Halloween? Was is?

Halloween? Was is?

Hat ich voll nicht auf der Reihe, habe ich nie auf der Reihe dieses Halloween. Aber nun nutze ich noch schnell die Gelegenheit, es HALLOWEEN so richtig zu geben. Wie bescheuert ich das nur finde! Wie ist es überhaupt dazu gekommen, das so etwas über den Teich schwappt. Wie Kinder an diesem Tag an meiner Tür klingeln und Süßigkeiten wollen, dann habe ich einfach keine da …

Hallo wer? Es ist ein Fest der Iren und der Amis und ich weiß nicht einmal, was der Anlass dazu ist. Es heißt, dies Brauchtum gehe auf die Kelten zurück, aber die hatten noch kein ausgebufftes Event-Marketing. Deshalb haben die Amerikaner dies Fest gepachtet und dank der Globalisierung in alle Welt verkauft. Für Veranstalter und Schnapsburner, Bierbauern und Kneipenmacher, Polyesternäher und Pappkameraden ist es nun auch hierzulande zu einer stabilen Einnahmequelle geworden. Und der gemeine Konsument hat ein zusätzliches Argument an die Hand bekommen, sich auch unter der Woche hemmungslos volllaufen zu lassen.

Es ist wie im richtigen Leben, man muss den Amis nur schnell schön alles nachmachen. Ich weiß zwar nicht, wer die ©-Rights an dem Event hat, vermute aber mal, dass es Michael Jackson ist. Beneidenswert was der an dem Scheiß mal wieder verdient!

Halloween in HamburgIch sehe es schon kommen, dass wir demnächst so Cheerleaders und so vertrotteltes Zeugs hier haben. Am Ende spielen gar American-Football-Mannschaften in unseren Fußballstadien und dann sehen wir auf dem Bolzplatz hüpfende Fickmichs und seltsame Kreidestreifen. Nein, das würde dann echt zu weit gehen, solche Armseligkeiten würde ich unserer Kultur nicht zutrauen mögen …

Ich komme mit diesem HALLOWEEN einfach nicht auf Du, mir ist das irgendwie zu bescheuert, zu amerikanisch, zu marketingmäßig, zu geschäftstüchtig und so unsäglich DÄMLICH. Am liebsten würde ich es dem Michael Jackson wieder zurückschicken, es er soll mit diesem Ami-Mist von mir aus eine neue Scheibe aufnehmen, aber uns altes Europa in Ruhe lassen.

Andererseits ist es mir doch egal, wenn die ganzen Pappnasen hier versuchen die Amerikaner zu kopieren. Solange sie nicht mit Totenschädeln in mittelasiatischen Berglandschaften spielen, kann es mir herzlich am Dingsda vorbeigehen. Und das tut es auch!

Fotos: Hanna Horwarth, Franck Genot

Hinterlasse eine Antwort

*