Das ist doch mal was. In Hamburg. Im Hafen. Im Herzen der Stadt. Das “Frau Hedi geht Bleichen Festival” auf der Elbe. Auf der alten MS Bleichen, die schon für wilde Partys und fantastische Ausstellungen herhalten musste, fliegt die Kuh, schmettern Hamburger Rock-Bands ihren Trara über das glitzernde Hafenwasser. Und die Freak-Barkasse MS Hedi shuttelt uns von Landungsbrücke 10 rüber zum Schuppen 51 A.
Das Herz Hamburgs ist der Hafen, darüber besteht kein Zweifel. Unten an der Elbe lebt das Fernweh. Der Storm, der Wind, jedes auslaufende Schiff, aber eigentlich auch jede einzelnze Möwe künden von fernen Abendteuer und der großen, weiten Welt. Das Meer ist nicht weit und die Himmel sind hoch.
Als Tourist in Hamburg, aber auch als Hamburger selbst, verirrt man sich selten in diesen Winkel der Stadt: Billbrook – zwischen Holzhafen und Hamburg-Billstedt. Industriegebiet, Tristess, Autobahnen, LKWs. Ein vergessenes Industrie-Idyll wildester Romantik, mit allem was dazu gehört: Schrottplatz, Schrebergarten, Scholleneis im Winter!
Runter zum Hafen, das Wetter ist milde am Scheinen und alles wirkt auf schöne Fotos hin. Die Königin Maria befindet sich mal wieder auf dem Trockenen. Sie, die eingedeutscht Queen Mary II heißt, besucht unser beschauliches Heimatdorf unten am Hafen ab diesem Jahr in einer nicht zu überschwänglichen Regelmäßigkeit. Es sind meine ersten lichten Bilder von ihrer Schönheit.
Ja, so ein Zufall. Ich bin begeistert von den Zusammenhängen, von den Buch (und Hörbuch) Orkanfahrt – Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten, von der Lesung derselben auf der MS Hedi, dem Hamburger Hafen und der kleinen Kapelle Hafennacht e. V.mit ihren Liedern vom Wasser. Selbst Hamburger Schmuddel-Wedder konnte meine Begeisterung nicht trüben. Im Gegenteil.
Es riecht nach altem Öl und auch die Luft schmeckt irgendwie schmierig. Der feuchte, alte Stahl hat seinen ganz eigenen Duft, vor allem wenn an und mit ihm jahrzehntelang gearbeitet wurde. Das Hafenmuseum in den “50er-Schuppen” im Hamburger Freihafen ist etwas ganz besonders. Nicht nur für Liebhaber grandioser Industrieromantik und Touristen!
Morgen ist ein schlechter Tag für die Langschläfer, für Menschen der Zweitnormalität unter den Queen-Mary-Fans. Der Luxus-Liner macht am Freitag gegen 7.00 Uhr morgens aus New York kommend am Hamburger Cruise-Center fest. Gegen 17.00 Uhr läuft der Riese zu einer Kreuzfahrt Richtung Norwegen wieder aus. Hier Fotos und Videos …
An einem regnerischen Sommer im Hamburger Freihafen bilden rostiger Stahl, dunkelblaue Regenwolken und die durchbrechende Sommersonne ergreifende Szenerien. Die verschlungen Straßen, endlosen Schienenweg und hunderten Brücken uber die Elbe, der wilde Blick hinüber zu den Hamburger Wahrzeichen lohnt auch bei Regen!
Wer kennt nicht Frau Hedis Landgang (der übrigens am nächsten Samstag Geburtstag feiert) und ihre MS Hedi, die Freak-Barkasse im Hamburger Hafen. Morgen, am Mittwoch, dem 29. Juli 2009, erleben wir an Bord Literatur Entertainment De Lux bei und mit der SCHISCHISCHO, die Kultshow ausgezeichneter Autoren
“Trödel” klingt zwar wie ein Hamburger Begriff, isser aber nicht. Egal. SOMMER IN HAMBURG hat einen Vorschlag für den nächsten Sonntag: Den Trödelmarkt in der HafenCity am 19.07.09 von 11:00 -17:00 Uhr!
Zu jedem Hafengeburtstag ist Hamburg vollgestopft mit Besuchern und Touristen aus aller Welt. Denn es ist nicht umsonst das größte Hafenfest der Welt. Denn jedes Jahr gibt es Neues zu entdecken, andere Blickwinkel kennen zu lernen und sich erneut auf den wundervollen, alten und geliebten Hamburger Hafen einzulassen. Voilà – hier sind wir!
Nicht vergessen: Am Freitag, den 15. Mai 2009, tauft die leicht überkandidelte Hamburger Sängerin Ina Müller einen neuen TUI-Liner am Cruise Center in der HafenCity auf den unglaublich originellen Namen “Mein Schiff”. Wenn keine Virus-Seuche dazwischen kommt, wird es ein Riesen-Medienspektakel.
Exklusiv bei SOMMER IN HAMBURG zur Ehren des dreitägigen 820. Hafengeburtstags, der heute beginnt: Das neue Video von Hafennacht e.V., die wunderbare kleine Kapelle für maritimes Liedgut und Seemannslieder hier mit ihrem eigenen Song “Mit einem Bein in der Elbe”
1. Juni 2010
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