Fluxus in Concert auf der MS Stubnitz im Hamburger Hafen

Die MS Stubnitz im Hamburger Baakenhafen zwischen HafenCity und Elbbrücken ist ein ganz besonderer Dampfer. Aus Rostock eingetuckert bietet das Partyschiff abgefahrene, wundervolle Partys für die etwas andere Klientel der Künstler- und Alternativen-Szene. Sie liegt, im Gegensatz zu der Freakbarkasse MS Hedi, die fröhlich-lautstark durch den Hafen schippert, vergezurrt am Kai. Am Montag erleben wie dort „Fluxus in Concert“!

Wie singt man slowenische Punkssongs auf Deutsch, wie wird Ain’t no sunshine zur Raumpartitur oder man selbst zum Instrument für neue Musik, wie performt man ABBA’s S.O.S. oder die Anfänge des Hip Hop? In Anlehnung an das berühmte Fluxus-Konzert in La Mama (New York, 1979) wird auf der Bühne mit eigenen ‚Scores‘ zu Musik der 1970er Jahre experimentiert.

Fluxus ist ein internationales Netzwerk aus bildenden Künstlern, Musikern und Designern, das in den 60er und 70er Jahren durch die Mischung unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen und Alltagspraktiken Aufmerksamkeit erregte. Fluxus-Konzerte waren Performances, für die sich die Künstler gegenseitig ‚Scores‘ schrieben, die dann meist ohne diese zu proben auf der Bühne oder gemeinsam mit dem Publikum ausgeführt wurden. ‚Scores‘ sind kurze schriftliche Handlungsanweisungen, eine Partitur aus wenigen Sätzen – z.B. Make a salad, ‚Score‘ von Alison Knowles. Fluxus-Konzerte bestanden aus einer Abfolge solcher ‚Scores‘, in denen die Künstler die banalen und alltäglichen Seiten des Lebens und der Kunst bearbeiteten. So hinterfragten sie ein elitäres und kommerzialisiertes Verständnis von Kunst und Musik.

Wo Fluxus sich kritisch gegenüber der Hochkultur positionierte, setzen wir unsere Scores in Bezug zur Pop- und Avantgardemusik aus dieser Zeit. Fluxus In Concert ist Re-Performance, Pop-Konzert und eine Einladung, in Fluxusmanier der Einfachheit zu frönen. Ahoi!
Quelle: http://www.stubnitz.com


Fluxus Performance: Documentation of a fluxus performance by Edwin Ellis and Humayun Meili on Youtube

„Performance Studies Hamburg“ ist ein Forschungs- und Lehrfeld, das sich die Verschränkung von Kunst und Wissenschaft, Theorie und Praxis, Forschung und Lehre zur Aufgabe gemacht hat. Es besteht aus dem Zentrum für Performance Studies und aus dem postgradualen Studiengang Master of Arts in Performance Studies.

Performance Studies ist ein wissenschaftlich-künstlerischer Studiengang. Er verbindet: kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, künstlerische Praxis, ästhetische Bildung in den Bereichen Performance, Bewegung und Tanz. Grundlage ist ein weit gefasster Performancebegriff, der Darstellung, Inszenierung und theatrale Herstellung in kulturellen und künstlerischen Feldern umfasst. Im Zentrum des Studiums steht die Auseinandersetzung mit den körperorientierten Spiel-, Darstellungs- und Inszenierungsformen in den szenischen Künsten, in der populären Kultur, den Medien und im Alltag. Der zweijährige Studiengang ist als Modulsystem konzipiert und führt über eine künstlerisch-theoretische Masterarbeit zum Abschluss Master of Arts in Performance Studies.

Die Teilnahme am Studiengang setzt ein abgeschlossenes, fachnahes Hochschulstudium oder einen vergleichbaren Abschluss voraus sowie eine bestandene Eignungsprüfung.
Quelle: www.performance.uni-hamburg.de

Performance Now! FLUXUS IN CONCERT SHOWING TEIL II
Studierende der Performance Studies Hamburg zeigen eigene Abeiten
In Zusammenarbeit mit Prof. Bojana Kunst

Start Montag, 7.2.2011 um 20.00 Uhr, Eintritt € 2,-
Bus-Shuttle ab U-Bahn Meßberg (U1) ab 18.30 Uhr

MS Stubnitz, Baakenhafen, Versmannstraße 23, 20457 Hamburg – Map

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