Gängeviertel-Diskussionsreihe – Wir gestalten die Stadt, in der wir leben wollen – aber wie?

Ab dem kommenden Donnerstag, den 25. November 2010 um 20.00 Uhr wird eine spannende Gängeviertel-Diskussionsreihe fortgesetzt: „Wir gestalten die Stadt, in der wir leben wollen – aber wie?“ Klare Frage. Wichtige Frage. An diesem Donnerstag heißt das Thema: „Die Autonomie und ihre Grenzen. Soziale Zentren in Kopenhagen und Hamburg“. Es diskutieren eine Sprecherin der Roten Flora, Hannah Kowalski (Gängeviertel) und Ask Katzeff von der Forschungsgruppe openhagen, Kopenhagen.

Mit der Besetzung des Gängeviertels ist ein unverhoffter Möglichkeitsraum mitten in Hamburg entstanden. Die Initiative „Komm in die Gänge“ und tausende HamburgerInnen haben die Stadt zum Rückkauf des historischen Viertels bewogen. Die zwölf Häuser sind ein Versuch, selbstorganisierte künstlerische Praxis mit der Kritik an sozialer Ungleichheit in der Stadt zu verknüpfen. Die derzeitige Stadtregierung hat diesen Versuch zunächst akzeptiert.

Seit Monaten verhandelt diese nun mit der Initiative über die zukünftige Entwicklung. Die Initiative möchte das Gängeviertel als kulturellen und politischen Ort erhalten. Das Gängeviertel muss ein öffentlicher Ort werden, an dem soziale und stadtgesellschaftliche Aufgaben verhandelt und angegangen werden. Es ist geplant, dass große Teile des Viertels als soziokulturelle Flächen von vielen HamburgerInnen genutzt werden und sozialverträglicher Wohn- und Arbeitsraum entsteht. Doch diese Zukunft des Gängeviertels ist noch lange nicht gesichert. Das Recht auf Stadt muss hier, wie an vielen anderen Orten, von handlungswilligen Menschen Tag für Tag aktiv gestaltet und gegen viele Interessen durchgesetzt werden, die einer gerechteren urbanen Zukunft entgegenstehen.

Die Weiterführung der Diskussionsreihe im Gängeviertel fragt nach Handlungsoptionen, Beweggründen und Zielsetzungen dieser Menschen. Wie können Freiräume erhalten und der profitmaximierten Verwertung durch den Immobilienmarkt entzogen werden? Sind die zumeist prekären Arbeitsverhältnisse so genannter „Kreativer“ eine Chance für den gesellschaftlichen Wandel oder Zwang zur Selbstausbeutung im Sinne neoliberaler
Wirtschaftspolitik? Welche Möglichkeiten gibt es, erfolgreichen Widerstand zu praktizieren ohne letztendlich vom „Unternehmen Stadt“ instrumentalisiert zu werden? Menschen aus Hamburg und weiteren europäischen Großstädten berichten von Ihren Erfahrungen und Beobachtungen. Und alle sind herzlich eingeladen mit zu diskutieren.

Quelle: Initiative Komm in die Gänge

www.das-gaengeviertel.info

Alle neuen Termine:
Donnerstag, 25. November 2010, 20.00 Uhr
Montag, 06. Dezember 2010, 20.00 Uhr
Donnerstag, 16. Dezember 2010, 20.00 Uhr
Samstag, 19. Februar 2011, 11.00 – 22.00 Uhr

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