HSV: Zwischen Abstiegskampf und Chaos

HSV: Zwischen Abstiegskampf und Chaos

Nach den letzten Jahren weiß jeder halbwegs fußballaffine Mensch: Beim HSV ist immer was los. Peinlichkeiten inklusive. Auch in der jetzigen Saison müssen die Fans des Bundesliga-Dinos wieder ihre Leidensfähigkeit unter Beweis stellen. Mitten im Abstiegskampf ist nämlich wieder einmal das Chaos ausgebrochen.

Bruchhagen neuer Vorstandschef

Eigentlich war gerade endlich wieder einmal etwas Ruhe beim Hamburger SV eingekehrt. Nachdem man die Rothosen nach einem (wieder einmal) verpatzen Saisonstart bereits abgeschrieben hatten, gelang Trainer Markus Gisdol, der das Team erst nach dem 5. Spieltag von seinem Vorgänger Bruno Labbadia übernommen hatte, und seiner Mannschaft mit immerhin 4 ungeschlagenen Spielen in Folge ein kleines vorweihnachtliches Wunder. Ab sofort geht es bergauf – das dachten (und hofften) die leidgeplagten Fans der Hamburger. Aber der HSV wäre ja nicht der HSV, wenn es nicht doch anders kommen würde. Mitte Dezember überraschte der Klub nämlich mit der Nachricht, Heribert Bruchhagen würde ab sofort Dietmar Beiersdorfer als Vorstandsvorsitzender ablösen. Diese Nachricht sorgte gleich in zweierlei Hinsicht für Staunen, schließlich hatte sich der 68-Jährige erst im Mai 2016 nach 13 Jahren als Vorstandschef bei Eintracht Frankfurt in die Bundesliga-Rente verabschiedet.

Goodbye, Beiersdorfer! Oder doch nicht?

Mit dieser Entscheidung war eigentlich auch für alle klar: Beiersdorfer verlässt den Hamburger SV. Genau das steht derzeit jedoch zur Debatte, plötzlich steht nämlich die Behauptung im Raum, Beiersdorfer könnte auch nach dem 31. Dezember unter Bruchhagens Regie als Sportchef weitermachen. Sowohl ein offizielles Dementi als auch eine Bestätigung der Meldung sind bislang Fehlanzeige. Wichtig ist eine Entscheidung über die Besetzung des Sportchef-Postens und somit auch die Personalie Beiersdorfer im Hinblick auf die Verpflichtung von neuen Spielern allemal. Schon am 5. Januar will die Mannschaft ins Trainingslager nach Dubai aufbrechen und bestenfalls sollte die Kaderplanung für die so wichtige Rückrunde bereits dann abgeschlossen sein.

Um das Chaos in der Führungsetage des Hamburger SV perfekt zu machen, erklärte obendrein auch noch der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Gernandt seinen Rücktritt. Der Grund: Indiskretionen innerhalb des Gremiums …

Volkspark Stadion
 

Versöhnlicher Jahresabschluss nach leichtem Dämpfer

Wenig überraschend ging das Durcheinander auch an der Mannschaft offenbar nicht spurlos vorüber. Am 15. Spieltag mussten sich die Hamburger nach ihrer Führung in der 21. Minute durch Bobby Wood doch noch mit 3:1 den Mainzern geschlagen geben.

Kein Wunder also, dass auch die Buchmacher den Hamburger SV im letzten Spiel des Jahres gegen den FC Schalke 04 leicht im Nachteil sahen – während die durchschnittliche Quote für einen Sieg der Rothosen bei 3,3 lag, hätte es bei einem Sieg der Schalker nur das 2,4-Fache des Wetteinsatzes zurückgegeben. Glück für diejenigen, die trotz der Niederlage gegen Mainz auf die Hamburger setzten und bei Anbietern wie Bet-at-home zusätzlich einen Bonus von bis zu 100% für sich ausnutzen konnten! Im heimischen Volksparkstadion siegte der HSV nämlich trotz verschossenem Elfmeter recht souverän mit 2:1. Dank der Tore von Nicolai Müller und Bobby Wood können die Hamburger Fans nun wider Erwarten doch noch hoffnungsvoll auf das kommende Jahr blicken, zumal der HSV auch im DFB-Pokal noch nicht aus dem Rennen ist.

Dort geht es im Achtelfinale zu Hause am 7. Februar 2017 gegen den 1. FC Köln. Zuvor stehen jedoch noch drei Liga-Spiele an: Am 21. Januar wird auswärts beim VFL Wolfsburg die letzte Partie der Hinrunde ausgetragen, danach folgen am 28. Januar in Ingolstadt sowie am 3. Februar daheim gegen Leverkusen die ersten Austragungen der Rückrunde. Bei positiven Ergebnissen könnte der Hamburger SV endlich auf einen Nicht-Abstiegsplatz klettern.

Bild 1: ©istock.com/herpens; Bild 2: ©istock.com/XiXinXing

Hinterlasse eine Antwort

*