Halteverbot vor der Haustür

Halteverbot vor der Haustür

Schon mal bei der Behörde angestanden? Bei der falschen vielleicht? Bei der richtigen aber war gerade Mittagspause/Feierabend/Unterbesetzungen? Und das alles auf den Letzen Drücker? Vielleicht im Zuge einen Umzugs, wo man eigentlich ganz andere Sorgen hat? Dabei muss man heutzutage wirklich nicht alles selber machen, man kann wichtige Aufgaben auch auslagern oder delegieren. Zum Beispiel die Sache mit dem Halteverbot.

Oder sagen wir mal, du kommst aus dem Urlaub zurück, mit mehr Gepäck, als du hingefahren bist. Schmuggelware, exotische Großtiere, italienische Klamottenkoffer der Frau, Paddelboot, Kinderzelt – das Lasttaxi braucht Platz vor der Haustür. Dann muss das organisiert werden. Bei manchen sogar, wenn sie in den Urlaub fahren. Vielleicht machen Sie eine Expedition auf den höchsten Berg der Welt, eine Reise zum Nordpol oder Urlaub auf den Ponyhof in Kasachstan. Dann muss vor der Haustür freibleiben, um alle Sache in Ruhe verstauen zu können. Hier braucht man ein Halteverbot, das bei der Polizei beantragt werden muss. Kann ja nicht jeder sein Schild hinstellen gerade wie er lustig ist.

Diese Aufgabe kann man jedoch auch einem Unternehmen überlassen, das sich um das Halteverbot kümmert. Wenn man sich manchen Koffer am Flughafen zu anschaut oder die vollgeladene Karosse auf der Autobahn überholt, kann man sich gut vorstellen, dass einige Leute auch mit Umzugsunternehmen in den Urlaub reisen könnten.

Apropos Umzugsunternehmen. Als wir damals nach Ottensen umzogen, aus zwei Richtungen, aus Othmarschen und Altona-Altstadt, hatte unser Vermieter, unsere Wohnungsgenossenschaft für das Halteverbot gesorgt. Das war einfach. Vor unseren alten Wohnungen brauchten wir das nicht, da dort stets genug Platz für kleinere Transporter war. Was ich indes krass fand, waren die Preise der Umzugsunternehmen. Wir hatten uns einige angeschaut, die auch unverzüglich zu uns kamen und die Sache kalkulierten. Wir hatten alles gepackt, vielleicht nur ein bis zwei schwere Gegenstände, die einmal runter (ohne Fahrstuhl aus dem 3. Stock) und einmal rauf (mit Fahrstuhl in den 1. Stock) zu schleppen waren. Dazu kam ein Fahrweg von rund 5 Kilometern und eine kalkulierte Zeit von rund zwei Stunden, höchsten drei. Dafür wollten die Leute dann gut 1000,- Euro haben, was wir natürlich nicht bestellten. Unglücklicherweise war das Geschäftsmodel eines Umzugsunternehmens so gestaltet, das man auch unbestellt und ohne Vertrag am Umzugsmorgen in der Wohnung erschien. So ein Pech aber auch. Wir hatten nämlich einen kleinen Anbieter gefunden, der mit drei Mann und einem kleinen Transporter die Sache mit zwei Fahrten und innerhalb von drei Stunden über die Bühne bracht. Für ein Drittel des Preises. Gewusst, wie.

Man muss halt wissen, was man will, was man braucht und was sinnvoll ist. Sich mindestens einen Behördenweg zu sparen, wie bei der Geschichte mit den Halteverbotsschildern, ist sicher sinnvoll und den Preis wert.

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