Maritimes Design – Wohnkonzepte von der Waterkant

Maritimes Design – Wohnkonzepte von der Waterkant

In Hamburg und überhaupt ganz Norddeutschland gibt es heute eigentlich kein distinktives Wohnkonzept mehr. Das Klischee, die Norddeutschen würden ausschließlich in modernen, schnörkellosen, ja, fast sterilen Wohnungen hausen, lässt sich kaum belegen. Einen gewissen maritimen Chic und das Vermächtnis praktisch denkender friesischer Möbelbauer gibt es an der Elbe sowie an der Nord- und Ostsee aber dennoch.

Die meisten Menschen assoziieren mit dem maritimen Einrichtungsstil in erster Linie die Farben Blau, Weiß und Rot. Es ist kein Zufall, dass die Schleswig-Holsteinische Landesflagge Längsstreifen in genau diesen Farben trägt. Bevor die Farben politisch instrumentalisiert wurden, hatten sie lediglich eine landsmannschaftlich-regionale Bedeutung, wobei das Blau selbstverständlich für das Meer steht, das den Norden der Republik umschlingt.

Die blau-weiße Farbgestaltung, die wir in alten Friesenküchen genauso wie in modernen Hamburger Lofts wiederfinden, geht auf die Tradition der marinen Seefahrt zurück. Matrosenuniformen und Segel trugen diese Farben – aus rein funktionellen Gründen versteht sich. Diese klare Farbgestaltung lässt aber auch andere Farbtöne und starke Kontraste zu, wenn man sie denn gekonnt einsetzt. Ein sattes Grün, wie an der stählernen Außenwand der Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen oder ein sanftes Gelb, das an die Rapsfelder vor den Toren der Stadt erinnert, sind ebenfalls erlaubt.

Die Materialien hanseatischer Einrichtungsgegenstände

Neben den Farben und Motiven, wie zum Beispiel Schiffe oder Anker, spielen vor allem die Materialien eine wichtige Rolle. Möbel aus wiederaufbereiteten Bootsplanken haben in Hamburg eine lange Tradition. Außerdem lassen sich Taue, Netze, Baumwolle oder Leinen nicht allein in der Kellerbar Helmut Schmidts wiederfinden – sie landen ausnehmend häufig in den Arbeitszimmern hanseatischer Kaufleute. Was Teppiche betrifft, so sind grob geknüpfte Vorleger sowie weiche Langflor-Teppiche in unaufdringlichen Farben vermehrt in Hamburger Wohnungen zu finden.

Entgegen der Annahme, dass Minimalismus und Purismus die Hamburger Wohnräume dominieren würden, darf es bei der Verwendung von Treibholz und alten Friesenschränken schon mal ein bisschen „shabby“ sein. Wer auf der Suche nach passenden Deko-Elementen ist, sollte indes nach poliertem Messing Ausschau halten.

Inspiration zur maritimen Einrichtung mittels Deko, Möbel und Teppichen bekommt man zum Beispiel beim Hamburger Möbelhaus Knutzen unter https://www.knutzen.de/teppichhaus-hamburg.html.

Foto: © Hemera Technologies/Photos.com/Thinkstock

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