Tipp: Stadterkundung für Hamburg-Anfänger

Tipp: Stadterkundung für Hamburg-Anfänger

Hamburg sei die schönste Stadt der Welt, meinen die Hamburger. Tatsächlich hat die stolze Stadt an der Elbe schier unendlich viel zu bieten – von klassischer Oper, über schrille Musicals, den HSV bis hin zu einer weltbekannten Rotlichtszene an der Reeperbahn. Hamburg ist so vielschichtig wie ein Baumkuchen der berühmten Eppendorfer Konditorei Lindtner. Und das will etwas heißen, denn der Baumkuchen von Lindtner hat wirklich viele Schichten! Wie erkundet man nun am besten die Stadt, welche Stadtführung ist die richtige für mich?

Aber was, wenn Sie sich in Hamburg einfach nicht auskennen? Wenn Sie keine Ahnung haben, wie sich Außen- und Binnenalster unterscheiden und beim Wort „Michel“ als erstes an ein Kinderbuch von Astrid Lindgren denken?

Das Problem an Städten wie Hamburg ist, dass man nicht weiß, wo man starten sollte. Es gibt einfach zu viele Optionen und so kann die unbekümmerte Vorfreude leicht in Ratlosigkeit umschlagen. Die Abhilfe schafft hier eine Führung, eine Stadtführung. Oder ein Guide, wie man heutzutage sagt, wenn man cool sein und außerdem vorbelastete Begriffe vermeiden möchte: Etwas oder jemand, der Ihnen zeigt, wo es langgeht.

Hierzu seien an dieser Stelle einige Möglichkeiten vorgestellt, unter denen Sie je nach persönlicher Präferenz, Lebenssituation sowie Höhe Ihres Budgets auswählen können:

  1. Stadtführung selber machen

    Der Klassiker. Ab in die nächste Buchhandlung und dort in der Reiseabteilung den Baedeker Reiseführer für Hamburg besorgt. Dieser kostet nur ein paar Euro und ist von der ersten bis zur letzten Seite mit profunden und sorgfältig recherchierten Informationen gefüllt. Wenn Sie sich ein paar Tage einschließen und den Baedeker eingehend studieren, könnten Sie es in Bezug auf theoretisches Wissen wahrscheinlich schon bald mit einem echten Hamburger aufnehmen!

  2. Stadtführung von Obdachlosen

    Sind Sie aber weniger theoretisch interessiert, sondern stürzen sich lieber gleich munter ins Getümmel und wandeln auch gerne einmal abseits des Mainstreams, dann kann das Angebot des Hamburger Straßenmagazins Hinz&Kunzt etwas für Sie sein: Sie werden von Obdachlosen durch Hamburger Nebenschauplätze geführt, die „garantiert in keinem Reiseführer stehen“. Da kann nicht mal der Baedeker mithalten und Sie tun außerdem noch eine gute Tat.

  3. Stadtführung mit der Kurverwaltung St. Pauli

    Die Kurverwaltung bietet verschiedene Stadtführungen an, hat aber einen festen Termin (zumindest im Sommerhalbjahr): Jeden Dienstag (Achtung: Winterpause Januar bis Ende Februar) um 20.00 Uhr vor der U-Bahn–Station St.Pauli, Ausgang Reeperbahn. Für nur 15,- EUR und die auch für gute Zwecke, denn die StadtführerInnen arbeiten ehrenamtlich. Diese Stadtführung dauert 1,5 Stunden, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Eine weitere feste Stadtführung: Jeden 1. Freitag im Monat um 19.00 Uhr (außerJanuar/Feburar) „Das Herz von St.Pauli“. Kiez und Kultur, Sex and Crime, Wissenswertes, Hintergründe, Anekdoten. Einfach mal anmelden.

  4. Escort Begleitung für eine Stadtführung der besonderen Art

    Wenn Sie nicht nur die Schönheit von Hamburg kennenlernen wollen, sondern überdies auch eine Schwäche für die Schönheit des anderen Geschlechts haben, könnten Sie der Versuchung erliegen, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Warum nicht Hamburg mit einer Begleiterin erkunden? Vier Augen sehen mehr als zwei und wer weiß – wenn die Chemie stimmt, kann ein gelungener Tag auch an der Hotelbar fortgesetzt werden, wo man bei einer Flasche Wein der Natur ihren freien Lauf lassen kann.

Für welche Stadtführung Sie sich letztlich auch entscheiden: Um Hamburg zu durchschauen, brauchen Sie sowieso mehrere Anläufe. Vielleicht probieren Sie darum einfach alle unser Vorschläge einmal aus.

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