Tag des offenen Denkmals in Hamburg

Ich stelle immer wieder fest: Viele Hamburger – ob zugereist oder alteingesessen – wissen recht wenig über ihre wunderschöne Stadt. Für sie reicht ein Sonnenuntergang am Hafen schon aus, um als Hamburgliebhaber und -Kenner zu gelten. Dabei gibt es so viel zu lernen und immer wieder Neues zu entdecken. Hamburg ist eine sehr dynamische Stadt und sie ist so reich an Kunst, Kultur und Historie, dass der Tag des offenen Denkmals eine wunderbare Gelegenheit ist, sich mal wieder der alten Hansestadt aus Neue anzunähern.

Auf derenWebsite gibt es „Führungen und Kulturveranstaltungen am 10.-12. September 2010 Tag des offenen Denkmals in Hamburg“ – natürlich auch in Altona – von denen man sich sogar per Handy leiten lassen kann. Schnickschnack, wenn Du mich fragst. Gibts denn überhaupt noch Leute, die sich von ihrem Herz leiten lassen, anstatt von Elektrik?

Insgesamt stehen fast 100 Veranstaltungsorte offen, viele davon im Hafen. Ein Shuttleservice mit Barkassen und historischen Bussen verbindet entlegenere Orte. Der Eintritt ist fast überall frei, aber man muss sich bei einigen Veranstaltungen vorher anmelden.

Zum Schwerpunktthema referieren am Freitag, den 10. September ab 14 Uhr im Museum für Völkerkunde Experten wie Dr. Ralf Lange vom Speicherstadtmuseum. Die Veranstaltung kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich.
Quelle: hamburg.de

Darüber hinaus gibt es Barkassenfahrten mit Kino an Bord Es werden Kurzfilme von „A Wall is a Screen“ gezeigt. In einer Lagerhalle dagegen läuft mein Mafia-Film. All dies und noch viel mehr erfahren wir in der Tour 19 in Hamburg, der BAUKULTUR 2010 – 12 Stationen. Gerade bei den brisanten und rasanten Entwicklungen der Hamburger Architektur und des Bevölkerungsprotests dagegen („Recht auf Stadt“) vielleicht die spannenste, sicher aber die aktuellste Tour am Tag des offenen Denkmals 2010 in Hamburg.

Meine Favoriten an diesen drei fantastischen Tagen sind: Hiev op! Ein Requiem auf die Krane, den ich liebe diese alten, rostigen Ungetüme im Hamburger Hafen; Ponton-Konzerte an der Elbe, weil auf dem schunkelnden Holz auf der schwappenden Elbe gute Musik gut aufgehoben ist; Sefardische Lieder der Gruppe „ZIMT“, weil diese Kultur und Musik wirklich etwas Ungewöhnliches ist; Ausstellung „Ateliers für die Kunst e.V.“, weil wir 20 Jahre erfolgreiche Raumvermittlung für Künstler nicht unterschlagen wollen.

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