Duales Studium – bessere Karrierechancen durch zweigleisige Ausbildung

Duales Studium – bessere Karrierechancen durch zweigleisige Ausbildung

Viele Gymnasiasten wissen kurz vor dem Abitur noch nicht, welcher Ausbildungsweg für sie der richtige ist. Studieren oder Arbeiten? Universität oder Unternehmen? Beides gleichzeitig ermöglicht ein duales Studium, das gegenüber der herkömmlichen Hochschulausbildung zahlreiche Vorteile bietet, aber auch eine große Herausforderung darstellt.

Gute Gründe für ein duales Studium

Der größte Vorzug eines dualen Studiums ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Die zweigleisige akademische Ausbildung erfolgt in engster Zusammenarbeit mit einem Praxisunternehmen. Dual Studierende wechseln in festgelegten Zeitabständen zwischen Universität oder Hochschule und Ausbildungsbetrieb. Auf diese Weise erwerben sie neben umfassenden theoretischen Kenntnissen auch weitreichende Praxiserfahrung. Am Ende des Studiums haben sie nicht nur ihren Bachelor-Titel, sondern auch eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Tasche.

In finanzieller Hinsicht bietet das duale Studium ebenfalls Vorteile. Da die Studenten als Auszubildende in einem Unternehmen angestellt sind, erhalten sie eine monatliche Ausbildungsvergütung. Einige Arbeitgeber übernehmen darüber hinaus auch einen Teil der Studiengebühren.

Die meisten dual Studierenden werden nach ihrem Abschluss direkt von ihrem Ausbildungsunternehmen eingestellt. In vielen Fällen beinhalten die Ausbildungsverträge Übernahmeklauseln, nach welchen die Studenten sich verpflichten, am Ende des Studiums für eine gewisse Zeit, üblicherweise drei Jahre, im Unternehmen zu bleiben. Ist keine Übernahme möglich, erfreuen sich die Absolventen dank ihrer Praxiserfahrung dennoch bester Karriereaussichten.

Vor- und Nachteile privater und öffentlicher Hochschulen

Duale Studiengänge werden sowohl von öffentlichen bzw. staatlichen Hochschulen als auch von privaten Bildungseinrichtungen angeboten. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Varianten sind zum Teil beträchtlich. So haben die Studierenden beispielsweise an den staatlichen Hochschulen Hamburgs lediglich Semesterbeiträge in Höhe von circa 300,- Euro zahlen. An privaten Instituten können dagegen Studiengebühren von mehreren Hunderten bis Tausenden Euro pro Semester zusammenkommen.

Während die Studierenden an öffentlichen Einrichtungen sich in der Regel selbst auf die Suche nach einem Ausbildungsbetrieb machen müssen, erhalten sie bei privaten Hochschulen eine umfassende Unterstützung. So übernimmt die IUBH, die in Hamburg mit den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Marketing Management und Tourismuswirtschaft vertreten ist, das gesamte Matching mit einem Praxisunternehmen.

Des Weiteren verfügen die privaten Hochschulen in der Regel über eine modernere Ausstattung, kleinere Lerngruppen und ein besseres Betreuungsverhältnis zwischen Dozenten und Studenten.

Duales Studium – Herausforderungen und Nachteile

Dual Studierende sehen sich hohen Erwartungen gegenüber. Sie müssen sowohl den theoretischen Anforderungen an der Hochschule als auch dem berufspraktischen Teil im Ausbildungsunternehmen gerecht werden. Die damit verbundene Doppelbelastung erfordert viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Monatelange Semesterferien gibt es im dualen Studium nicht. Stattdessen haben die Studenten lediglich Anspruch auf die im Praxisunternehmen übliche Anzahl der Urlaubstage.

Durch den hohen Praxisbezug bleibt in dualen Studiengängen kaum Zeit für die Vertiefung wissenschaftlicher Inhalte. Der Themenkomplex Forschung wird meist nur am Rande angeschnitten. Für alle, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben, ist daher ein traditionelles Hochschulstudium die bessere Wahl.

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