseziele

In der Ostsee vor Usedom baden? Auf der Ostsee vor Warnemünde segeln oder im Naturpark Mecklenburgische Schweiz Rad fahren?

Das sind für manche schon seit Jahren so was wie Urlaubsklassiker – allerdings meist nur im Sommer. Dabei entfaltet die Landschaft zwischen Seenplatte und Ostsee im Herbst mehr denn je ihre Schönheit: Wenn sich die Blätter bunt färben, der Sturm aufbraust, der Nebel den Hafen verhüllt oder man den Strand fast für sich alleine hat, kann es sogar schaurig-schön sein – zwei Geheimtipps für den perfekten Halloween-Herbsturlaub.

Gespensterwald bei Nienhagen

Direkt angrenzend an das Ostseebad Nienhagen – zwischen Bad Doberan und Warnemünde – liegt der Gespensterwald, der vor allem im Herbst ein atemberaubendes Naturschauspiel bietet. Bei einsetzender Laubfärbung und tiefstehender Sonne machen die Wanderungen durch den direkt an der Steilküste gelegenen Wald am meisten Spaß. Besonders empfehlenswerte sind Spaziergänge dementsprechend in der Dämmerung. Charakteristisch sind die vielen windschiefen Bäume unmittelbar an der Steilküste. Der dauerhafte Seewind, die salzhaltige und feuchte Meeresluft führten über Jahrzehnte zu den gespenstisch anmutenden Verformungen der Bäume. Der Bestand setzt sich aus „bis zu 170 Jahre alten Eichen, Buchen, Hainbuchen und Eschen“ zusammen, wie es auf der offiziellen Website des Ostseebades Nienhagen heißt.

Direkt in Nienhagen lassen sich – beispielsweise über TUI Villas – zahlreiche Ferienhäuser und -wohnungen finden. Der Gespensterwald ist vom Ostseebad aus gut zu Fuß zu erreichen, sodass man das Auto getrost stehen lassen kann. Auch Ausflüge ins Umland lohnen sich: Nicht weit entfernt ist die Hansestadt Rostock oder das im 13. Jahrhundert von Zisterziensern gegründete Kloster in Bad Doberan mit seiner beeindruckenden Backsteinarchitektur.

Auf Nosferatus Spuren in Wismar

Gespenstisch ging es auch in Wismar zu – zumindest 1922, als Friedrich Wilhelm Murnau dort den schaurigen Stummfilm-Meilenstein Nosferatu drehte. Filmkenner erkennen beim Bummel durch die Straßen sofort die bekannten Einstellungen wieder: Wenn das Schiff in den nebligen Hafen einfährt, Graf Orlok durch das Wassertor schleicht oder die Kamera vom Kirchturm auf den Marktplatz gerichtet ist. Diese und weitere Schauplätze des Horrorklassikers können heute noch besichtigt werden: Der Marktplatz, der Hof der Heilig-Geist-Kirche, das Wassertor oder der Hafen. An nebligen Herbsttagen ist die Stimmung nach Sonnenuntergang auch nach über 90 Jahren noch immer ganz wie im Film. Vampire muss man natürlich nicht fürchten.

Wer den Film nicht kennt, kommt in Wismar trotzdem auf seine Kosten: Denn wenn es in den herbstlichen Straßen stürmt und regnet, kann man in der pittoresken und als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichneten Altstadt nach dem Sightseeing in eines der zahlreichen hübschen Cafés einkehren und sich aufwärmen. Architekturliebhaber können zudem die berühmten Backsteingotik-Kirchen der Stadt besichtigen. Bei schönem Herbstwetter lohnt auch eine Überfahrt auf die Insel Poel, die unter anderem 14 Kilometer Sandstrand zu bieten hat. Die Abfahrtszeiten sind auf der Website der Reederei Adler Schiffe zu finden.

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