Sei einzigartig! BRAND EINS Heft 12

Die Titel und Themen des inovativen Wirtschaftsmagazins BRAND EINS knallen immer und machen Lust zu lesen. In der aktuellen Ausgabe 12 2009 heißt es nun: „Sei einzigartig! – Schwerpunkt Kunst. Was die Wirtschaft von der Kunst lernen kann und umgekehrt.“ Ein Schwerpunkt also der in Hamburg durch die Ereignisse im Gängeviertel brandaktuell ist.

brand eins 12Es thematisiert den ewigen Konflikt von Kunst und Kommerz, die stets offene Wunde am Körper von Freiheit und Kreativität, die Eiterbeule nach der Schönheits-OP der Wirtschaftsmagnaten, die glühende Reibungsfläche, die oft genug das eine will und das andere schafft.

Es steht außer Frage, dass die Hamburger brandeins-Redaktion am Speersort 1 im Pressehaus (da, wo DIE ZEIT wohnt), von den Ereignissen in der Stadt zu diesem Titel angeregt wurde. Denn Hamburg verzeichnete einen „heißen Sommer“, in dem die Reste des historischen Gängeviertels von Künstlern besetzt wurden (bottom-top) und sich auch das Hamburger Abendblatt auf die Seite der Initiative „Komm in die Gänge“ schlug; doch auch die Auseinandersetzungen um die HafenCity und die Elbphilharmonie (die nicht immer von Sachverstand getragen wurden), sowie das geniale Subvision-(Off-)Kunst-Festival (top-bottom) geben in der Stadt stets reichlich Stoff für kontroverse Diskussionen.

Am Ende ist es eigentich klar: Bezahlen tuts die Wirtschaft. Sie verdient nun einmal das Geld, von dem wir alle leben … Doch in welcher Beziehung steht die Kunst dazu und warum braucht Wirtschaft diese? Im Heft finden sich einige Antworten.

Nicht, dass alle Artikel und Beiträge in der BRANDEINS die gleiche spannende Qualität hätten, mindestens ein Beitrag pro Heft scheint sich zuweilen am gesunden Menschenverstand ins Heft vorbeigemogelt zu haben. Im benannten ist es das Interview mit dem Ökonom Joachim Büschken, der lang und breit erklärt, warum Unternehmen ihre Kunden mit Wechselhürden an sich binden müssen – nicht durch Service und Qualität, sondern mit der Scheiße, die König Kunde so sehr ärgert, verprellt und verarscht.

Das Heft Sei einzigartig! Schwerpunkt Kunst hat aber überwiegend spannende Beiträge zu den Themen Kunst, Wirtschaft und Macht zu bieten. Beispielsweise den Artikel „Schaut, wie cool ich bin!“ von Wolfgang Ullrich, in dem er uns verrät, warum die Mächtigen sich seit jeher mit Kunst schmücken.

Auch ein recht informativer und unterhaltsamer Artikel über das künstlerische Prinzip bei Apple.

Kurz und knapp: BRAND EINS Heft 12 uNbedingt kaufen.

http://www.brandeins.de

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