Hamburger Elternschulen – 13.000 Unterschriften gegen die Schließung

Der Protest gegen die Schließung der Elternschulen in Hamburg scheint Früchte zu tragen. Die Elternschulen der Stadt scheinen – wie die Wildgehege (!) gerettet, so heißt es bei Radio Hamburg. Gestern Nachmittag hatten hunderte Eltern und Mitarbeiterinnen der Hamburger Elternschulen 13.710 Unterschriften gegen die im Rahmen des Sparpakets geplante Schließung dieser Einrichtungen im Hamburger Rathaus abgegeben.

Dass man sich auf dem Rathausmarkt innerhalb der Bannmeile bewegte und hier keine Demonstration abhalten durfte, sprach sich nur langsam herum. Die Polizei gab sich zurückhaltend aber bestimmt. Ein besonders gestrenger Gesetzeshüter tituliert gar einen Musikus mit „Arschloch“, was kein gutes Bild auf die autoritäre Erscheinung warf. Die „Bannmeile“ aber muss man respektieren.

Die angeblich 1,5 Millionen Euro, die sich mit einer Schließung der Elternschulen in Hamburg einsparen lassen wären eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein, Peanuts, die sich in Zukunft ganz sicher bezahlt machen. Denn „Bildung fängt bei Null an!“ Bei den Kleinsten, bei den Familien und deren Betreuung. Absurd an dieser Stellte sparen zu wollen. Absurd. Man kann nicht gleichzeitig von Bildung, familienfreundlicher Politik und von Integration reden (während Sarrazin sein Machwerk veröffentlicht) und die Elternschulen einsparen wollen. Offenbar hat man das im Senat gehört!

Man achte also morgen auf die Meldungen. Spätestens Übermorgen, wenn die Sparberatungen im Hamburger Rathaus abgeschlossenen sein sollen, wissen wir mehr.

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