Schlangestehen im Schenkerausch

Der um Normalität und Natürlichkeit ringende Metropolist, der sich aufrecht dem Alltag des Irrsinns in den Großstädten der zivilisierten Welt entgegenstemmt, scheitert an Weihnachten. Hier erreichen die Neurosen des Massenkonsums regelmäßig neue Höhepunkte. Wer hier noch von Individualität faselt, hat Werbung eben nicht kapiert.

Die längsten Schenke-Schlangen finden sich vor den Kassen der Buchläden. Dabei gibt Amazon wirklich alles. Und das vom Web totgesagte Buch feiert hier festliche Auferstehung aus einem Grab, in dem es niemals lag. Das Buch wird niemals sterben, liebe verballerte Internet-Technizisten. Das Buch ist SINNLICH und das ist seine ewige Stärke. Die wirren und teils kranken Köpfe wollen Frieden und keine High-Tech-Bildschirme, in die man eh schon auf der zappelnden Suche nach Neuigkeiten dauernd starrt …

Da hilft eigentlich nur noch gaaanz langweiliges Kasperletheater für Kinder. Eine große Chance noch vor Januar wieder normal zu werden!

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