Wilhelmsburg. März 2010. Auch hier will der Winter nicht weichen. Väterchen Frost besetzt entgegen seiner Gewohnheiten der letzten Jahrzehnte die Elbinsel und ihre Kanäle. Doch jetzt kurz vor Frühlingsanfang scheint wenigstens die Sonne und der Himmel ist winterlich blau! Ein Augenschmaus dieses letzte Eis in Wilhemsburg.
Das Herz Hamburgs ist der Hafen, darüber besteht kein Zweifel. Unten an der Elbe lebt das Fernweh. Der Storm, der Wind, jedes auslaufende Schiff, aber eigentlich auch jede einzelnze Möwe künden von fernen Abendteuer und der großen, weiten Welt. Das Meer ist nicht weit und die Himmel sind hoch.
Wir haben schon längst festgestellt, dass man alles selber machen muss. Wenn die Hamburger also darauf wartet, dass die Autoritäten zum Alstervergnügen blasen, weil das Eis auf der Alster die vorgeschriebene Dicke erreicht hat, ist man alt, grau und der Winter vorbei.
Als Tourist in Hamburg, aber auch als Hamburger selbst, verirrt man sich selten in diesen Winkel der Stadt: Billbrook – zwischen Holzhafen und Hamburg-Billstedt. Industriegebiet, Tristess, Autobahnen, LKWs. Ein vergessenes Industrie-Idyll wildester Romantik, mit allem was dazu gehört: Schrottplatz, Schrebergarten, Scholleneis im Winter!
Über sechs Wochen Eis und Schnee in der Hansestadt gab es zuletzt im Mittelalter, als das Binnenmeer mit Wurstbuden zufror. Damals schritten tausende Plattfußindianern auf das Außeneis der Alster und gaben ihr letztes Hemd für 4 Kleine vom Grill. Daraus wurde nun wieder nichts, denn Hamburg ist von einem Schneeschirm ummantelt
Runter zum Hafen, das Wetter ist milde am Scheinen und alles wirkt auf schöne Fotos hin. Die Königin Maria befindet sich mal wieder auf dem Trockenen. Sie, die eingedeutscht Queen Mary II heißt, besucht unser beschauliches Heimatdorf unten am Hafen ab diesem Jahr in einer nicht zu überschwänglichen Regelmäßigkeit. Es sind meine ersten lichten Bilder von ihrer Schönheit.
Viele Hamburger watscheln einfallslos bei günstiger Gelegenheit an die Alster oder um die Alster herum, auf jeden Fall dort, wo sie alle oder sehr viele spazieren. Das ist unsere Sache nicht, wir brauchen neben Schönheit und frischer Luft auch Staunen und Geschichte!
In der Lüneburger Heide, über die A7 durch den Elbtunnel in einer halben Stunde erreichbar, liegt die wunderschöne Lüneburger Heide. Naherholung und ein grünes Aha lassen die Großstädter normalerweise nicht unberührt. Wie in dem Video auch zu sehen ist!
Dass Hamburg die grünste Stadt der Republik ist, zeigt sich auch im Herbst. Da ist zwar alles rot und rötlich wie das gleichnamige Viertel und die Regierungen bis tief in die 80er hinein, doch gleichsam wundervoll. Ein Spaziergang durch Tonndorf, tankt die von Enge, Lärm und Beton gemartete Seele wieder auf …
Das ist doch mal was: Der erste Hamburger “Science Slam” findet am 15. Mai 09 ab 20:00 Uhr in der Ponybar statt. Auf die Teilnehmer sind wir sehr gespannt. Diplomarbeiten als Hip-Hop-Reim, Statistik als Lyrik, Versuchsanordnungen als unterhaltsame Beziehungs-Story? Möglicherweise treffen wir
Ja, so ein Zufall. Ich bin begeistert von den Zusammenhängen, von den Buch (und Hörbuch) Orkanfahrt – Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten, von der Lesung derselben auf der MS Hedi, dem Hamburger Hafen und der kleinen Kapelle Hafennacht e. V.mit ihren Liedern vom Wasser. Selbst Hamburger Schmuddel-Wedder konnte meine Begeisterung nicht trüben. Im Gegenteil.
Hamburg im Sommer ist wie Urlaub. Das heißt, am Strand liegen und ausspannen. Das heißt, baden in Alster und Elbe, in einem der Badeseen und in den vielen Freibädern der Hansestadt. Ich für meinen Teil, liege am liebsten an der Elbe. Zwischen Övelgönne und Teufelsbrück am Elbwanderweg findet jeder seinen Platz an der Sonne im Freibad Hamburg!
Es riecht nach altem Öl und auch die Luft schmeckt irgendwie schmierig. Der feuchte, alte Stahl hat seinen ganz eigenen Duft, vor allem wenn an und mit ihm jahrzehntelang gearbeitet wurde. Das Hafenmuseum in den “50er-Schuppen” im Hamburger Freihafen ist etwas ganz besonders. Nicht nur für Liebhaber grandioser Industrieromantik und Touristen!
9. März 2010
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