Zum alten Eisen?

Zum alten Eisen?

So könnte es komme mit älteren Hamburgern: Altes Eisen, Altengamme, Altenheime. Manchmal der unerfreuliche Lauf der Dinge. Manchmal hilft es nichts. Auch in unsere Familie gabe es bis zum letzten Herbst einen Erbonkel, wer eigentlich in ein Altenheim gehörte. Wollte er aber nicht. Und so verstarb er dann in einem Krankenhaus. Ist ja nachzuvollziehen, aber es gibt auch ganz charmante Altenstifte und Einrichtungen, mit deren Hilfe ältere Mitbürger einen angemessenen Lebensabend verbringen können. Doch die muss man erstmal finden.

Die neuen AltenAlter und Altenheim ist natürlich nicht für jeden ein Thema. Wird es aber früher oder später. Demnächst, innerhalb der nächsten 10-20 Jahren geht die Baby-Boomer-Generation in Rente (wenn es so etwas dann noch gibt). Viele freuen sich darauf. Es ist vermutlich die beste Generation die zum alten Eisen gehören und die viel bewirken wird. Dies hat Margaret Heckel in Ihrem Buch Die Midlife-Boomer: Warum es nie spannender war, älter zu werden. Und es ist schon jetzt so, obwohl es noch viel zu verändern gibt, dass so viel für die Älteren getan wird wie in den modernen Gesellschaften niemals zu vor. Gerade in Hamburg. Die Körber-Stiftung an der Kehrwiederspitze zwischen Landungsbrücken und HafenCity, hat bespielsweise den Schwerpunkt „Alter neu erfinden“ und bietet Filme, Podcasts, Bücher und Vorträge zum Thema.

Wenn man aber konkret davor steht, für eine alten Eltern, Onkel und Omas einen sicheren Platz zu finden, wo man sich um sie kümmert, sieht es etwas anderes aus. Dann muss man suchen. Altenheime in Hamburg findet man z.B. über das Telefonbuch. Manchmal erfährt man über die Zeitung über eine charmante – und bezahlbare – Einrichtung oder bekommt einen Tipp aus der Nachbarschaft. Auch die Zahl der sogenannten „Generationenhäuser“ nimmt zu in Hamburg. Das heißt: Die Vielfalt wächst. Noch nie war es in Hamburg so einfach, nicht zum alten Eisen zu gehören, sondern einen würdigen, angemessen Lebensabend verbringen zu können. Nur muss man sich kümmern.

Nun, das ganze erinnert mich gerade an ein wunderbares Theaterstück über ein Altenheim im Thalia. Thalia Vista Social Club hieß es, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

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