Hamburger Hafen sagt Tschüss Winter

Das Herz Hamburgs ist der Hafen, darüber besteht kein Zweifel. Unten an der Elbe lebt das Fernweh. Der Storm, der Wind, jedes auslaufende Schiff, aber eigentlich auch jede einzelnze Möwe künden von fernen Abendteuer und der großen, weiten Welt. Das Meer ist nicht weit und die Himmel sind hoch. Selbst der eisige Wind inmitten des Flusses wärmt das Herz und wunderbar beleuchtet der Hafen etwas, das Heimat heißt.

Nur wenige Sonnentage bot dieser Winter.

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Viele Gehwege waren in Hamburg wochenlang unbegehbar. Unfälle gab es, Knochenbrüche, jeder ist in diesem Winter irgendwo ausgerutscht. Die „Authorities“ (ein herrliches englisches Wort für die Behörden) haben das Glatteis nicht in den Griff bekommen. Darüber regen sich nun viele auf und die Verantwortung wird hin und her geschoben.

Nachbarschaften, die das locker und sich regeln sind ausgestroben. Humorvolle Bezirksverwaltungen, die ein Freiwilligen-Happening mit Biersponsor zur Eisbefreiung organisieren sind Träume aus anderen Kontinenten.

So ist das in diesen Breiten. Man wartet, dass „die da oben“ etwas tun, etwas ändern. Wenn sie nicht streuen und das Eis entfernen … macht es keiner. Das ist unsere Mentalität. So sind wir aufgewachsen. So wird es weitergehen und man wird weiter den anderen die Schuld geben, anstatt zunächst vor der eigenen Tür zu kehren.

Deshalb passte dieser Winter sehr schön zu unserem Hamburg. Die Schönheit der Natur und die wilde Industrieromantik vielerorts können allzu menschliche Hässlichkeiten und grobe Schwächen nicht verhindern – nur mildern.

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