Work in Progress 2015 – Wert von Arbeit

Work in Progress 2015 – Wert von Arbeit

„Wert von Arbeit“ ist kein Sprössling eines verarmten Adels. Es ist der Untertitel und das Motto des diesjährigen Work in Progress-Kongress vom 12. bis 14.März 2015 auf Kampnagel. Sogar der berüchtigte Jeremy Rifkin eröffnet diesen Kongress zur Zukunft der Arbeit in Hamburg. Spontan fällt mir dazu ein: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Der US-amerikanische Soziologe und Ökonom Jeremy Rifkin, der in seinem aktuellen – und umstrittenen, teils verrissenen – Buch Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft: Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus das Ende des Kapitalismus prophezeit, liefert die Keynote für den Kongress Work in Progress, der vom 12. bis zum 14. März 2015 auf Kampnagel stattfindet. Die vierte Ausgabe des Kongresses, der von Kampnagel und der Hamburg Kreativ Gesellschaft gemeinsam veranstaltet wird, richtet 2015 den Fokus auf den „Wert von Arbeit aus individueller, unternehmerischer und gesellschaftlicher Sicht.

In Vorträgen, Podien, Workshops und künstlerischen Beiträgen erwartet die Besucher von Work in Progress erneut ein vielfältiger Einblick in aktuelle Diskussionen um den Wandel der Arbeitswelt, wie ihn aktuell auch die sogenannte Social Media Week enthusiastisch abfeiert. Akteure aus Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft und Politik diskutieren drei Tage lang unterschiedlichste Themen von Wertschöpfung und Wertschätzung bis zu hin zu gerechten Arbeitsbedingungen und fairen Löhnen. Zu den Referenten gehören u.a. Jana Tepe und Anna Kaiser, Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Tandemploy.com, Deutschlands erster Plattform für Jobsharing, der Architekt und Designer Van Bo Le-Mentzel, mit seinen Hartz-IV-Möbel ein exemplarischer Akteur der Collaborative Economy, oder auch der Investmentbanker Gerhard Voss, der als Protagonist in der Dokumentation Master of the Universe kritische Einblicke hinter die Kulissen des Investmentgeschäfts gewährt.

Damals auf dem Kongress – ein Beispiel: Der Traum von der schöneren Arbeit #wiphh

Das ist sicher alles sehr interessant und sehr viel Kopffutter. Purer Luxus würde ich sagen. Denn die anderen müssen in diesen Tagen Geld verdienen oder freuen sich, die freie Zeit mit Kindern und Familie zu verbringen. In diesem Sinne stelle ich einen anderen Wert als den von Arbeit dem Work in Progress-Kongress entgegen: Den „Wert von Freizeit“. Und überhaupt: Wo sind die Gewerkschaften? Nicht eingeladen? Und Ärtze, Sozialpolitiker, die Rentenkasse?

Work in Progress 2015

Hamburger Kongress zur Zukunft der Arbeit

Vom 12. bis 14. März 2015
Die Preise haben stark angezogen. Trotz der Sponsoren. Ein weiterer Grund, nicht zu kommen.
Kongressticket für alle 3 Tage 50,- € bzw. 25 € ermäßigt (VVK).
AK: Tagestickets Freitag oder Samstag 30,- € bzw. 15,- € ermäßigt.

Kulturfabrik Kampnagel

Jarrestraße 20
22303 Hamburg

http://www.work-in-progress-hamburg.de/

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