Hamburger Hospizwoche

Hamburger Hospizwoche

Von Sonntag, dem 21. bis zum Sonntag, den 28. Oktober 2012 findet die Hospizwoche in Hamburg statt. Die Auftaktveranstaltung gab es am Welthospiztag, dem 20.10.2012, im Unileverhaus in der Hafencity. In dieser Hospizwoche gibt es viele interessante, lehrreiche und kostenlose Veranstaltungen zum Thema würdevolles Sterben, Trauer und Tod, aus meiner Sicht zentrale Lebensthemen. Und das wunderbarste dabei ist, dass die Hospizbewegung eine Bürgerbewegung ist. Wer mehr erfahren will, sollte sich also zu neuen Ufern aufmachen.

Die Hospizbewegung war u. a. die Antwort auf eine Gesellschaft, die das Sterben und die Sterbenden immer weiter an den Rand zu drängen drohte. Somit ist es ihr Hauptziel, das Sterben wieder als wichtigen Teil des Lebens ins öffentliche Bewusstsein zu rufen und damit den Sterbenden und ihren Angehörigen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.

Doch die Themen, die in der Hamburger Hospizwoche behandelt werden, gehen weit darüber hinaus. Etwas „Jazz trifft Kirche“ oder das Benefizkonzert in der „Heilandskirche“ oder Hausmusik im Hospiz Volksdorf und Besichtigung. Toren und Tore öffenen sich, etwa beim Tag der Offenen Tür im Hospiz im Helenenstift in Altona oder am 26.10.12 der Tag der offenen Station: Multidisziplinäre Palliativversorgung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Am Donnerstag, den 25.10.2012 gibt es sogar eine „Palliative Stadtrundfahrt“. Es gibt Infoveranstaltungen über Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit wie „Hospizarbeit – eine Aufgabe für mich?“, eine Reihe Vorträge und Gesprächsrunden wie die zum Thema „Nahtod-Erfahrungen“ oder, was ich besonders wertvoll finde, „Wenn Männer trauern…“ Der berührende Film über den frühen Tod eines Familienvaters Halt auf freier Strecke darf natürlich auch nicht fehlen und wird zu verschiedenen Gelegenheiten gezeigt.

Was ich an der Hospizbewegung, in der sich naturgemäß auch die Kirchen engagieren, bemerkenswert finde, ist der Nachbarschaftscharakter dabei – Bürger helfen sich gegenseitig. Das macht tatsächlich Hoffnung für eine andere Gesellschaft. Und dieses Prinzip der Solidarität, den Mitgefühls und der Gemeinschaft, davon bin ich fest überzeugt, in den nächsten Jahrzehnten noch deutlicher werden. Doch bis dahin gibt es viel zu tun. Die Hospizbewegung ist ein wichtiger Bestandteil dabei … und in unserer Gesellschaft.

http://www.koordinierungsstelle-hospiz.de

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